Bei jedem Jahreswechsel nimmt sich fast jeder etwas für die nächsten zwölf Monate vor. Was muss besser werden, was kann so bleiben? Auch bei Real Madrid ist dies der Fall. Dieses Jahr soll ein sehr erfolgreiches werden, da sind sich alle Madridistas einig, sodass in 2012 ganze 12 Hürden zur Perfektion der Königlichen durch den „Messias“ Mourinho genommen werden müssen.
Ein Mann mit einem Auftrag, José Mourinho - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com
MADRID. Die laufende Saison möchten Spieler, Verantwortliche und Fans allesamt am liebsten mit dem Triumph in der Liga, der Champions League und dem Pokal beenden. Normalerweise der alljährliche Anspruch Real Madrids, doch riss gerade der größte Rivale aus Barcelona den Blancos in der Vergangenheit die spanische und europäische Fußballkrone immer wieder aus den Händen. Real-Coach José Mourinho betonte oft genug, dass sein zweites Jahr bei einem Verein schon immer das bessere gewesen wäre. Natürlich hofft man dies auch im Lager der Hauptstädter, die Erwartungshaltung an der Concha Espina und gerade an Mourinho ist daher riesengroß. Um am Saisonende mit der maximalen Ausbeute dazustehen, gilt es die 12 größten Herausforderungen für 2012 zu überwinden. Das Motto: „Schafft ihr diese 12 Hürden, wird 2012 garantiert ein großes Jahr!“
Zu oft ging man 2011 in den Duellen gegen den Erzrivalen als Verlierer vom Platz. Nach den Pleiten flüchtete sich Mourinho eher in Ausreden und zog vereinzelt auch über die eigenen Spieler her. Um es nicht wieder so weit kommen zu lassen, heißt es für den Startrainer nun: keine Niederlagen mehr, besonders im Clásico gegen Barcelona nicht! Das dies möglich ist, bewies man ja bereits im Pokal…
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Die Mission ist eindeutig
Bei den Merengues kämpfen in dieser Spielzeit zwei Leute um den Platz im Angriff – Karim Benzema und Gonzalo Higuaín. Nach einer überragenden Vorbereitung schien die Vergabe um den Stürmerposten so sicher wie das Amen in der Kirche. Benzema stellte Higuaín klar in den Schatten, doch dies spornte den Argentinier nur noch mehr an. „El Pipita“ nutzte seine Chancen und schoss Tore wie am Fließband. Diese Konkurrenzsituation gilt es für Mourinho, hoch zu halten. Auch wenn er schon vor Wochen betonte: „Irgendwann muss ich mich zwischen den beiden entscheiden.“
Eine der wichtigen Aufgaben für Mourinho. Schaut man sich die Auftritte in der bisherigen Saison an, muss man leider fragen: „Mesut, was ist mir dir los?“ Genaue Gründe zu nennen, warum Madrids Nummer 10 nicht überzeugen konnte, ist schwierig. Das Problem ist scheinbar nicht physischer Art, sondern mentaler. Özil hat sich offenbar in seinem ersten Jahr bei Real ausgepowert, um den Sprung zu schaffen. Daher hofft man, dass der Deutsche in der Winterpause den Kopf etwas frei bekommen hat und sein Spiel mit neuen Kräften zelebrieren kann. An seiner Klasse kann es absolut nicht liegen. Mourinho muss das Potenzial des Nationalspielers wieder ausschöpfen.
Seit Ende September absolvierte Ricardo Carvalho verletzungsbedingt keine Minute mehr für die Königlichen. In dieser Zeit setzte Mourinho auf das Innenverteidigerduo Pepe-Sergio Ramos und es entpuppte sich als absolut perfekte Entscheidung. Carvalho ist mittlerweile wieder fit und trainiert mit dem Team. Wie geht es weiter? Bleibt Ramos im Zentrum und gehört Arbeloa weiter die rechte Seite? Welche Rolle werden der Portugiese sowie Coentrão, Varane und Albiol spielen? Was tun, wenn sich ein Arbeloa verletzt? Ramos auf rechts, oder lieber im Zentrum bewahren und Lass nach hinten beordern? Fragen, die es für Mourinho zu klären gilt.
Die Offensive ist das Prunkstück der Blancos. 15 Spieler durften sich in der Hinserie bereits in die Torschützenliste eintragen, Partien wie das 7:1 gegen Osasuna, das 6:2 gegen Sevilla oder das 6:0 in Saragossa sollen auch 2012 nicht zu kurz kommen. 3,5 Tore pro Spiel fielen in der aktuellen Saison, so muss es weiter gehen!
Erlebe Madrids Tore LIVE im Bernabéu, jetzt Tickets sichern!War der Brasilianer Mal nicht verletzt, spielte er bisher eine super Saison. Er sprühte vor Lust und Freude am Fußball und stellte Mesut Özil in den Schatten. Doch seine Verletzungsanfälligkeit ist frappierend, danach dauert es bis er sein Top-Niveau wieder erreicht. Insgesamt ist ein starker Kaká für das Team ein Segen, somit muss der Brasilianer konstanter werden.
Der Argentinier Ángel Di María gibt immer alles. José Mourinho überraschen die guten Auftritte der 22 nunmehr auch nicht sonderlich. Für „the Special One“ gilt es, von Ángelito stets das maximale Leistungspotenzial zu fordern. Dann kann er Madrid im Jahr 2012 entscheidend helfen und persönliche in die Weltspitze aufsteigen.
Rennen, anstrengen, kämpfen, für die Nebenleute arbeiten und das alles im intensiven Rhythmus. So sieht das Spiel aus, das Mourinho sehen will. Jeder Sieg basiert auf harter Arbeit, dafür muss man viel Einsatz zeigen. Diesen will und sollte man auch im neuen Jahr halten, um erfolgreich zu spielen. Die Top-Spiele müssen gewonnen werden, die Konstanz gegen die kleineren Teams gewahrt bleiben.
Zwei Spezialfälle des Real-Coachs, über die besonders in den letzten Wochen gesprochen wurde. José Callejón bewies in jedem Spiel, dass es richtig war, ihn zu verpflichten und über Nuri Sahin sagt man schon seit Anbeginn seiner Zeit bei Real Madrid, er werde ein Großer in diesem Verein werden. Wie passend, dass er nun in Fahrt kommt und das letzte Spiel sein bisher bestes war. Beide werden in der nächsten Monaten eine gute Rolle spielen.
Bestell' dir jetzt das Trikot deines Lieblings von Real Madrid!Im Jahr 2011 stand Mourinho oft wegen Skandalen in der Kritik. Mal wetterte er auf's heftigste auf einer Pressekonferenz gegen den FC Barcelona und die UEFA, mal ging er Barças Co-Trainer Tito Vilanova an die Wäsche, oder besser gesagt mit dem Finger ins Auge. Solche Aktionen kratzten am Image Mourinhos und besonders auch an dem Real Madrids. 2012 muss der Startrainer ein paar Gänge herunterschalten.
Wie erwähnt, der Anspruch Real Madrids ist immer: Titel, Titel, Titel. „Meine zweite Saison ist immer die bessere“, betonte Mourinho oft. Wenn letztes Jahr die Copa del Rey gewonnen wurde, dann muss dieses Jahr auch mindestens ein Titel gewonnen werden!
Jüngst sorgte eine Aussage Mourinhos für viele Spekulationen. „Meine Leidenschaft ist England“, stellte er klar. Das Medien-echo war gewaltig, Unruhe wurde so unnötig ausgelöst. In der Folge wurden die Spieler damit konfrontiert und abgelenkt. Die volle Konzentration muss auf der Saison liegen, der Fokus auf dem Erfolg Real Madrids. Nebenschaukriegsplätze muss er vermeiden.
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