Vor genau fünf Jahren debütierte er für Real Madrid, heute ist er eine unverzichtbare Stammkraft und dritter Kapitän im Team – die Rede ist von Marcelo. Im Interview mit der Internetpräsenz der Blancos blickte der Brasilianer nun auf die turbulenten, packenden und von Emotionen geprägten letzten Jahre an der Concha Espina zurück…
Auf die 5 nächsten Jahre im Bernabéu, Marcelo - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com
MADRID. Den 7. Januar 2007 wird Madrids Linksverteidiger Marcelo wohl nie vergessen. Gerade hatten die Verantwortlichen den damals 18-Jährigen für 6,5 Mio. Euro von Fluminense an die Concha Espina gelotst, da sollte das erste Spiel im Dress des weißen Balletts nicht lange auf sich warten lassen. An jenem 7. Januar gastierte man bei Deportivo La Coruña. Marcelo erinnerte sich und beschrieb seine Gefühle: „Es war ein besonderer Tag für mich. In der zweiten Halbzeit wärmte ich mich zusammen mit Ronaldo auf, bis ich schließlich sogar für Míchel Salgado eingewechselt wurde. Bereits da dachte ich mir: diesen Moment werde ich nie in meinem Leben vergessen! Meine ganze Familie hat die Partie geschaut, es war einfach unglaublich.“ Schon bei seiner Verpflichtung wurde er als neuer Roberto Carlos gehandelt, doch ging es für den kleinen Marcelo beim großen Real erstmal step by step. Langsam tastete er sich in den Jahren an die Stammelf heran. Ob sich der Mann vom Zuckerhut auch noch an das zweite besondere Datum, den 15. Februar 2009, erinnern konnte? „Ja klar“, freute sich der 23-Jährige, „da habe ich mein erstes Tor für Madrid geschossen, gegen Sporting Gijón. Ich habe auf der linken Außenbahn gespielt. Der Treffer war etwas sehr besonderes für mich. Ich habe ihm meinem Sohn gewidmet, der gerade auf dem Weg war das Licht der Welt zu erblicken und meiner gesamten Familie.“ Bis zum heutigen Tag folgten 14 weitere. Bemerkenswert, für einen Verteidiger.
Mit der Ankunft José Mourinhos in der spanischen Hauptstadt ging Marcelos Stern so richtig auf. Hatte man in der Direktive über die Verpflichtung eines neuen Linksverteidigers nachgedacht, machte der Portugiese den Gedanken schnell einen Strich durch die Rechnung. Der Brasilianer galt für viele nur als ewiges Talent, „the Special One“ jedoch wusste genau um die Klasse, die noch tief in ihm schlummerte. „Ich will keinen neuen für die linke Abwehrseite, ich habe schon den besten und der heißt Marcelo“, bekräftigte Mourinho im Sommer 2010.
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Und in der Tat, mit der steilen Entwicklung und mittlerweile schon 186 Partien für die Merengues kann der 23-Jährige nur zufrieden sein. Aus dem Schatten des großen Roberto Carlos trat er hinaus und macht nun als Marcelo von sich reden. Dabei ist er auf dem Platz mit einem Löwenherz ausgerüstet, innerhalb der Truppe als Spaßvogel und Gute-Laune-Bär beliebt. Keine Frage, mit seinen noch jungen Jahren ist er aus diesem Madrid nicht mehr wegzudenken. „Ich habe hier viel gelernt und mich weiterentwickelt. Seit dem ersten Tag erfüllte sich ein Traum für mich. Viele Fußballer wollen bei Real Madrid spielen und ich bin sehr stolz, das Trikot dieses Vereins tragen zu dürfen. Es freut mich sehr“, sagte er gegenüber Realmadrid.com.Natürlich kann sich Marcelo da auch vorstellen, noch lange beim größten Verein der Welt zu bleiben, oder? „Seitdem ich nach Madrid gekommen bin habe ich immer alles gegeben. Ich habe alles gegeben und hoffe auch, weiterhin alles geben und dem Team helfen zu können. Ich bin jetzt fünf Jahre bei Real Madrid und hoffe, es werden noch viele Jahre mehr. Ich denke, ich bin hier sehr gereift und ich habe mich in vielen Bereichen kontinuierlich gesteigert. Ich arbeite sehr gerne mit meinen Kollegen und den Trainern zusammen, die mich jeden Tag besser machen. Es erfüllt mich mit sehr großem Stolz, ein Teil Real Madrids zu sein. Dass ich heute auch noch dritter Kapitän bin, macht mich umso glücklicher“, bilanzierte er abschließend seine bisherige Zeit bei Real Madrid. Eine Zeit, in der Madrids Nummer 12 zwei Mal die Meisterschaft gewann und einmal die Supercopa, bis er im letzten Jahr die Copa del Rey den Himmel empor halten konnte.
Sein Fünfjähriges Jubiläum möchte er am liebsten heute mit drei Punkten und einer guten Vorstellung gegen den FC Granada krönen, wohl wissend, dass es auch gegen diesen Gegner nicht einfach wird: „Die Mannschaften, die gegen uns spielen, wollen sich immer gut schlagen. Wir aber spielen immer, um zu siegen. Wir wollen, dass sich das Bernabéu an unserem Spiel erfreut. Jede einzelne Person soll mit dem Genuss unseres Spiels begeistert werden.“ Na dann, auf viele weitere Jahre und Titel mit Spaßvogel!
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