Mit dem Abschied von Carlo Ancelotti aus Mailand kam im letzten Jahr auch gleichzeitig der Abschied von Superstar Kaká. Der eine setze seine Trainerkarriere erfolgreich bei Chelsea London fort, der andere kam für eine Mega-Summe von 65 Millionen Euro zum spanischen Rekordmeister Real Madrid - und ist bislang mehr oder weniger gescheitert. „Carlo hat mir das Tor zur Welt aufgestoßen, er hat immer an mich geglaubt. Er wird mir fehlen“, sagte Kaká am Ende seiner Zeit beim AC Mailand. Sind die beiden Freunde vielleicht bald wieder vereint? Ancelotti will Kaká in die englische Hauptstadt holen - aber sieht einen Transfer - aus guten Gründen - als „aussichtslos“...
2003 kam Jungspund Kaká in die Modestadt Mailand - unerfahren, schüchtern, grün hinter den Ohren. Dass aus dem Talent São Paulos einmal ein Weltfußballer werden würde, hatte niemand gedacht. In 193 Spielen für die Rossioneri erzielte der heute 28-jährige Superstar 71 Tore - und hatte all dies seinem Trainer, seinem Mentor, seinem Freund Carlo Ancelotti zu verdanken. Der Ex-Coach der Mailänder war von 2001-2009 im Amt und formte Kaká zu einem Spieler von absolutem Weltklasseformat. „Er hat mir das Tor zur Welt aufgestoßen, er hat immer an mich geglaubt und mir immer vertraut. Seinetwegen durfte ich immer von Beginn an spielen, und immer habe ich es ihm zurückgezahlt“, sagte Kaká über Ancelotti.
Heute spielt Kaká im weißen Dress für den spanischen Rekordmeister Real Madrid. Er kam im letzten Sommer, als auch Ancelotti seine Trainerkarriere in Mailand beendete und bei Chelsea London anheuerte. „Der Klub brauchte Geld. Die 65 Millionen Euro können sie sehr gut investieren“, erklärte Kaká seinen Abschied aus Italien. Aber war der Brasilianer wirklich glücklich damit, fortan für den königlichen Klub aus Madrid Tore zu schießen und Vorlagen zu geben? In der Folge bekamen die Anhänger der 'Galaktischen' eher das Gegenteil zu spüren. Kaká wirkte wie ausgewechselt. Die Dynamik, Schnelligkeit, Torgefährlichkeit - all die Dinge, die den Mittelfeldmann auszeichneten, verpufften mit der Ankunft in Madrid. Lustlos, enttäuschend, zerbrechlich: Ein Fremdkörper stand in der vergangenen Spielzeit auf dem Rasen. Kaká laboriert seit mittlerweile schon über einem halben Jahr an einer Schambeinentzündung, ist nie bei 100 %. „Er spielt höchstens bei 85 %, was seine Gesundheit anbetrifft“, so der Arzt der brasilianischen Nationalelf. Man macht sich Sorgen um den Star. „Er ist seit er in Madrid ist nur noch ein Schatten seiner selbst“, höhnte Ex-Milan-Kamerad Gattuso - und brachte es damit treffend auf den Punkt.
Die Nummer 8 der Madrilenen blickt wahrlich auf seine schlimmste Saison seiner Karriere zurück: Ohne Titel, ohne gute Leistungen - ohne diese Anerkennung, die er in Mailand und unter Carlo Ancelotti noch bekam. Nicht einmal bei der Weltmeisterschaft in Südafrika konnte Kaká überzeugen. Gegen Holland schied man im Viertelfinale aus, der Traum vom großen Coup platzte. „Das ist einer der schlimmsten und grausamsten Momente meiner Karriere“, sagte ein enttäuschter und verbitterter Kaká. Was geschieht nun mit dem Sorgenkind?
Zuletzt kamen Gerüchte auf, Chelsea London würde 60 Millionen Euro für den Offensiv-Allrounder bieten. Mit einem Transfer in die englische Hauptstadt käme das Wiedersehen mit Freund Ancelotti. Dieser äußerte sich gegenüber der italienischen Zeitung 'Il Giornale' zum Thema Kaká und bekundete offen das Interesse: „Es wäre schön, wenn er zu uns kommen würde. Er würde seine Sache hier sehr gut machen, wieder zur alter Stärke finden. Ich habe auch schon mit ihm darüber gesprochen.“
Aber der 51-jährige konstatierte, dass ein Transfer „aussichtslos“ sei. „Aus vielen Gründen ist dieser Transfer jedoch leider aussichtslos. Zum einen will Real Madrid ihn nicht verkaufen und wir bräuchten eine Zustimmung, da er dort noch einen Vertrag hat. Und selbst wenn es eine Zustimmung gäbe, würde diese Operation in die höheren Millionen gehen. Keine dieser Vorraussetzungen besteht.“
Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Glücklich, gelöst und vor allem Stolz auf das Erreichte präsentierte sich Cheftrainer José Mourinho...
Fans, Kameras und Bodyguards folgen Cristiano Ronaldo auf Schritt und Tritt. Superstars wie der aus...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Karim Benzema hat dank seiner zwei Treffer gegen San Sebastian Geschichte geschrieben: Der...
Real-Präsident Florentino Pérez legt noch einen drauf! Nach der Präsentation des neuen Bernabéu...
Leserkommentare