Kurz bevor die Korken zum Neujahresbeginn knallen, lud „Realmadrid TV“ Coach José Mourinho zum ausführlichen Interview, um die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen. Realmadrid.de rollt das Exklusiv-Interview in zwei Teilen auf. Zu Beginn räumte Mourinho die Gerüchte der vergangenen Tage um einen möglichen Abschied aus Madrid in Richtung England aus der Welt, die aufgrund einer Aussage seinerseits in den Medien interpretiert wurden. Sein Bekenntnis: „Ich will meine Vertrag erfüllen, und wer weiß, wie viele Jahre ich hier noch länger bleibe.“
Entschlossen ins neue Jahr, José Mourinho - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com
MADRID. Seit einigen Tagen wird besonders in Fußball-Spanien heiß und heftig diskutiert und spekuliert. Der Grund: José Mourinhos Aussage, er fühle sich sehr wohl in Madrid, doch seine Leidenschaft sei einzig und allein England. Die Medien nahmen solche Worte natürlich dankend an, weshalb sich das Echo in Windeseile im World Wide Web und über sämtliche Sportgazetten verbreitete. Immer mehr sprangen auf den Zug der Voreiligen und befassten sich sogar schon mit einem möglichen Nachfolger des „Special One“. In der Bundesrepublik wurde besonders schnell DFB-Coach Joachim Löw als Nachfolger aus der Luft gegriffen, dessen Kontrakt wie Mourinhos auch im Jahr 2014 endet. Im Interview klärte er seine Aussagen gegenüber der BBC nun persönlich auf: „Sebastian Coe (Anm. d. Red.: britischer Politiker und ehemaliger Leichtathlet) fragte mich im Scherz, wann ich zum englischen Fußball zurückkehren werde. Ich habe ihm dasselbe gesagt, was ich immer sage: Mir geht es super in Madrid, beim besten Klub der Welt. Alle wissen, dass es mir in England sehr gefallen hat und ich, ob in ein paar oder 20 Jahren, wieder dort hingehen werde. Aber jetzt denke ich ausschließlich an meine Aufgabe bei Real Madrid. Das war kein richtiges Interview, das war ein Interview in Klammern, eine Art Show in der es um viele Dinge des Sports, z.B. die Olympischen Spiele ging. Daraus entwickelte sich dann diese unaufhaltsame Geschichte, aus der ich versuchte herauszukommen. Doch es gelang nicht… Auf der einen Seite verstehe ich es, dass die Leute diese Geschichten schreiben und es aus dem Kontext reißen, auf der anderen Seite bin ich traurig darüber.“
Dazu:
DAS war der Grund für die mediale Aufruhr um Mou
Froh ist Mourinho aber auf alle Fälle darüber, die Königlichen trainieren zu dürfen. Mit ihnen hat der 48-Jährige Großes vor: „Die „ein paar Jahre“ sind nicht wörtlich zu übersetzen. Es können zwei, drei, vier oder zwanzig sein, man weiß ja nie. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf keinen Fall dieses Madrid verlassen würde. Die besten Jahre dieser Generation, dieses Teams kommen noch. Die Arbeit, die wir leisten ist nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft gedacht. Dieses Projekt hat noch viele erfolgreiche Jahre vor sich. Das Beste kommt noch und es wäre nicht sehr klug von mir, wenn ich nach all dem Einsatz dann bei der Hälfte gehen würde. Es ist eine Geschichte, die ich noch lange fortsetzen möchte. Zu sagen, wie lange ich noch bleiben werde, ist unmöglich. Was zählt ist aber die Absicht und ich habe es schon dem Präsidenten vor langer Zeit gesagt: Solange wir so zufrieden und gut miteinander arbeiten, interessiert mich die Laufzeit des Vertrags herzlich wenig. Was wirklich interessiert ist, dass ich sehr glücklich und enorm stolz bin Trainer von Real Madrid zu sein und ich hier nicht weg will.“ Real-Kapitän Iker Casillas betonte bereits, dass Mourinho der Mann für die Titel sei und mit dem man Geschichte schreiben könnte. „Iker kennt mich, er kennt meine Mentalität. Wir saßen am Tag vor dem Sevilla-Spiel beim Abendessen mit einer Gruppe von Spielern und er sagte: „Wir bereden und diskutieren hier einige Dinge und jeder hat seine Meinung. Du warst Trainer in Italien, in England, jetzt in Madrid. Was wirst du in Zukunft tun? Albiol sagt, du wirst Portugal trainieren, Arbeloa und Alonso sagen, du gehst nach England, und ich sage: Ich weiß es nicht, klär mich bitte auf.“ Ich sagte ihm, ich wäre mir zu hundert Prozent sicher, dass ich meinen Vertrag erfüllen werde. Ich denke, Iker kennt mich gut und ich glaube, dass er sich an das Gespräch in Sevilla erinnert hat, als er neulich dazu Stellung nahm“, erzählte Mou abschließend.
Im zweiten Teil des großen Jahresabschluss-Interviews, welcher morgen folgt, spricht Mourinho über die aktuelle Form der Königlichen, den Zusammenhalt im Team und mögliche Transfers.
Werde jetzt auch Facebook-Fan von Realmadrid.de!Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Glücklich, gelöst und vor allem Stolz auf das Erreichte präsentierte sich Cheftrainer José Mourinho...
Fans, Kameras und Bodyguards folgen Cristiano Ronaldo auf Schritt und Tritt. Superstars wie der aus...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Karim Benzema hat dank seiner zwei Treffer gegen San Sebastian Geschichte geschrieben: Der...
Real-Präsident Florentino Pérez legt noch einen drauf! Nach der Präsentation des neuen Bernabéu...
Leserkommentare