Es sollte die Demonstration des Tabellenführers vor eigenem Publikum werden, raus kam jedoch ein erheblicher Schlag ins Kontor der Kicker José Mourinhos. Zwar hätte der Beginn nicht grandioser sein können, im Gegenzug dazu der Abfall aber auch nicht frappierender. Geschockt präsentierten sich die Spieler nach dem Abpfiff und gaben unisono zu verstehen, dass insbesondere der Rückstand zum 1:2 aus heiterem Himmel die Moral empfindlich traf.
War alles andere als zufrieden, Iker Casillas - Foto: Àngel Martínez, Realmadrid.com
MADRID. Es war der Kapitän, Iker Casillas, der nach der 1:3 Niederlage Verantwortung übernahm und sich den Fragen stellte. Die Enttäuschung war ihm ins Gesicht geschrieben, so machte er zu Beginn auch keinen Hehl daraus. „Wir sind jetzt natürlich alle traurig, in der Kabine war es sehr ruhig. Wir haben sehr gut angefangen, nicht überhastet und geordnet agiert, aber das 1:2 hat uns dann sehr hart getroffen“, so die Nummer 1 im Kasten der Merengues.
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Trotzdem gilt es jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken, vielmehr muss der Fokus auf der nächsten Aufgabe liegen, um schnellstmöglich diese Niederlage aus den Köpfen zu bekommen. „Wir haben eine lange Serie von 15 gewonnenen Spielen hinter uns, die nun auf traurige Weise zu Ende ging. Es ist unglücklich, dass wir ausgerechnet in diesem Spiel und im Bernabéu die Niederlage kassieren mussten. Wir müssen uns jetzt wieder sammeln und die nächsten Aufgaben im Pokal und in Sevilla mit Elan in Angriff nehmen. Man muss heute einfach Barcelona gratulieren, denn sie haben ein gutes Spiel gezeigt und uns besiegt.“ Abschließend stellte sich Casillas vor den heute bemerkenswert schwachen Cristiano Ronaldo, der phasenweise vom eigenen Publikum ausgepfiffen wurde: „Wir müssen uns alle der Kritik stellen, wir sind ein Team. Jeder muss 120 Prozent bringen, nicht nur Cristiano.“
Die Outfits von Ronaldo und Co. findest du hier!Sergio Ramos versuchte es seinem Kapitän gleich zu tun und blickte bereits auf das bevorstehende Spitzenspiel in Sevilla. Man habe keine Zeit zum Wunden lecken, sondern Leben und Saison gehen weiter. „Natürlich schmerzt eine Niederlage immer und besonders in einem Clásico, den wir mit solch großen Hoffnungen angegangen haben. Wir hatten selbst die Chance zum 2:0, haben es aber nicht hinbekommen, im Gegenzug schießt Barcelona den Ausgleich. Sie haben ihre Möglichkeiten einfach besser genutzt. Die Liga ist jedoch jetzt nicht vorbei! Wenn wir in Sevilla gewinnen, sind wir wieder Spitzenreiter. Trotzdem haben wir eine große Gelegenheit vertan, was mehr als schade ist. Wir müssen uns jetzt regenerieren und dann in Sevilla, was sicher nicht leicht wird, gewinnen.“
Abschließend trat Xabi Alonso den heute sehr schweren Weg vor die Presse an. Ihn wurmte besonders der Spielverlauf, habe man doch die Möglichkeiten gehabt, um sich durchzusetzen. Doch das Glück war nicht auf der Seite der Hauptstädter und so heißt es nun: abhaken und weitermachen! „Wir haben selbst die zweite Hälfte gut begonnen, doch das 1:2 kam wie aus dem Nichts und hat uns wirklich sehr geschadet. Dennoch hätten wir den Ausgleich schießen können, die Chance dazu war da. Wir hätten wirklich ein besseres Resultat erzielen können, aber so ist das im Fußball. Es stehen noch viele Spiele in der Liga aus und so schlecht dieses Resultat auch heute ist, es ist nichts passiert und wir können alles selbst reparieren.“
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