Kompliziert, komplizierter, Fábio Coentrão. Der Wechsel des 23-Jährigen von Benfica Lissabon zu Real Madrid wird immer unwahrscheinlicher. Waren sich die spanischen Sportgazetten und Experten vor Wochen schon einig, dass man den Portugiesen als die nächste Neuverpflichtung begrüßen könne, wurde es plötzlich sehr ruhig um den Linksverteidiger. Die Verhandlungen zwischen den Vereinen gerieten wegen Uneinigkeiten zwischen den Klubs ins Stocken. Jetzt kommen jedoch Details ans Licht: Benfica beharrt weiterhin auf den 25 Millionen, Real bietet nur derer 15 plus einen Spieler aus den eigenen Reihen. Eine Neverending-Story...
Dass der Coentrão-Deal schon fast in trockenen Tüchern ist, dachten sich die Fans bereits vor einigen Wochen. Kurz bevor das Ganze dann jedoch offiziell wurde, bekam man nichts mehr davon zu hören und die Debatte verflachte allmählich. Varane wurde zum neuen Top-Thema, gepaart von Spekulationen um Agüero und Neymar. Der Vierte im Bunde ist mit dem Innenverteidiger aus Frankreich nun bereits für diesen Sommer verpflichtet, doch soll ihm offenbar ein weiterer Mann für die Defensive folgen. Die Rede ist vom 23-jährigen Fábio Coentrão, der selbst seinen aktuellen Klub Benfica nur für die Madrilenen verlassen würde.
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Dieses Unterfangen scheint nun aber weitaus komplizierter zu werden, als man vor kurzem noch vermutete. Von Beginn an haben sich die Verantwortlichen an der Concha Espina auf eine Ablösesumme geeinigt, die man bereit ist, für den Außenverteidiger auf den Tisch zu legen: 15 Millionen Euro sollen es sein und zwar keinen Cent mehr. Dies berichtet die Sportzeitung MARCA. Zusätzlich möchte man auch den eigenen Kader ausdünnen und bietet den Portugiesen einen weiteren Spieler an. Die Kandidaten dafür wurden schon oft genannt: Garay, Gago, Drenthe, Sarabia...sie alle könnten in den Transfer miteingebunden werden.
Benfica geht hingegen mit anderen Vorstellungen in die Verhandlungen um ihren Superstar, wie die Sportzeitung Record in ihrer heutigen Ausgabe berichtete. 25 Millionen Euro fordert man weiterhin - plus einen Madrilenen im Tausch! Es ergibt sich folglich eine Differenz von beachtlichen 10 Millionen Euro, die es nun zu überwinden gilt, um Coentrão tatsächlich in die spanische Hauptstadt zu lotsen. Zu viel für Real Madrid, zu viel für Florentino Pérez, der das Geld sicherlich lieber in einen Angreifer wie Neymar investieren würde. Außerdem ist der Brasilianer Marcelo bereits unangefochten als Linksverteidiger gesetzt, Coentrão wäre absolut kein Stammplatz gesichert. Deshalb sind die Spanier definitiv nicht gewillt, 25 Millionen Euro locker zu machen...
Ein neuer Faktor in diesem Transfer-Poker ist nun zusätzlich der FC Chelsea. Die Engländer bemühen sich ebenfalls um die Dienste von Coentrão, hinter dem der neue Coach Villas-Boas her ist. Sogar 30 Millionen Euro ist der Abramovich-Klub offenbar bereit auszugeben, was derzeit deutlich über dem Gebot der Blancos zu liegen scheint. Benfica-Präsident Luis Filipe Vieira würde natürlich mit verbundenen Augen der Chelsea-Anfrage zusagen, doch möchte sein Spieler wenn überhaupt nur zu den Merengues. Realmadrid.de bleibt dran!
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