Noch ein neuer Superstar, aber dann ist Schluss. Um den Kader wirklich endgültig zu perfektionieren, möchte Florentino Pérez den Brasilianer Neymar in die spanische Hauptstadt holen. Wie jetzt sogar Spielerberater Wagner Ribeiro offiziell bestätigte, seien die Königlichen definitiv bereit, die Sage und Schreibe 45 Millionen Euro für den erst 19-Jährigen zu investieren. Doch der Deal scheint immer komplizierter zu werden: Neymar und sein Vater blocken und ausgerechnet der ewige Erzrivale aus Katalonien könnten den Plänen der Madrilenen einen Strich durch die Rechnung machen…
Neymar steht vor einer Entscheidung - Foto: Sérgio Savaman Savarese @ flickr
SAO PAULO. Er ist doch eigentlich noch ein Junge, er ist doch eigentlich noch ein Kind. Nur selten kann jemand wie Neymar Da Silva Junior von sich behaupten, im Alter von 19 Jahren auf dem Wunschzettel aller europäischen Topklubs zu stehen. 45 Millionen Euro sind für den Brasilianer zu bezahlen, doch offenbar sind einige Vereine bereit, diese rekordverdächtige Transfersumme für den Dribbelkünstler auf den Tisch zu legen. Darunter auch Real Madrid, das ist längst kein Geheimnis mehr.
Butragueños Andeutungen wie „an Neymar denken wir, seit er ein Kind ist“ oder
Zidanes Schwärmereien „Neymar ist besser als Robinho, weil er torgefährlich ist“, deuten klar darauf hin. Nicht Sergio Agüero vom Stadtrivalen hat Priorität, sondern der junge Santos-Star!
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Wagner Ribeiro, der Berater des Riesentalentes, bestätigte Mittwochabend bereits offiziell, dass Real Madrid bereit sei, die geforderte Summe für den Jungspund locker zu machen. Der einzige Haken: Die Blancos sind nicht die einzigen, die so viel bieten. Ausgerechnet der große Erzfeind aus Barcelona steigt mit in den Poker ein. Die Sportzeitung MARCA titelte schon von einem „finalen Wettkampf“ um Neymar. „Ja, die Gerüchte stimmen. Real Madrid will Neymar, ebenso wie Barcelona. Der FC Santos und auch ich haben Anrufe erhalten, dass beide Klubs bereit sind, die 45 Millionen Euro zu bezahlen. Allerdings mit einem Unterschied: Mourinho möchte Neymar jetzt verpflichten, der FC Barcelona würde ihn für ein weiteres Jahr an Santos verleihen. Jetzt liegt die Entscheidung in der Hand des Spielers, aber vor dem Ende der Copa América wird gar nichts entschieden“, so die klare Aussage Ribeiros.
Donnerstagmorgen twitterte der Agent dann sogar noch, dass er sich beim Frühstück befinde – gemeinsam „mit einem großen Klubchef einer spanischen Spitzenmannschaft“. Alles deutet auf Barças Boss Sandro Rosell hin, der sich zu jenem Zeitpunkt auch in Südamerika wegen der Copa América aufhält. Für die spanischen Sportgazetten ist klar, dass der Verein aus Katalonien – allein wegen der Option, Neymar ein weiteres Jahr an Santos zu verleihen – die Nase im Poker vorn hat. Die MARCA schrieb wiederum jedoch von einem „großen Wurf“, den Real Madrid jetzt starten wolle. Man werde sich noch einmal eindringlich um den Youngster bemühen.
Dieser aber hat ganz andere Sorgen: Mit Brasilien läuft es bei der Copa América nach dem mageren 0:0 zum Auftakt gegen Venezuela nämlich alles andere als rund und dieses Problem gab er auch ganz klar bei seiner gestrigen Pressekonferenz zum Ausdruck. Angesprochen auf die Transfergerüchte um seine Person, stellte Neymar abermals klar, bei seinem Heimatklub Santos bleiben zu wollen: „Ich will weitermachen bei meinem Klub und denke nicht an einen Wechsel. Ich werde jetzt auch gar nicht weiter darüber sprechen, da ich die Copa América gewinnen möchte. Klar für mich ist jedenfalls, dass ich im Winter die Klub-WM mit Santos holen möchte.“ Nur Taktik oder tatsächlich die Wahrheit? Fakt ist: Es geht um die Zukunft des „neuen Pelé“, die ja schließlich großartig werden soll. Sagt Neymar jetzt den größten Vereinen der Welt ab?
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Geht es nach der Familie des Spielers, sei ein Wechsel in diesem Sommer so oder so nicht verhandelbar. „Es ist seine Entscheidung, aber wir raten ihm natürlich alle, hier zu bleiben. Er wird hier geliebt und das ist sein Zuhause. Es wäre nur das Beste für ihn, wenn er bleiben würde, obwohl ihm natürlich alle Tore nach Europa offen stehen“, meinte Papa Neymar gegenüber der brasilianischen Zeitung ‚Folha de Sao Paolo‘. Es spricht nach diesen Worten und auch nach dem Frühstück des Beraters mit Sandro Rosell also alles für Barcelona. Auch Dani Alves, Abwehrspieler der Blaugrana, setzte sich für einen Transfer seines Nationalmannschaftskollegen ein: „Ich kann mir nie vorstellen, einmal gegen ihn zu spielen. Es würde mir sehr gefallen, in Zukunft mit ihm die Kabine zu teilen.“ Würde Neymar sich doch für Real Madrid entscheiden, müsste er in diesem Sommer zum spanischen Rekordmeister gehen – eine Entscheidung, die seiner Familie und seiner heimischen Anhängerschaft sicher nicht gefallen würde. Realmadrid.de hält dich natürlich weiter auf dem Laufenden!
Fotohinweis:
Dieses Foto wurde von
Sérgio Savaman Savarese bei flickr unter
creative commons Lizenzbedingungen veröffentlicht.
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