08.12.2011, 21:48
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Reportagen

Das Gebet und der Überfall

Real Madrid hofft auf den perfekten Abend, wenn der FC Barcelona am Samstag zu Gast im heiligen Santiago Bernabéu ist. José Mourinho bastelt am Erfolgsrezept, um den großen Erzfeind zu schlagen. Gute Omen bringen die Katalanen jedoch nicht mit in die Hauptstadt.

Das Gebet und der Überfall

Mou will auch am Samstag die Kontrolle über den Ball haben - Foto: Realmadrid.com

„Die Statistik ist egal, Samstag ist Zahltag“

MADRID. Real Madrid wird beten müssen. Oder besser gesagt: einfach stärker spielen müssen als Barça und den Führungstreffer im Bernabéu erzielen. Denn ein Blick in die Statistikbücher offenbart, dass die Königlichen seit dem 20. Oktober 1988 nicht mehr einen 0:1-Rückstand gegen die Blaugrana in einen Sieg umwandeln konnten! „Es wird höchste Zeit, diesen ganzen Negativ-Trends endlich ein Ende zu bereiten. Zahlen sind egal...Samstag ist Zahltag“, meinte Tomas Roncero, Chefredakteur der Sportzeitung AS und bekennender Madridista, heute Nachmittag während einer Experten-Debatte zum Clásico beim Radiosender Cadena SER. „Madrid will Barcelona deshalb direkt überfallen“, erklärte die MARCA in ihrer heutigen Ausgabe die Taktik José Mourinhos. Wie gegen Lyon, Málaga oder Villarreal soll in der Anfangsphase der Grundstein zu einem erfolgreichen Spielverlauf und Ergebnis aus Sicht der Blancos gelegt werden.

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Madrid schon zwei Tage zuvor im Hotel

Dass das gegen den amtierenden Champions League Sieger aus Katalonien viel schwerer wird, ist Mou bewusst. Auch dass Pep Guardiola bisher noch nie einen Liga-Clásico gegen Real verloren hat, ist Mou bewusst. „Er bastelt am ulitmativen Erfolgsrezept“, so das Sportblatt. Intensiv, denn nach dem Sieg gegen Ajax Amsterdam gestern Abend lud der 48-Jährige heute Nachmittag schon wieder zum Training, während Guardiola seinen Jungs nach der Begegnung in der Königsklasse eine Pause gönnte. Zudem wird „the Special One“ seine Truppe auch schon bereits Donnerstagabend im Hotel Mirasierra Suites versammeln, was bislang noch nie der Fall war. Zwei Tage vor dem Spiel der Spiele möchte man sich gemeinsam einstimmen und zusammenschweißen – eine neue Methode.

„Diesen Clásico zu erleben, ist ein Wunder“

Auch über die perfekte Aufstellung muss Mourinho noch grübeln, ob es denn nun drei defensive Mittelfeldspieler vor der Abwehr mit Khedira, Lass und Xabi Alonso werden oder er doch auf das altbewährte 4-2-3-1-System mit einem Spielmacher á la Özil oder Kaká zurückgreifen wird. Und wer soll vorne stürmen: Benzema oder Higuaín? Fragen über Fragen, die die Medien derzeit beschäfitgen. Fakt ist: Im Vorfeld hat man sich wahrscheinlich noch nie so sehr über einen Clásico gefreut, wie über diesen. Beispiel: Marcelo Bielsa, Trainer von Athletic Bilbao, der auf einer Pressekonferenz heute Mittag schwärmte: „Es könnte der vermutlich beste Clásico aller Zeiten werden! Ich freue mich und kann es kaum erwarten, diese beiden Teams gegeneinander spielen zu sehen. Jeder Mensch kann am Samstag behaupten, die besten Spieler der Welt auf einem Rasen zu sehen. Beide befinden sich auf einer Augenhöhe. Diesen Clásico zu erleben, ist für uns alle ein pures Wunder!“

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geschrieben von Kerry Hau

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