23.08.2011, 00:13
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Transfernews

Das große Mysterium Kaká – Last-Minute-Verkauf möglich?

Es ist die dritte Saison, in die Kaká nun als ein Blanco gehen wird. Für 65 Millionen Euro als Weltfussballer gekommen, erfüllte er nie auch nur in Ansätzen die Erwartungen, die man an ihn stellte. Unter José Mourinho bleibt ihm deshalb aktuell auch nur der Platz auf der Ersatzbank, was natürlich immer wieder zu Wechselspekulationen führt. Derzeit scheinen Arsenal London, sein Ex-Arbeitgeber AC Milan und deren Stadtrivale Inter stark an einem Engagement des Brasilianers interessiert zu sein. Gibt es zum Abschluss der Transferperiode noch den überraschenden Abgang oder wird man dem Sorgenkind noch eine weitere Chance gewähren?

Das große Mysterium Kaká – Last-Minute-Verkauf möglich?

Kaká kann weiterhin nicht zufrieden sein - Foto: Victor Carreterro, Realmadrid.com

Im Clásico bekommt Kaká sogar keine Chance mehr

MADRID. Im Sommer 2009 wurde der sensationelle Wechsel bekannt. Der Weltfussballer von 2007, Ricardo Kaká wechselte für sage und schreibe 65 Millionen Euro an die Concha Espina. Zusammen mit Cristiano Ronaldo sollte er die Ära der ‚Galacticos 2.0‘ einläuten. Die Erwartungen kannten keine Grenzen, doch das, was Kaká im weißen Dress zeigte, enttäuscht Fans wie Verantwortliche. Immer wieder wurde der Ballkünstler vom Zuckerhut durch langwierige und immer wiederkehrende Verletzungen heimgesucht. Kaum spielt er sich wieder ansatzweise zurück in die Mannschaft, muss er wieder für Wochen oder gar Monate mit dem Reha-Training vorlieb nehmen - eine Situation, die sich seit seiner Ankunft bis heute wie ein roter Faden durch die Zeit von Kaká bei Real Madrid zieht.

Zusätzlich beeinflusste auch noch die Ankunft des neuen Publikumslieblings im Bernabéu, Mesut Özil, den Stand des 29-Jährigen. Der Deutsche lief dem Brasilianer schon in seiner ersten Saison den Rang ab und etablierte sich als feste Größe im namhaften Mittelfeld der Königlichen. Das beste Beispiel für die Situation von Kaká unter José Mourinho konnte man im spanischen Supercopa beobachten: Özil spielte beide Partien von Beginn an traf dabei. Kaká konnte lediglich im Rückspiel für einige Minuten sein Können unter Beweis stellen, blieb dabei aber wie so oft blass.

10 Millionen im Jahr für einen Ersatzmann - zu viel

Die größte Unbekannte heißt deshalb auch in diesem Sommer wieder Ricardo Kaká. Mit einem Jahresgehalt von rund 10 Millionen Euro für die kommenden vier Spielzeiten, wäre zwar der Spieler gut versorgt, der Verein jedoch muss sich bei solchen Summen ernsthafte Gedanken machen. An Interessenten mangelt es dabei dieser Tage nämlich ganz und gar nicht.

Berlusconi äußerste sich gerade erst darüber, dass eine „Rückkehr von Kaká eine sehr schöne Sache“ wäre. „Wir ziehen diese Option in Erwägung, weil er ein großartiger Spieler und eine tolle Persönlichkeit ist. Wenn er wechselt, würden wir uns freuen, wenn er seine Karriere bei uns beendet...“ Ein offizielles Angebot der Italiener ist auf dem Schreibtisch von Pérez aber unterdessen noch nicht eingegangen.

Zudem soll aber auch ein Vertreter aus der Premier League nach dem Brasilianer angeln. Nachdem Cesc Fabregas zum FC Barcelona abgewandert ist, sucht Arsenal London zwingend nach einem adäquaten Ersatz im Mittelfeld.

Inter meldet sich - Eto'o-Verkauf bringt das nötige Geld

Favorit für eine Verpflichtung scheint aber derzeit Inter Mailand. Die ‚Nerrazurro‘ müssen den schmerzhaften Abgang von Eto'o nach Russland verkraften und sind deshalb auf den letzten Drücker ebenfalls noch auf der Suche nach einer Verstärkung. Perfekt wäre in diesem Fall zwar Diego Forlan, der seinen derzeitigen Arbeitgeber Atlético offenbar verlassen wird. Moratti jedoch liebäugelt mit einem Transfer von Kaká, wegen dem er bereits im Juni an der Concha Espina anfragte und dies im Laufe der Woche erneut versuchen will.

Finanziell muss man sich mit herben Verlusten begnügen. Zahlte man vor zwei Jahren noch stolze 65 Millionen, belaufen sich die derzeitigen Angebote auf etwa 30 bis 40 Millionen Euro. Zunächst war man für diese Summe nicht bereit zu verhandeln, doch scheint die Führungsdirektive nun zu der Einsicht gekommen zu sein, dass man sich einen solchen Hochkaräter auf der Bank nicht mehr leisten kann. Noch bleiben neun Tage, um Kaká noch in diesem Sommer zu verkaufen. Oder wird man ihm letztlich doch noch eine letzte Chance geben?

geschrieben von Marcel Hildmann

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