08.09.2011, 12:15
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Debatte um TV-Gelder – 13 Vereine beim Krisengipfel in Sevilla

Erst der Ligastreik, jetzt die wilden Diskussionen um die Verteilung der Fernsehgelder unter den Vereinen – der spanische Fußball gibt in diesen Wochen wahrlich kein gutes Bild ab. Die Meisterschaft verläuft Jahr für Jahr gleich, Real Madrid und Barcelona haben einen meilenweiten Vorsprung, sportlich, vor allem aber finanziell. Logische Konsequenz: der Rest der Liga ist mächtig unzufrieden mit der Verteilung der TV-Gelder, es muss sich etwas ändern. Damit dies auch so schnell wie möglich geschieht, lud Sevilla-Präsident Del Nido die Vereine nun für heute ein, um den Streit durch adäquate Lösungen zu bewältigen…

Debatte um TV-Gelder – 13 Vereine beim Krisengipfel in Sevilla

Pérez gefällts, Del Nido nicht - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com

13 Vereine folgen Del Nidos Ruf – Real und Barça nicht dabei

SEVILLA. Die zähen Bemühungen, um eine möglichst zufriedenstellende Lösung im hartnäckigen Streit der TV-Gelder-Verteilung, gehen heute in die nächste Runde. Der Präsident des FC Sevilla, José María Del Nido, lud sämtliche Verantwortliche der 20 Clubs nach Sevilla, 13 werden an den Verhandlungen teilnehmen. Nicht vertreten sind die beiden Übermächte in Spanien, Real Madrid und der FC Barcelona. Klar, beide hätten wohl keine Einwände gegen eine Fortführung der Geld-Verteilungen, schließlich kassieren beide mit jeweils 142 Mio. Euro pro Spielzeit rund 26% der Gesamtsumme. Außerdem werden auch Levante, der FC Getafe, Sporting Gijón, Real Mallorca und Real Sociedad überraschend nicht an der Sitzung teilhaben.

Dazu:Externer LinkReal und Barça kassieren - so geht Spaniens Fußball kaputt!

Erstaunlich: immerhin müssen auch sie auf größere Erträge verzichten. „Auch wir untersetzten die Aktion, werden an der Sitzung aber nicht teilnehmen“, wie Getafe-Präsident Àngel Torres gestern im Interview mit Onda Cero mitteilte. Dabei stellte er eine nicht von der Hand zuweisende Frage. Warum wird ausgerechnet jetzt so eine Debatte lostreten? „Ich kann es nicht wirklich verstehen, denn die meisten Vereine haben erst vor wenigen Monaten einen neuen Vertrag unterschrieben und genau gegen diesen Vertrag wollen sie jetzt vorgehen. Auch wir würden uns über eine Umverteilung freuen, aber diese ist so kurzfristig nicht herzustellen.“

Lies auch:Externer LinkDel Nido übt harte Kritik und fordert eine Revolution!

„Wir wollen attraktiven Fußball in Spanien sehen“

Auch der Präsident von Real Sociedad, Jokin Aperribay, übte Kritik und forderte jeden Verein dazu auf, sich an einer Lösungsfindung zu beteiligen: „Wir brauchen unbedingt tiefgründige Veränderung im Wettbewerb, wirtschaftliche Regulierung und einen verbesserten Fernsehanteil. Es kann nicht sein, dass Real und Barça so ziemlich die Gesamte Summe unter sich aufteilen und die anderen Vereine mit kleinen “Häppchen“ klarkommen müssen!“ Daher forderte Aperribay: „Wir müssen die bisherigen Vereinbarungen gemeinsam Überdenken, mit gemeinsam meine ich auch Real, Barça  und die LFP. Gerade die LFP muss sich stärker damit beschäftigen und mehr Wille zeigen, Lösungen zu finden. Wir haben doch alle Interesse an einer schönen und attraktiven spanischen Liga!“ Auch eine Vereinbarung in den nächsten Tagen und Wochen würde den Fall dennoch nicht lösen, eine Neuverteilung der Fernsehrechte könne aufgrund der laufenden Verträge erst ab der Saison 2014/15 in Kraft treten. Realmadrid.de bleibt dran!

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geschrieben von Filip Knopp

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