Viel wurde über den Platzverweis von Pepe diskutiert, doch manchmal sagen und belegen Bilder und Videos mehr als tausend Worte. Klar ist, dass Dani Alves den sterbenden Schwan gespielt hat und überhaupt nicht getroffen wurde. Klar ist somit auch, dass der FC Barcelona damit zu Mitteln greift, die ein Spiel nicht fair entscheiden. Laut dem Gesetzbuch der UEFA hätte es gelb wegen gefährlichem Spiel geben müssen, rot war es also keineswegs. Kurz gesagt: Mourinho und Madrid verstehen die Welt nicht mehr - was ja auch berechtigt ist...
Die Meinung von Realmadrid.de zur Schauspielschule Barcelona
Fußball kann manchmal ungerecht sein. Für José Mourinho ist es nicht das erste Mal, gegen Barcelona nur mit zehn Mann antreten zu müssen. Viele mögen die Taktik des Special One kritisieren und meinen, dass Madrid auch mit einem Spieler mehr noch eine Niederlage kassiert hätte. Doch was hat Barcelona bis zur 60. Minute gerissen? Richtig, so gut wie gar nichts. Dann kam diese unverständliche und inkorrekte Entscheidung des deutschen Schiedsrichters, die der Anfang vom Ende für Real Madrid sein sollte. „Mourinhos Plan ging bis dahin voll auf, er wollte Barcelona mit diesem Spiel zur Weißglut treiben. Dass deshalb weißgott kein schönes Spiel entsehen kann, ist klar. Die Rote Karte hat dann alles zunichte gemacht", schrieb Tomás Roncero, ein Chefredakteur der Madrider Sportzeitung AS. Ja, der Platzverweis war spielentscheidend und viel wichtiger, er war nicht berechtigt! Die Bilder und
auch das Video von der offiziellen Klubhomepage der Königlichen belegen eindeutig, dass Pepe den 1A-Schauspieler Dani Alves nicht einmal berührt hat. Und nein, das ist nicht mit Photoshop oder Ähnlichem bearbeitet worden, sondern ist bei nahezu jedem Sportportal im Internet aufrufbar.
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Weil Alves sich auf dem Boden krümmte, die unversehrte Wade hielt und jammerte „wie ein Baby und eine Memme",
so würde es zumindest Madrids Angreifer Adebayor sagen, ließ sich Wolfgang Stark zu dieser überraschenden Entscheidung hinreißen. So überraschend und unfassbar, dass es selbst den sonst so ruhigen Jorge Valdano nach dem Spiel nicht mehr gehalten hat. Der Generaldirektor war einer von vielen bei Real Madrid, der im Anschluss der Begegnung gegen den Referee wetterte. Manche nennen die Königlichen jetzt schlechte Verlierer, doch dem ist nicht so. Mourinho sagte es, wenn Barcelona fair gewinnen würde, dann wäre ja alles in Ordnung und man würde sich nicht beklagen. Aber Barça hat nun einmal nicht fair gewonnen, das zeigen die Bilder.„Es ist ein Skandal. Es war damals an der Stamford Bridge, als Chelsea im Halbfinale gegen Barcelona rausflog, weil ihnen vier Elfmeter verweigert wurden, ein Skandal. Es war letztes Jahr ein Skandal, als ich mit Inter im Camp Nou spielte und es ist jetzt wieder ein Skandal. Was ich mich nur frage ist: Warum? Warum passiert so was?" Das ist nur ein kurzer Auszug der Wutrede Mourinhos auf der
Pressekonferenz nach dem Abpfiff. Aber ganz Unrecht hat er neutral gesehen nicht, schließlich haben die Katalanen gestern Abend mal wieder demonstriert, dass sie scheinbar kein Fair-Play kennen...
Sogar Valdano fragt sich:
Was hat dieses Simulieren hier zu suchen?
Was Alves gelang, schafften Spieler wie Pedro oder Busquets nämlich vorher nicht. Es war die 39. Minute, als Pedro gegen Arbeloa lief, sich dann fallen ließ und theatralisch ins Gesicht griff, obwohl es nur einen Schulter-an-Schulter-Kontakt mit Reals Abwehrmann gab - ohne jegliche Art von Aggressivität. Das Ergebnis: Gelb für Arbeloa, da ist Barças Plan wohl nicht ganz aufgegangen. Noch amüsierender: Die komplette Barcelona-Bank sprang bei dieser Aktion umgehend auf, so als wäre es von Guardiola und Co. genauso geplant gewesen. Nach dem Pausenpfiff provozierte Keita dann Arbeloa, als ihm dies nicht gelang, half Ersatzkeeper Pinto weiter. Mit dem Ziel, den Spanier zu einer Tätlichkeit zu zwingen, um Gelb-Rot zu bekommen. Ist das normal? Ist das fair? Rio Ferdinand, seines Zeichens Innenverteidiger von Manchester United und wahrscheinlicher Endspielgegner der Blau-Roten, hat durch die TV-Aufnahmen auch den Braten gerochen. Seine Message via Twitter: „Pedro sollte sich dafür schämen, harmlos mit Arbeloa zusammenzustoßen und dann wie der sterbende Schwan hinzufallen. Diese Schwalbe soll wohl ein Witz sein, wie peinlich! Wenn er das morgen sieht, wird er sich wohl fragen: 'Hab ich das echt getan?' Also so etwas, Rugbyspieler müssen ja schon langsam über Fußballer lachen.“ Fünf Minuten zuvor probierte Sergio Busquets Ähnliches, als er im Zweikampf mit Marcelo den Kürzeren zog und der Brasilianer fair seinen Körper einsetzte. Resultat: Nach einer Berührung an der Brust ließ sich der defensive Mittelfeldspieler fallen und griff sich ins Gesicht, so wie letztes Jahr schon, als Inter-Spieler Thiago Motta im Camp Nou wegen eben dieser Theatralik des Spaniers rot sah. Wird in La Masia, der Jugendakademie der Katalanen, etwa auch das Fach Schauspiel unterrichtet? Man könnte ewig so weiterreden. Man könnte sich als Madridista ewig fragen, warum beispielsweise Victor Valdes seit jeher immer wieder aus dem Tor herauskommen darf, um mitzuprotestieren, was ebenfalls laut dem Gesetzbuch regelwidrig ist und mit einer gelben Karte bestraft werden müsste.
Kann die UEFA da nichts machen, Herr Platini? Kann die UEFA da nicht handeln? Heutzutage wird ja schon bei kleinsten Fehlentscheidungen in der Bezirksliga der Teufel an die Wand gemalt, doch hier ist die Rede von einem Halbfinale der Champions League, dem bedeutensten Klubwettbewerb überhaupt. Nachdem Barcelona erneut kein probates Mittel fand, die weiße Wand zu durchbrechen, musste es eben gegen jegliche Art von Fair Play gehen. „Por que?“, würde José Mourinho jetzt fragen. Warum pfeift Wolfgang Stark? Warum pfeift der, der von den Bundesligaprofis letztes Jahr zum schlechtesten Schiri Deutschlands gewählt wurde? Millionen Zuschauer haben es gesehen vor den Fernsehern, manche wollen es nicht einräumen, aber klar ist: Was Barcelona da macht, ist unsportlich!
Zum Nachlesen:
Ronaldo und Co. verstehen die Welt nicht mehr
Gerade deshalb zieht Real Madrid jetzt auch andere Saiten auf und macht das, was es noch nie in der Geschichte des Klubs getan hat: Einen anderen Verein offiziell anzuzeigen. Nachdem der Vereinssprecher Barças, Antoni Freixa, Donnerstagabend um 19 Uhr vor die Presse trat und bestätigte, dass der Klub die Blancos bei der UEFA anzeige, schlugen die Hauptstädter prompt zurück.Wie die AS berichtet, sei das unsportliche Verhalten der Katalanen, vor allem das der Herren Alves, Busquets und Pedro der Auslöser für die Klage. Immerhin hat Ersterer ja bei der spielentscheidenden Szene simuliert, stand nach zwei Minuten wieder auf dem Feld und brauchte nicht einmal eine Behandlung! Barcelona begründete seine Anklage folgendermaßen: „Wir haben entschieden Mourinho vor dem Disziplinarverfahren der UEFA anzuklagen, er hat gegen Artikel 5, die guten Sitten im Sport, verstoßen. Es ist inakzeptabel, dass jemand unsere Titel anzweifelt, er hat das Limit überschritten. Wir vertrauen in die Organe der UEFA, sie werden ein Urteil fällen." Ganz ehrlich FC Barcelona, oder besser gesagt FC Hollywood? Ihr habt schon lange das Limit in Sachen Fair-Play und Sportlichkeit überschritten...
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