Kein Tag vergeht ohne eine Meldung zum brasilianischen Überflieger Neymar und seinem möglichen Transfer zu Real Madrid. Ging während der vergangenen Tage die Nachricht um die Welt, der 19-Jährige werde ab dem 20. Dezember beim spanischen Rekordmeister anheuern, sorgte eine Aussage des Dribbelstars für große Empörung im Fanlager der Königlichen. Nicht sein angeblich künftiger Klub, sondern Erzrivale Barcelona sei die derzeit beste Mannschaft überhaupt. Gegenüber der MARCA versicherte er heute, dass diese Worte nicht zu wichtig genommen werden dürfen. Wiederum stellte er allerdings klar, dass seine Zukunft völlig offen sei. Eine Einigung mit Real Madrid dementierte indes auch Neymars Berater, Wagner Ribeiro...
Neymar hält sich weiterhin bedeckt - Foto: Amarhgil @ wikimedia
STUTTGART. So ist er eben, der Journalismus. Eine Meldung, die rein gar nichts mit der Wahrheit zu tun hat, wird verbreitet und der normale Leser glaubt daran. Typisch für das Sommerloch und nicht das erste Mal, dass die Sportzeitung MARCA eine Story aus dem Nichts erfunden hat. Aber die Auflage muss schließlich auch in dieser „fußballarmen“ Zeit stimmen...
„Einigung: Neymar am 20. Dezember offiziell Madrilene“, titelte das Blatt aus der spanischen Hauptstadt am Sonntag. Hätte ja klappen können! Einen Tag später trauten aber viele Real-Fans ihren Augen nicht, als sie die Zeitung aufschlugen. Neymar wieder im Mittelpunkt, diesmal mit dem Zitat: „Barcelona ist die beste Mannschaft der Welt!“ Tatsächlich kamen diese Worte während einem Interview gegenüber FIFA.com aus dem Munde des kommenden Weltstars. Sagt so etwas ein künftiger Blanco? Verärgert waren viele Madridistas darüber, nicht zuletzt staute sich die Empörung wegen des wochenlangen Theaters um den erst 19-jährigen Knaben auf, der in Spaniens Sportmedien das Thema des Sommers ist. Täglich liest man Neues, doch von etwas Handfestem keine Spur!
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Neymar schwärmt von Barcelona
Aktuell befindet sich Neymar Da Silva Santos Junior in Deutschland. Mit der brasilianischen Seleção bestreitet er heute Abend ein Freundschaftsspiel gegen die DFB-Truppe von Jogi Löw (Anm. d. Red.: Mesut Özil und Sami Khedira sind nicht dabei) in Stuttgart. Die MARCA besuchte ihn dort und sprach ihn natürlich auf seine Aussage in jenem Interview an. „Ich wollte damit nie den Anschein erwecken lassen, Real Madrid und Anhänger des Klubs zu verärgern“, erklärte der flinke Dribbelstar mit großem Respekt. Erstmals äußerte sich Neymar auch konkret zu einem potenziellen Transfer zu Real, gab jedoch zu verstehen, dass - entgegen aller Meldungen der letzten Tage - keine Einigung existiere: „Real Madrid ist zweifellos einer der größten Klubs und José Mourinho hat eine Mannschaft geschaffen, die alles gewinnen kann. Aber jetzt denke ich weder an Real Madrid, noch an Barcelona oder irgendeinen anderen Klub. Bezüglich meiner Zukunft werden wir sehen, was passiert. Ich bin mir jedoch sehr sicher, die Klub-WM zu spielen. Viel wird darüber geredet, aber mehr möchte ich auch gar nicht sagen, dass müsst ihr verstehen, denn ich bin wegen einem Länderspiel hier in Deutschland!“
Hintergrund:
Klare Ansage von Santos: Neymar bleibt!
Mehr will und darf der Youngster möglicherweise gar nicht sagen. Keine wirkliche Bewegung in der Never-Ending-Story um den Hoffnungsträger des FC Santos. Passend dazu meldete sich Wagner Ribeiro, der Berater des Jungspunds, erneut zu Wort und sagte das, was er kürzlich schon einmal versicherte: Neymar und Real Madrid haben keine Einigung erzielt, erst recht nicht für den Winter, da solche Transfers für diesen Zeitraum schwer zu realisieren seien! „Was diese Woche in Spanien geschrieben wurde, sind reine Spekulationen, die mit der Wahrheit nichts zu tun haben. Ich habe dem Präsidenten von Santos mein Wort gegeben, dass Neymar bei der Klub-WM dabei ist und ein derartiger Transfer im Winter ist wegen vielen Dingen nicht zu realisieren. Für 2012 ist jedoch alles offen und möglich“, so Ribeiro gegenüber „Folha de Sao Paulo“. Eins ist sicher: Das letzte Wort im „Caso Neymar“ ist noch lange nicht gesprochen, Fortsetzung folgt...
Fotohinweis:
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