Sie stammen aus dem gleichen Land, kommen aus der Jugend des gleichen Vereins und sind gleichzeitig zwei nahezu identische Spielertypen - Neymar und Robinho. Letzter ist seinem jüngeren Landsmann jedoch bereits einige Schritte voraus, die er nun aber offenbar bereut. In einem Interview mit dem brasilianischen Blatt ,Folha de Sao Paulo‘ bewertete „Robi“ nochmals seinen fragwürdigen Abschied aus der spanischen Hauptstadt und äußerte sich gleichzeitig zum möglichen Transfer von Neymar zu Real Madrid.
Um ihn wird derzeit mit Abstand am meisten in Spanien diskutiert. Neymar soll mit seinen 19 Jahren für Sage und Schreibe 45 Millionen Euro vom FC Santos an die Concha Espina wechseln. Jedoch gibt es aktuell scheinbar gleich fünf Interessenten, die bereit sind, diese Summe auf den Tisch zu legen. Immer wieder äußern sich diverse Experten und die, die es gerne wären, zu der Debatte - klare Ansagen bleiben aber Fehlanzeige. Vorgestern kam dann aber endlich die erste offizielle Stellungnahme vom Spieler selbst. „Ich will meinen Vertrag beim FC Santos erfüllen. Mein Traum wäre es, im Finale der Club-WM gegen den FC Barcelona anzutreten“, so der „Korb“ des Superdribblers für Real Madrid.
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Neymar will jetzt doch bei Santos bleiben
Zusätzlich schwärmte er viel mehr für den Erzrivalen aus Barcelona, wodurch er es sich schon im Vorfeld mit einigen Fans seines potenziellen Arbeitgebers verscherzt hat. Ähnlich gestaltete sich die Situation auch bei Robinho, als er 2008 die Blancos mit dem Ziel verließ, bei Manchester City der „beste Spieler der Welt“ zu werden - was übrigens nie in Erfüllung ging. Dass „Robi“ bei weitem kein einfacher und vorallem erfahrener Charakter war und ist, wusste man schon vor seiner Verpflichtung im Jahre 2005. Doch das unsittliche Verhalten, dass er bei seinem Abschied an den Tag legte, verärgerte alle Madrilenen. Er ging nicht nur aus sportlichen Gründen, sondern verlangte auch mehr Geld. Zudem sprach er anschließend alles andere als gut von den Spaniern. „Ich bereue nur zwei Schritte während meiner Karriere und das war die Art und Weise, wie ich Santos und Real Madrid verlassen habe", gab sich ein reumütiger Robinho während des Interviews mit der brasilianischen Tageszeitung. „Ich bereue nicht meinen Abschied, sondern nur mein Verhalten. Das ist jetzt aber alles Vergangenheit und ich wurde dadurch erfahrener", fügte er dem hinzu.
Natürlich erkennt man die Parallelen zwischen Robinho und Neymar sofort, kann jedoch nie direkt vom einen auf den anderen Spieler schließen. Trotzdem bewertet der „Ex-Blanco“ die Zukunft des Youngsters, mit dem er übrigens in der brasilianischen Nationalmannschaft zusammen kickt. „Ich bin 27 Jahre alt und er ist erst 19. Er muss sowohl auf, als auch neben dem Platz, noch einiges dazu lernen. Der Fußball in Europa ist ein ganz anderer, als in Brasilien. Ich weiß nicht, ob es für ihn besser wäre, wenn er jetzt oder später wechselt", beurteilte die ehemalige Nummer 10 der Königlichen zum Schluss die Diskussion um den heißbegehrten Santos-Star.
Schlussendlich sieht es nach dem gestrigen Statement von Neymar ohnehin danach aus, als müsse man sich noch mindestens ein Jahr gedulden, bis man ihn auf europäischer Bühne zu Gesicht bekommt. Ob er sich dann letztendlich wirklich für Real Madrid entscheidet, bleibt indes abzuwarten. In diesem Sommer werden sich die Spekulationen um den Transfer aber sicher noch einige Zeit halten...
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