Der „Caso Neymar“ nimmt kein Ende. José Mourinho will bis zum 31. August einen Stürmer verpflichten, doch Neymar stellt Bedingungen, die mittlerweile Ablehnung bei der Anhängerschaft der Blancos hervorrufen. Unterdessen formiert sich das Neymar-Lager und beharrt auf einen Verbleib bis zum Sommer 2012. Ob und wie lange sich der spanische Rekordmeister das noch gefallen lässt?
Weiß er überhaupt, was er will? Neymar - Foto: jikatu @ flickr
SÃO PAULO/MADRID. Sponsoren, Verantwortliche und die Fans von FC Santos versuchen alles, um das brasilianische Wunderkind zu halten. Seit dem peinlichen Ausscheiden der Seleção wird in Brasilien alles gegeben, damit der Schritt für Neymar nach Europa erschwert wird und auf die lange Bank geschoben werden kann. Bis zuletzt torpedierte Barça-Präsident Sandro Rosell die Verhandlungen zwischen dem FC Santos und den Königlichen, doch nach dem gestern offiziell vermeldeten Transfer von Alexis Sanchez scheinen sich die Katalanen zumindest für diesen Sommer aus dem „Neymar-Rennen“ verabschiedet zu haben. Der FC Santos ist dennoch liquide und versucht, den 19-jährigen Brasilianer zu halten. Er soll unbedingt bis zum Ende des Jahres bleiben und die Klub-WM bestreiten. „Er ist unser Star und wir brauchen ihn.“
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Wagner Ribeiro, der Agent Neymars, hat zwar dazu beigetragen, dass die Tendenz deutlich in Richtung Madrid und nicht nach Barcelona oder London geht, doch nun sieht es wieder ganz anders aus. War zunächst der Wunsch des Spielers geäußert worden, er wolle noch die Klub-WM im Dezember mit seinem Verein bestreiten und danach wechseln, gibt es jetzt offenbar neue Bedingungen. Ribeiro meldete sich gegenüber der Zeitung „Folha de São Paulo“ zu Wort und erklärte, dass Neymar erst nächsten Sommer wechseln wolle - nicht nur wegen der Klub-WM, sondern nun auch noch wegen des hundertjährigen Jubiläums des FC Santos am 14. April 2012. „Neymar will noch ein Jahr länger bei Santos bleiben“, so Ribeiro.
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Statt alles daran zu setzen, den Sprung nach Europa und zum größten Verein der Welt zu wagen, werden Bedingungen aufgestellt, die der Anhängerschaft der Madrilenen gar nicht schmecken. Selbst Fußball-Ikonen wie David Beckham oder Zinédine Zidane bekannten, für diesen Verein alles stehen und liegen gelassen zu haben und nun setzt ein junger Brasilianer dem größten Verein der Welt die Pistole auf die Brust? Man fragt sich, welches Spiel der junge Angreifer spielt. Madrid braucht sofort einen neuen Stürmer, nicht nach der Klub-WM und schon gar nicht erst zur nächsten Saison. Konsequenz: kommt Neymar nicht bald von seinem Pfad der divenhaften Sinneswandel ab und gibt sein OK für einen Wechsel, dann wird eine Alternative verpflichtet. „Ich arbeite intensiv daran, dass Neymar ein Jahr länger beim FC Santos bleibt. Das ist sein Wunsch. Er will im Dezember die Klub-WM spielen und am 14. April 2012 am hundertjährigen Jubiläum des FC Santos dabei sein. Wir werden daran arbeiten, um alle zufriedenzustellen. Für Neymar, damit er ein Jahr länger bleibt und für Madrid, damit sie ihn danach bekommen“, sagte Wagner Ribeiro.
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