18.02.2012, 23:29
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„Es tut uns wahnsinnig gut, dass Di María wieder zurück ist“

Kein Glanz in der Hütte, aber dafür drei Punkte mehr auf dem Konto – José Mourinho konnte nach der Partie recht relaxed die vorherigen 90 Minuten analysieren, reichte es doch zu einem locker, lässigen 4:0-Erfolg. Während ein besseres Auslaufen gegen Racing reichte, spannte sich jedoch sein Nacken-Muskel mächtig an, als er auf die kommende Aufgabe angesprochen wurde.

„Es tut uns wahnsinnig gut, dass Di María wieder zurück ist“

War zufrieden mit dem heutigen Auftritt seiner Truppe - Foto: Elisa Estrada, Realmadrid.com

„Heute mussten wir nicht viel arbeiten, so ein Sieg gefällt mir“

MADRID. Es gab in dieser Woche sicherlich Trainingseinheiten, die anstrengender waren, als dieses Spiel in der Primera División. Doch gab es für dieses Hütchenspiel drei Punkte und so trug Mourinho ohne große Regung eine weitere Randnotiz in seinem Büchlein: Nächster Sieg im Sack, check! „Mir hat das Ergebnis gefallen, es sind drei Punkte mehr und ein Spiel weniger zu absolvieren. Wir haben ohne großes Spektakel, ohne großen Kräfteverschleiß, selbst ohne viel arbeiten gewonnen. Sowas nenne ich mal positiv, dazu noch vier Tore, was will man mehr.“

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Anders wird es jedoch am kommenden Dienstag zur Sache gehen, wenn die Hymne der Champions League ertönt und dick eingepackte Merengues auf Kunstrasen gegen die Russen aus Moskau und die sibirische Kälte ankämpfen. Zur besseren Vorbereitung reist man direkt am Sonntag in die russische Hauptstadt. „Wir müssen jetzt natürlich auf die Champions League schauen. Wir haben zwei Tage Zeit, um uns zu erholen. Wir sind sehr motiviert, endlich wieder in der Königsklasse zu spielen und glücklich darüber. Ich denke, dass diese Freude Wunder bewirkt und wir daher sehr gut bei der Sache sein werden. Dennoch wird es eine ganz schwere Angelegenheit gegen Moskau werden.“

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„Darf ich sagen, dass ihr einen furchtbaren Job macht?“

Wieder mit von der Partie wird dann auch Gonzalo Higuaín sein, der unter der Woche kürzer trat und heute genau null Minuten Einsatzzeit bekam. Mourinho erklärte: „Weil er ein echter Profi ist und sich für den Ernstfall bereitstellte, saß er auf der Bank, ansonsten hätte ich ihn nicht gebracht. Er hat die ganze Woche nicht trainieren können, nur gestern ein wenig.  Er ist ein wichtiger Spieler und ich wollte rein gar nichts riskieren.“

Richtig ins Schwärmen kam der Portugiese, als er auf das gelungene Comeback von Ángel Di María angesprochen wurde. Der Argentinier, der heute nach zweimonatiger Verletzungspause zurückkam und nicht nur ein wunderschönes Schnibbel-Tor erzielte, sondern auch seinen 50. Einsatz für die Blancos feiern konnte, brachte frischen Schwung a la Ángelito. „So ein Spielertyp, mit diesen Fähigkeiten hat uns wirklich gefehlt. Sowohl in der Offensive, als auch bei der Ballrückgewinnung hat er seine Stärken und wir sind sehr froh, dass er wieder dabei ist. Er tut unserem Spiel wahnsinnig gut“, so der Chefcoach, der sich auch erfreut über einen Deutschen zeigte, der langsam aber sicher wieder in die Spur findet:  „Auch Khedira ist ein wichtiger Spieler und eine gute Option für mich, gerade jetzt, wenn wir wieder alle drei Tage im Einsatz sind.“

Was darf auf einer Mourinho-Pressekonferenz nicht fehlen? Genau, ein kleiner Seitenhieb in Richtung Medien, die heute ihren eigenen Dilettantismus groß in die Zeitung druckten, Respekt! Die AS wollte dem Starcoach aus der Nichtberücksichtigung von Castilla-Spieler Carvajal einen Strick drehen. Schlampig recherchiert, war er doch gesperrt. „Wenn wir Trainer keinen guten Job abliefern, dann seid ihr die ersten, die kritisieren. Wenn ihr jedoch euren Job nicht auf die Reihe bekommt, dann haben wir dasselbe Recht. Heute habe ich gelesen, dass ich einen Castilla-Spieler nicht berücksichtige und daher Sergio Ramos als rechten Verteidiger aufstelle. Wenn ein Journalist also einen Spieler fordert, der gesperrt ist und gar nicht spielen kann, dann darf ich das doch wohl einen desaströsen, furchtbaren Job nennen, oder?“

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geschrieben von Tobias A. Hellmann

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