Bis 20 Meter vor dem Tor läuft alles rund, doch es hapert noch beim Abschluss – so ungefähr lässt sich die Operación Salida in diesem Sommer beschreiben. Erst war es Lass Diarra der laut englischen Medienberichten kurz vor einem Wechsel zu Manchester United stand – dann war es Pedro León bei dessen Deal mit Getafe eigentlich nur noch die Unterschrift fehlte, schließlich blieb noch Fernando Gago, der mit seiner Rückkehr zu den Boca Juniors seinen perfekten Platz gefunden hatte – hätte, wie man jetzt weiß. Der Wechsel nach Argentinien hat sich zerschlagen, doch warum?
Es schmerzt - Gagos Rückkehr ist vom Tisch - Foto: Elisa Estrada, Realmadrid.com
MADRID. Endlich wieder lachen, endlich wieder Fußballspielen, endlich wieder als vollwertiger Profi fühlen – so die Vorgabe des Argentiniers für die kommenden Spielzeiten. In Madrid wurde ihm bereits vor Wochen klar gemacht, dass er keine Zukunft bei den Blancos hat, die Copa América mit Argentinien nahm ein grausames Ende und als ob die Plage erst nochmals tief Luft holte, verletzte er sich.
Eine Rückkehr zu den Boca Junios wurde vor diesem Hintergrund beschleunigt. Der 26-Jährige war bereit auf einen Großteil seines Gehalts zu verzichten, Hauptsache es gibt den Neustart in La Bombonera, seiner alten Liebe. „Ich hätte es mir vor Tagen nicht vorstellen können, dass er auf viel Geld verzichten würde, um wieder für Boca zu spielen, aber es ist so. Wir müssen jetzt mit Real Madrid verhandeln und schnell eine Lösung finden,“ so die letzte Auskunft Marcelo Lombillas, seines Beraters. In Buenos Aires schien man dem Transfer ebenso entgegenzufiebern. Vize Präsident José Beraldi war euphorisch, ein Wechsel somit nur noch eine Frage der Zeit.
Zum Nachlesen:
„Ja, wir wollen Gago – es hängt jetzt nur noch an Madrid“
Doch die Uhr tickte, Boca hätte Gago für die Apertura bis zum 12. August verpflichten und melden müssen, die Frist verstrich, der Traum geplatzt. Erstmals äußert sich nun der Spieler und zeigte sich tief enttäuscht, ein erneuter Rückschlag. „Ich hatte wirklich den Traum wieder zu Boca zurückzukehren, wieder für sie zu spielen. Ich habe alles getan was in meiner Macht steht. Ich habe mit Madrid gesprochen, auf dass sie den Preis senken und ich habe auf einen Großteil meines Gehalts verzichtet. Boca zeigte jedoch keinen großen Willen mich zu verpflichten und ich habe nicht gemerkt, dass es ihnen ernst ist. Sie hätten einfach mehr dafür tun müssen, mich zu verpflichten, ich bin enttäuscht,“ so Gago, der versicherte, dass er alles versuchen wird um im nächsten Jahr nicht von der Tribüne aus aufs Spielfeld zu blicken. „Wir haben noch 18 Tage Zeit, um eine Lösung außerhalb Madrids zu finden und wir werden uns anstrengen, dass wir eine finden.“
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