José Mourinho bastelt am großen Coup: Meisterschaft, Champions League und Copa del Rey sollen in der zweiten Saison unter dem Portugiesen nach Madrid geholt werden. Dabei ist dem 49-Jährigen jedes Mittel zum Erfolg Recht, so auch die Ernennung eines neuen Spielführers. Grund: „Noch-Bindenträger“ Iker Casillas hat als Torwart zu wenig Einfluss auf den Schiedsrichter.
Verliert Casillas jetzt die Binde an Ramos? Foto: americanistadechiapas
Señor Mourinho bricht nicht nur Rekorde, Señor Mourinho bricht auch mit jeglicher Tradition. Innerhalb eines Jahres hat „the Special One“ den königlichen Klub aus Madrid revolutioniert. Keine „galaktischen“ Transfers mehr, kein Generaldirektor mehr, der ihm ins Wort fällt und über seinen Kopf hinweg entscheidet. Kurz gesagt: „Mou“ hat alles im Griff! So steht laut Informationen der Sportzeitung MARCA eine neue Änderung bei den Blancos bevor: Iker Casillas soll als Kapitän abgelöst werden, da der 49-jährige Coach lieber einen Feldspieler als Spielführer haben möchte. Ein klarer Traditionsbruch, ist es bei Real Madrid doch schon seit Jahrzehnten immer so gewesen, dass derjenige Akteur, der am längsten beim Klub spielt, die Binde tragen darf. Das war nach den 2010 abgewanderten Oldies Raúl und Guti eben der Torhüter aus Mostoles.
Doch Mourinho will einen Feldspieler als Chef auf dem Platz. Das war beim FC Chelsea schon so, als John Terry der Kapitän und Abwehrchef wurde. Bei Inter Mailand trug Defensivallrounder Javier Zanetti die Binde. So ähnlich soll es jetzt auch bei Real Madrid sein, die Kandidaten für diesen Job heißen gemäß dem Sportblatt Sergio Ramos und Xabi Alonso. Mourinho habe vor, in den nächsten Tagen das Gespräch mit Casillas zu suchen und ihm die Umstände zu erklären. Hauptgrund des Bindenwechsels sei der Einfluss auf den Unparteiischen, da dieser sowieso und wenn überhaupt nur mit dem Kapitän diskutiert. Casillas hat als Torwart selten den unmittelbaren Kontakt zum Referee.
Eine richtige Entscheidung?
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Wie die MARCA weiter schreibt, soll der 30-jährige Keeper trotzdem noch die absolute Autorität in der Kabine genießen. Sein Wort werde weiterhin Gewicht haben, er sei weiterhin der erste Repräsentant der Merengues. Der Trainer aus Portugal weiß, welche Debatten und Diskussionen diese erneute „Revolution“ in der Presse und auch im Verein auslösen kann, genauso wenig möchte er Streit mit Casillas, zu dem er eine gute Beziehung pflegt. Das, was Mourinho allerdings möchte, ist Erfolg - und dafür tut der Coach alles...
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