02.07.2011, 10:03
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Interviews

„Gegen Weltstars hast du als Canterano einfach keine Chance“

Der ehemalige Madridista Borja Valero, mittlerweile bei Ligakonkurrent FC Villarreal, ist einer von vielen ‚Canteranos’, die es bei Real Madrid nicht schafften, sich ins Rampenlicht zu spielen und somit keinen Platz in der ersten Mannschaft fanden. Valero erzählte den Zuschauern der spanischen Fernsehsendung „Punto Pelota“, wie schwierig es für ihn als Real-Eigengewächs bei den ‚Königlichen’ tatsächlich war…

Zeit der Raúls und Gutis vorbei - auch, wenn es sie noch gibt

Borja Valero zog von 1997 bis 2007 die Fäden im Mittelfeld in den Jugendmannschaften und der „Castilla“ von Real Madrid. Nun berichtete der gebürtige Madrilene der spanischen Fußballgemeinde in „Punto Pelota“, wie er bei den ‚Galaktischen’ versuchte, Fuß zu fassen - vergeblich, er schaffte es nicht, sich in die erste Mannschaft zu spielen. „Ich kann mich noch erinnern, mit 21 gab ich mein Debüt in der Copa del Rey und in der Champions League. In beiden Wettbewerben erhielt ich ein paar Spielminuten. Diese Minuten blieben die einzigen für mich im Profiteam, leider. Ich begriff schnell, dass ich keine großen Chancen in Madrid haben werde. Daher wollte ich wechseln und mich bei einer anderen Mannschaft in der Primera Divison etablieren. Ich verließ mein geliebtes Real, es machte einfach keinen Sinn mehr.“

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Der mittlerweile 26-Jährige wechselte zu RCD Mallorca, ehe er nach einem Jahr den Schritt auf die Insel zu West Bromwich Albion wagte. 2009 landete Valero von England wieder auf Mallorca, er wurde verliehen. Seit 2009 spielt der Mittelfeldspieler im ‚El Madrigal’ in Villarreal und hat sich zu einem absoluten Vorzeigestrategen im defensiven Mittelfeld der ‚Submarinos’ entwickelt. Seine guten Leistungen bescherten ihm sogar einen Platz in der spanischen Selección unter Vicente del Bosque.

„Real kümmert sich sehr gut um die Jugend, aber...“

Doch zurück zu den „Canteranos“: Borja Valero ist bei weitem nicht der einizige, der als Eigengewächs den letzten Schritt zum großen Traum ‚Real Madrid’ nicht bewältigen konnte. Die aktuellsten Beispiele: David Mateos, Juan Carlos, Pablo Sarabia, Dani Parejo, Álvaro Negredo... Die Zeit der Raúls und Gutis ist scheinbar vorüber – betrachtet man den Kader und wie die Führung mit den „Canteranos“ plant, in den meisten Fällen nämlich gar nicht.

Zum Thema: Externer LinkAdiós - Mateos und Carlos wechseln auch

„Ich denke, Madrid kümmert sich ausgezeichnet um die Jungen. Das Problem ist einfach, dass bei Real Madrid, dem größten Verein der Welt, auch die besten Spieler der Welt spielen. Das wird den Canteranos zum Verhängnis. Da hat man dann einfach keine Chance. Man muss schon, wenn man Einsätze bekommt, die handelnden Personen doppelt und dreifach beeindrucken. Anders ist es nicht möglich, hier eine große Karriere haben zu können“, so der Akteur von Villarreal in „Punto Pelota“, auch aus eigener Erfahrung, stolz und dankbar.  Dass die ‚Merengues’ eine gute Jugenabteilung haben, ist unbestritten, doch Talente müssen wieder her, die den Durchbruch schaffen. Vielleicht macht die Vertragsverlängerung vom 18-jährigen Álvaro Morata, der gestern bis 2015 verlängerte, in diesem Fall ein wenig Hoffnung…

Zum Nachlesen:  Externer LinkMorata verlängert, Sarabia geht

geschrieben von Filip Knopp

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