21.08.2010, 16:13
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Interviews

Gekommen, um zu bleiben: „Es war die richtige Entscheidung, zu wechseln!“

Im ersten Teil des großen Interviews mit Realmadrid.tv sprach Neuzugang Mesut Özil über seine bisherige Karriere mit Bremen und der DFB-Auswahl, sein Privatleben und den ersten Eindrücken, die er über Madrid sammeln konnte. Der heutige Teil 2 dreht sich um den Sportler Özil, seiner neuen Heimat und den ersten Tagen als Madrilene!

Lobeshymnen an die neue Heimat: „Besser als die Bundesliga!“

Längst gilt die Bundesliga als eine der besten Ligen der Welt. In den letzten zwei Jahren stand ein deutsches Doppel in den UEFA Endspielen: Bayern München in der „Königsklasse“ und Werder Bremen ein Jahr zuvor im damaligen ‚UEFA Cup‘. Zwölf Monate später stand der Hamburger SV im Halbfinale der ‚Europa League‘ – und das zum zweiten Mal in Serie! Weltstars wie Arjen Robben, Raúl oder Bastian Schweinsteiger haben dem Kontinent längst ihren Stempel aufgedrückt und sind momentan ebenfalls bei Bundesliga-Klubs unter Vertrag. Mesut Özil kennt das Fußball-Oberhaus seines Heimatlandes zu gut, hat er doch mit zwei Kultvereinen die imaginäre Vizemeisterschaft gewonnen. Trotz dieser Fakten hält die 21-jährige Neuverpflichtung das Meisterschaftsrennen in seiner neuen Heimat für noch spektakulärer: „Die ‚Primera Division‘ steht für mich über der Bundesliga. Hier spielen die wirklichen Weltstars wie Ronaldo und Kaká. Ich spiele nun gegen die besten Mannschaften Europas und das ehrt mich sehr“, so der Linksfuß. Neuland betritt er aber nicht, denn einige Spiele hat er sich schon im TV angeschaut: „Ich habe schon ein paar Partien gesehen. Die Derbys intressieren mich sehr, vorallem ‚el Clasico‘, das größte Match der Welt. Auch ‚Valencia gegen Real‘ schaue ich mir gerne an, weil solche Partien Großes versprechen“, sagte der Deutsch mit türkischen Wurzeln. Und auch einige Mannschaftskameraden sind ihm bekannt. Neben Sami Khedira konnte er während der Weltmeisterschaft 2010 einige seiner Mitspieler genauer kennenlernen und sogar gegen sie antreten. So passierte es im Halbfinale, beim Aufeinandertreffen der deutschen Nationalmannschaft mit der „Seleccion“: „Das war ein tolles Spiel. Ich muss zugeben, dass Spanien das bessere Team war und sie verdient gewonnen haben. Auch der WM-Titel gehört ihnen zurecht!“

Der Gong ertönt, Ring frei: „Ich werde tun, was nötig ist!“

Dann kam das Hauptthema dieser Fragerunde zum Vorschein: Seinen ersten Stunden als Madridista. Özil selbst beschreibt seinen ersten Tag als sehr sehr positiv und gibt sich überrascht von all dem, was ihn erwartet: „Als der Transfer fix war, bin ich sofort in Düsseldorf in den Flieger gestiegen. Um 11:00 Uhr war ich hier in Madrid! Alles ging so schnell, ich stand unter enormem Zeitdruck, bin aber froh, dass mein erstes Training sofort stattgefunden hat. Alles, was ich bisher sehen durfte, ist wirklich großartig und macht mich noch glücklicher, dass ich die Entscheidung gefällt hab, zu wechseln. Ich habe die richtige Wahl getroffen“, so der Spielmacher. Sein neues Umfeld muss er aber erst noch kennen lernen. Bis auf den zweiten Deutschen im Bunde, Sami Khedira, kennt der Gelsenkirchener niemanden in seinem Team: „Ich hatte kaum Zeit, mit jemandem zu reden. Khedira kannte ich schon von der WM und wir blieben per SMS in Kontakt. Ich hatte aber ein kurzes Gespräch mit Mourinho. Er erzählte mir, was er mit mir vorhat, was für Aufgaben ich habe und wieso er mich unbedingt in seinem Kader wollte. Den Rest des Vereins lernte ich im Verlauf des Tages und vor allem während des Trainings kennen“, so der Offensivallrounder. Trotz der Tatsache, dass „the special One“ viel Potenzial in Özil sieht, ist sein Stammplatz noch lange keine beschlossene Sache! Riesentalent Externer LinkSergio Canales und Externer LinkSteh-auf-Männchen Van der Vaart sind ebenfalls bereit, alles zu geben, um zum Startpersonal des Portugiesen zu gehören. Auf den Außen, auf denen der WM-Shootingstar ebenfalls fungieren könnte, geht es auch heiß zu. Externer LinkÁngel di María und Pedro León liefern sich da ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um die Flügelzange mit dem wohl besten Fußballer der Welt, Cristiano Ronaldo, zu bilden. In seinem Heimatland ist der Ex-Bremer bereits ein gefeierter Weltstar – und auch in der spanischen Hauptstadt will er kämpfen und sich durchbeißen: „Bei Werder hatten wir die gleiche Situation. Der Druck ist groß, du musst jedes Mal beweisen, was du kannst. So geschieht es in jeder Mannschaft! Ich werde alles geben und tun, was nötig ist, um zur Startelf zu gehören“, lautete die Kampfansage an den Rest des Starensembles!

Externer Link"Teil 1" verpasst? - Hier geht es zum ersten Teil des grossen Özil-Interviews!

geschrieben von Thomas Kellermann

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