Er hat in seiner atemberaubenden Karriere jeden Titel mindestens einmal erreicht und bejubeln dürfen – doch nicht Pokale oder Auszeichnungen waren seine größte Errungenschaft, sondern die Herzen eines jeden Fans auf dem Globus, der dem runden Leder verfallen ist. Für Anhänger der Königlichen ist er eine Legende, ein Mythos des Vereins. Jeder, der den Maestro live auf dem Rasen erleben durfte, kann sich als glücklicher Augen- und Zeitzeuge eines Ausnahmezauberers bezeichnen. Bei einer Umfrage der UEFA mit dem Titel „Wer ist der beste Spieler der Champions League der letzten 20 Jahre“ setzten aktuelle Spieler, Journalisten und User von uefa.com Zinédine Zidane nun die Krone auf.
Ein Tor für die Geschichte, Zidanes Meisterwerk - Foto: Realmadrid.com
NYON. Es war eine besondere Eleganz, eine umwerfende Leichtigkeit, welche Zidanes Spiel prägte. Rolland Courbis, sein ehemaliger Trainer in Bordeaux, sagte einmal über „Zizou“, er habe Hände anstelle von Füßen, mit denen er den Ball nicht nur streicheln, sondern greifen kann. Und wie mit Händen vom Himmel geholt, so pflückte er damals in Glasgow den Ball herunter um ihn mit schierer Kunst in die Maschen zu drücken. Zidane und die Champions League, ein Wettbewerb auf Augenhöhe, wie für ihn geschaffen. Niemand wird dieses Tor 2002 im Finale gegen Bayer 04 Leverkusen je vergessen, mit dem er Madrid den neunten Triumpf in der Königsklasse bescherte. Das Meisterwerk des Magiers. Dieser an Perfektion und Präzision nicht zu überbietende Treffer, besitzt auch heute noch die Strahlkraft und Bedeutung, wie damals in der 45. Minute im Hampden Park.
Spieler der heutigen Zeit, ausgewählte Journalisten und User von uefa.com durften abstimmen: „Wer ist der beste Spieler der letzten 20 Jahre in der Champions League?“ Auswählen konnten sie aus 50 Akteuren der Vergangenheit und der Neuzeit, die diesem Wettbewerb auf ebenfalls eindrucksvolle Weise ihren Stempel aufdrücken konnten. Doch keiner der derzeitigen Superstars, sondern der Franzose war es, der sich an die Spitze setzten konnte – auch und wegen seines Final-Treffers. Er verwies Lionel Messi und Abwehrlegende Paolo Maldini auf die Plätze. Danach folgten Xavi Hernández und Raúl noch vor Casillas, Ronaldo, Kaká, Roberto Carlos und Ronaldinho. Cristiano Ronaldo belegte einen überraschenden 30. Rang. Ein weiteres Denkmal für Reals legendäre Nummer 5.
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