Sie wurden als Riesentalente im vergangenen Sommer nach Madrid geholt und dort mit offenen Armen empfangen...um in diesem Jahr die spanische Hauptstadt offenbar postwendend wieder zu verlassen! Sowohl Sergio Canales, als auch Pedro León fanden sich in der Vorsaison meist auf der Ersatzbank oder gar auf der Tribüne wieder, was für keinen Spieler in diesem Alter von Vorteil ist. Scheinbar ist für beide der große Sprung zu Real Madrid zu früh gekommen, weshalb nun der Abschied der beiden in die Wege geleitet wird.
Canales findet sich mit seinem Abschied ab - Foto: Realmadrid.com
MADRID. Mit seinen 20 Jahren ist Sergio Canales wahrlich noch kein alter Hase im Fußballgeschäft. Viel eher ging für ihn im Sommer 2010 der große Traum in Erfüllung, als ihn Mourinho nach Madrid holte. Als größtes Talent Spaniens gefeiert, erwartete man viel vom Mittelfeldmann, der in seinen jungen Jahren bereits zum Star bei Racing Santander avancierte. Schnell wurde dann jedoch klar, dass die Konkurrenz bei den Blancos schlichtweg noch zu groß war und Canales deshalb immer wieder mit dem Platz auf der Ersatzbank oder auf der Tribüne vorlieb nehmen musste. Ein Zustand, der sich nun aber auf jeden Fall ändern muss, was auch der Spieler selbst begriffen hat. Aktuell verweilt er in der Vorbereitung mit der spanischen U-20 Nationalmannschaft, die Ende der Woche zur Weltmeisterschaft nach Kolumbien aufbrechen wird.
Zum Thema:
Canales chancenlos
„Mein Ziel ist es, in der kommenden Saison so viele Minuten, wie nur möglich auf dem Spielfeld zu stehen. Wenn das bei Real Madrid nicht geht, dann eben bei einer anderen Mannschaft“, stellte Canales in einem Interview mit der AS klar. Als gebürtiger Spanier möchte er jedoch unbedingt in seinem Heimatland bleiben. „Ich bevorzuge es, in der spanischen Liga zu bleiben.“ Genau in diesem Vorhaben liegt aber der Knackpunkt, der einen Transfer deutlich erschweren könnte. Ob Aston Villa, die Queens Park Rangers oder Wolfsburg – sie alle sind an einer Ausleihe von Canales interessiert. Der Verein bevorzugt die Optionen im Ausland und möchte nicht mit den Klubs wie Villarreal oder Valencia verhandeln, die Interesse an einem festen und unverbindlichen Kauf zeigen. Zudem will der Spieler einen Leihvertrag mit anschließender Kaufoption für den neuen Arbeitgeber unterschreiben, die Königlichen hingegen beharren auf einer Ausleihe für nur eine Saison mit anschließender Rückkaufoption, wie es seit einiger Zeit in solchen Fällen Gang und Gebe ist.
Völlig konträr gestaltet sich die Lage um Pedro León. Im Gegensatz zu Canales will er Real Madrid nicht verlassen und trotz der Katastrophensaison im Vorjahr weiter unter Mourinho spielen. Die Krux an dieser Geschichte wird jedoch vermutlich das Spielen, denn der Trainer ließ bereits verlauten, dass León keinen Platz im Team habe und er nicht mehr auf ihn zähle. Letztendlich liege die Entscheidung jedoch in den Händen des Spielers. Die sportliche Direktive hat ihm bereits zu verstehen gegeben, dass er sich mit einem Vereinswechsel abfinden müsse.
Zum Nachlesen:
León stellt sich quer
Fraglich scheint derzeit jedoch, wer die beachtliche Summe auf den Tisch legen wird, die Real Madrid fordert. 8 Millionen Euro verlangt man für Pedro León, der vor einem Jahr für stolze 10 Millionen Euro vom Vorstadtclub aus Getafe kam. Zwar ist sein früherer Verein auch jetzt wieder an ihm interessiert, doch scheinen die Formalitäten zu einem echten Problem zu werden. Real Madrid will sein Sorgenkind unbedingt wieder verkaufen und nimmt deshalb sogar einen Verlust von zwei Millionen Euro in Kauf, Getafe jedoch ist lediglich bereit, den Spieler für eine Saison auszuleihen. Festzustehen scheint aktuell nur, dass die Tage des Mittelfeldmanns bei Real Madrid gezählt sind und er sich nun für einen neuen Arbeitgeber entscheiden muss. Ob Getafe, ein anderer Verein oder doch die Tribüne des Bernabéus, das liegt in den Händen von Pedro León...
Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Glücklich, gelöst und vor allem Stolz auf das Erreichte präsentierte sich Cheftrainer José Mourinho...
Fans, Kameras und Bodyguards folgen Cristiano Ronaldo auf Schritt und Tritt. Superstars wie der aus...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Karim Benzema hat dank seiner zwei Treffer gegen San Sebastian Geschichte geschrieben: Der...
Real-Präsident Florentino Pérez legt noch einen drauf! Nach der Präsentation des neuen Bernabéu...
Leserkommentare