Es wird vermutlich über keinen Spieler im Weltfußball dieser Tage mehr debattiert und spekuliert, als über Neymar. Der Gewinner der Copa Libertadores will nun mit Brasilien auch nach der Copa América greifen und konzentriert sich derzeit, abgeschottet in Argentinien, auf das Turnier. Maulkorb beim Spieler, doch die Rahmenbedingungen für einen Wechsel legen sowieso ganz andere. Santos-Präsident Luis Álvaro de Oliveira Ribeiro zum Beispiel, der sich heute vor die Presse stellte und vollmundig von „grandiosen Offerten“ sprach - anscheinend kommt nun Bewegung in den Fall und Madrid ist mittendrin…
Es ist ein Gezerre, der berüchtigte Kampf mit Haken und Ösen ist längst in Gange. Laut Präsident Oliveira Ribeiro, sei die Phase der Spekulation überwunden, konkrete Angebote liegen auf dem Tisch! Ob er hier jedoch pokert, dass weiß er wohl nur selbst. „Die Vereine haben sich ethisch korrekt benommen und haben zuerst uns kontaktiert und nicht den Spieler. Es liegen mir fünf Angebote vor und jeder Verein ist bereit die 45 Mio. Euro Klausel zu bezahlen. Ich habe nun die Vereine darum gebeten mit dem Spieler direkt zu verhandeln, denn wenn die Klausel bezahlt ist, liegt die Entscheidung nur noch in den Händen des Spielers“, so der 69-Jährige. In den Händen des Spielers? Das wäre für die Königlichen bekanntlich kein Nachteil, wollte er es doch seinem Idol Robinho gleichtun und einmal bei Real Madrid spielen…
Hintergrund:
Mit 16 Jahren wollte Neymar schon unbedingt zu Real
Die Hoffnung, dass sein Star dennoch in Brasilien bleibt, hat Ribeiro trotz alledem noch nicht aufgegeben – warum auch, schließlich fühle sich der Spieler beim FC Santos wohl. „Natürlich werden die Vereine ihn jetzt davon überzeugen wollen, dass er Brasilien verlässt, aber ich habe die Hoffnung, dass er alle Angebote ablehnen wird. Es ist kein gutes Geschäft für ihn, sein Land jetzt zu verlassen. Die Weltmeisterschaft 2014 ist in Brasilien. Wenn er jetzt bleibt, die Klub-WM, die Olympischen Spiele und die WM gewinnt, dann sieht man ihn als Idol, er wird ein Nationalheld. Er kann dann nach Europa gehen, dann jedoch mit einer großen Reputation. Das Geld sollte keine Rolle spielen, er verdient hier sehr gut. Dazu wohnt er mit seiner Familie zusammen, hat seine Freunde nah bei sich, lebt in einer Stadt, die er anhimmelt und spielt bei einem Verein, der ihm steht. Er hat keine Gründe jetzt den Verein zu verlassen, also glaube ich, dass er bleibt.“
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Dass das
finanzstarke Real Madrid, der FC Chelsea und Manchester City unter den besagten fünf europäischen Top-Klubs sind, ist laut brasilianischen Medienberichten sonnenklar. Doch ob eine Bindung Neymar-Real Madrid funktionieren würde? Der aktuelle Trainer des 19-jährigen Fliegengewichts, Muricy Ramalho, glaubt, dass er ausgerechnet beim FC Barcelona besser aufgehoben wäre. Die Erklärung lieferte er gleich portofrei hinterher: „Ich denke, dass er im System von Mourinho in Madrid einfach nicht die Freiheiten hat, die er für sein Spiel braucht. Schaut euch doch nur an was aus Kaká geworden ist. Mourinho legt viel Wert auf die Taktik und weniger auf Kreativität. Er könnte ihn mir viel besser beim FC Barcelona vorstellen, das Team würde zu ihm passen. Sich allein Neymar und Messi in einem Team vorzustellen ist schon grandios.“
Dazu:
Kaká muss offenbar doch gehen - wegen Neymar
Währen die Fußballprominenz in Brasilien felsenfest davon überzeugt ist, mit Neymar den nächsten Weltfußballer zu stellen, prescht ausgerechnet Ex-Madrilene Bernd Schuster vor und sieht eine Investition von Pérez und Co. in den Dribbler als zu riskant an. Er würde lieber die sichere Variante wählen und die heißt -
wie er vor acht Tagen bereits erklärte - noch immer Kun Agüero: „Eine Verpflichtung von solchen Spielern ist immer eine schwierige Angelegenheit, aber ich denke, dass ein Wechsel von Agüero im Bereich des Möglichen liegt. Neymar ist noch sehr jung, auch wenn er natürlich talentiert ist, würde er seine Anpassungsprobleme haben. Ich würde Kun verpflichten, er hat in Spanien bewiesen, welches Niveau er hat - das ist weniger riskant als einen Neymar aus Brasilien zu holen“, so der Augsburger klar und deutlich.
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