Der Clásico und seine Nachwehen. Jedes Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ist mit Brisanz und unvergesslichen Szenen gespickt, doch das Aufeinandertreffen am letzten Mittwoch wird weitaus länger in den Köpfen bleiben. Die hässlichen Szenen zum Schluss werden in Spanien noch immer heiß diskutiert und Mourinhos „Ohrenzieher“ gegen Barças Co-Trainer stößt auf große Kritik. Doch was sagt „the Special One“ eigentlich zu seiner Tat?
Mourinho wehrt jede Kritik von sich ab - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com
MADRID. „Mourinho bereut“, titelte die spanische Sportzeitung MARCA am gestrigen Samstag. Die Tätlichkeit gegen Tito Vilanova, den Co-Trainer des FC Barcelonas, ist natürlich das derzeit so hochgekochte Thema der Medien und Kritiker. Als „Rüpel“ oder „Last für den Fußball“ beschimpfte man den Coach der Blancos. Insbesondere seitens des FC Barcelonas, ob Gerard Pique oder Carles Villarrubi, wurde in den letzten Tagen mächtig Dampf gegen Mourinho gemacht.
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Alle gegen José Mourinho
Zu allem Überfluss meldete sich nun noch einer zu Wort, mit dem der 48-Jährige bei Real Madrid so gar nicht zurecht kam. Ex-Generaldirektor Jorge Valdano, der von Mourinho sozusagen „entmachtet“ wurde, fand große Kritik im chilenischen Radio ADN Esportes gegen seinen alten Kollegen: „Ich denke, dass niemand stolz damit ist. Sowohl Real Madrid und José Mourinho werden diese hässlichen Szenen zum Schluss, ausgelöst durch ein unnötiges Foul, bereuen. Das passt nicht zu der Ehre des Klubs und des Trainers, das passt nicht zu Real Madrid. Der Trainer kam zu einem Klub mit 109 Jahren stolzer Geschichte, ein Klub mit solidem System und einer Kultur. Was nun passiert, ist eine unschön große Spannung zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, die es noch nie gegeben hat. Jeder fühlt sich unter Druck gesetzt und dann passieren solche Dinge wie am Mittwoch...“
Ob es so ist? Ob Mourinho wirklich sein Vergehen bereut? Bislang war es immer so, dass der Trainer sich im Recht sah und Gründe nannte - ob für die einen berechtigt, oder für die anderen lächerlich. „Das war des Guten zu viel“, kommentierte die MARCA. „Nach einem Ruhetag wusste Mourinho, dass das alles andere als geschickt war. Er bereut seine Aktion und ist sich bewusst, wie sehr das seinem Image und dem Real Madrids schädigt.“
Es scheint so, als wüsste die Sportzeitung mehr, als Mourinho selbst. Dieser gab nämlich prompt seinem persönlichen Sprecher, Eladio Paramés, das Wort. Ausgerechnet zum Konkurrenzblatt AS schickte der Portugiese ihn mit folgender Message: „Mourinho muss nichts bereuen, was gar nicht von ihm ausging. Er braucht sich überhaupt keine Sorgen machen, denn provoziert wurde er vorher mehrfach. Es ist logisch, dass die TV-Bilder nur ihn und sein Vorgehen zeigen. Für eine Auseinandersetzung sind immer zwei Parteien verantwortlich. Er verteidigte damit sich und die Interessen von Real Madrid.“ Paramés erklärte, dass Mourinho schon während des Spiels von der Barcelona-Bank den ein oder anderen provokanten Spruch gegen seine Person und seine Mannschaft ertragen musste. Als Beispiel nur einmal diese
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