Eine Saison lang war Mesut Özil unantastbar, doch seit der endgültigen „Wiederauferstehung“ Kakás steht José Mourinho vor einem weiteren Luxus-Problem. Der Brasilianer erlebt momentan seine beste Zeit in der spanischen Hauptstadt und schaffte nun auch wieder den Sprung zurück zur Nationalmannschaft. Dem Trainer der Königlichen bleibt auch aufgrund der überragenden Form von Ángel Di María keine andere Wahl, als den Deutschen auf die Bank zu verbannen. Dauerhaft?
Endlich in Madrid angekommen, Ricardo Kaká - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com
MADRID. José Mourinho hat es seit seinem Antritt letzten Sommer bei Real Madrid nicht nur zum Sieg der Copa del Rey gebracht, auch konnte „the Special One“ zwei schon fast abgeschriebene Superstars zurück zur alter Stärke verhelfen. Die Rede ist von Karim Benzema und Ricardo Kaká, die zusammen 100 Millionen Euro kosteten. Der Franzose glänzt zwar schon länger, doch die „Wiederauferstehung“ des großen Sorgenkindes Kaká sorgt erst recht für große Freude bei den Königlichen. Endlich beginnt der Brasilianer, die für ihn bezahlten 65 Millionen Euro zu rechtfertigen. Nicht nur das Tor gegen Villarreal unterstrich das, denn die Nummer 8 spielt schon seit Saisonbeginn so, wie man das von ihm erwartete. Fast schon so wie damals beim AC Mailand. Übersicht, Schnelligkeit und Torgefahr zeichnen Kaká wieder aus, weshalb Brasiliens Nationaltrainer Mano Menezes den Spielmacher zurück zur Selecão holte. Über ein Jahr spielte der einstige Weltfußballer nicht mehr für sein Land. Damit ist jetzt Schluss, über Twitter brachte „Rici“ gestern seine Freude zum Ausdruck: „Das macht mich so froh, Leute!“ Menezes sagte: „Nach den Leistungen konnte ich nicht anders; er hat es sich redlich verdient, wieder für Brasilien zu spielen.“
Bestelle dir jetzt jedes Trikot deiner Real-Stars!Kaká im Höhenflug! Dabei trudelten bei den Blancos verlockende Angebote im Sommer ein. Klubs wie Paris St. Germain oder Inter Mailand waren bereit, bis zu 40 Millionen Euro für den Akteur auf den Tisch zu legen. Mourinho allerdings suchte das Gespräch mit dem 29-Jährigen und überzeugte ihn von einem Verbleib.
In einem Interview verriet Kaká kürzlich: „Ich habe Mou so viel zu verdanken. Ich will ihm dieses Vertrauen, das er in mich hat, unbedingt zurückzahlen.“ Das scheint dem Mittelfeldspieler derzeit mehr als nur zu gelingen, was den portugiesischen Trainer natürlich überzeugt und glücklich macht. „Mit dem neuen (alten) Kaká hat Mourinho sozusagen Reals Superstar des Sommers verpflichtet“, schrieb das Sportblatt AS.
Lob von allen Seiten, berauschende Erfolge gegen Lyon, Málaga, Villarreal und Co. – aber das meist ohne den Glanz Mesut Özils. Kakás Freud' ist nämlich Özils Leid: Mourinho setzt auf den Brasilianer, auch weil der Deutsche längst nicht so super spielt, wie noch in der letzten Saison. Da war Özil unantastbar und Kaká kam nicht über Kurzeinsätze hinaus. Wendet sich das Blatt nun? „Özil ist bei Real der Einzige, der an diesen Tagen der Ekstase an Glanz verloren hat“, so die Zeitung EL PAIS. Auch beim morgigen Spiel bei Real Sociedad San Sebastian wird die Nummer 10 möglicherweise erst einmal nur zuschauen dürfen. Kaká und Di María sind derzeit einfach zu stark, um auf die Bank verbannt zu werden. Zumal Ersterer ein echter Talisman für die Blancos ist: aus allen 17 Tore, die er bisher für Madrid erzielte, resultierte ein Sieg der Weißen. „Es sieht so aus, als hätte Kaká das Rennen gemacht im Kampf mit Özil um die Position hinter den Angriffspitzen“, meinte die MARCA. „Der Brasilianer ist nicht nur Stammspieler, er ist Stammspieler hoch drei.“ Man darf nun gespannt sein, was José Mourinho heute Nachmittag auf der PK zu dieser Debatte sagt. Klar ist: der 48-Jährige steht vor einem weiteren Luxus-Problem! Realmadrid.de bleibt am Ball...
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