Erst Ende November brachte die ehemalige Real-Ikone Guti viele Madridistas in Rage und sorgte für eine Menge Unverständnis an der Concha Espina. Auf die Frage, ob Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi besser sei, fiel seine Entscheidung zugunsten des Argentiniers aus. Dabei scheint er ein „Wiederholungstäter“ zu sein, kritisierte er zuvor schon Real-Coach Mourinho scharf. In einer der Hochburgen des Madridismo durfte der „Übeltäter“ nun reinen Wein einschenken und versicherte, dass er seine Farben nicht verraten würde. Die Sympathien brachte er dabei mit seiner Clásico-Prognose wieder auf seine Seite.
Guti tippt auf seine alten Kameraden - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com
ÁVILA. „Ihr wisst, dass mein Herz immer noch Real Madrid gehört und ich immer ein Anhänger dieses Vereins bleiben werde. Madrid ist meine zweite Familie und hat mir alles gegeben, was ich in meinem sportlichen Leben erreicht habe“, eröffnete Ex-Madrilene José María Gutiérrez seine Rede bei der Feier zum 25. Bestandsjubiläum der Peña Arenas de San Pedro aus Ávila (Nord-Westlich Madrids). In den Wochen zuvor sorgte der Spanier mit etwas befremdlichen Äußerungen für Aufsehen, als er beispielsweise
Kritik am Führungsstil Mourinhos übte oder sich öffentlich pro Messi und gegen Ronaldo positionierte. Die langjährige Nummer 14 Madrids wollte dazu keine Stellung beziehen, wohl aber seine Einschätzung zum bevorstehenden Clásico kundtun: „Barça hängt dieses Jahr noch mehr von Messi ab und Madrid hat eine traumhafte Mannschaft beisammen. Es gibt auf jeder Position zwei klasse Spieler und so kann dieses Team auch einen Ronaldo ersetzen und dennoch sehr gut spielen und Tore erzielen. Wenn Messi jedoch nicht trifft oder gut drauf ist, dann kommt Barcelona ins Stottern. Madrid wird den Clásico ganz sicher gewinnen, mein Tipp: ein 3:1!“
Wie sieht es eigentlich mit Gutis Karriere aus? Nachdem der Blondschopf bei Besiktas Istanbul seinen Vertrag auflöste, schloss er eine Fortsetzung seiner aktiven Laufbahn in Europa aus. Für ihn kam in den letzten Tagen und Wochen nur der asiatische Raum in Frage und siehe da, es sollte klappen. Wenn nichts mehr schief geht, wird Guti in Shanghai anheuern. „Ich will neue persönliche Erfahrungen machen, eine andere Kultur und eine andere Form des Lebens und des Fußballs kennen lernen“, schloss die ehemalige Nummer 14 seine Rede ab.
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