Und die Zählernadel bewegt sich nicht vom Fleck. Kümmerliche 9 Minuten Einsatzzeit, soviel sprang bisher für Mourinhos einstigen Lieblingsschüler Granero heraus. „Mir tut es immer sehr leid, wenn ich diesen Spieler, der so hart arbeitet, draußen lassen muss," betonte der Chefcoach stetig, doch anscheinend hat der Portugiese seinen Kummer verschluckt. Fairerweise muss man jedoch konstatieren, dass die Konkurrenz dem Trainer auch wahrlich schöne Augen macht. Ändert sich für den 24-Jährigen in den kommenden Wochen die Situation nicht, dürfte ein Wechsel als einziges probates Mittel herhalten.
Flüchtet Granero im Winter vor Mourinho? - Foto: Victor Carretero, Realmadrid.com
MADRID.
Erst am 27. Oktober berichtete Realmadrid.de über die recht ausweglose Situation des offensiven Mittelfeldspielers und dem Interesse des FC Málagas ihn im Winter zu verpflichten. Was hat sich seitdem getan? Rein sportlich sicherlich gar nichts. Weiterhin muss sich Granero mehr mit der Tribüne anfreunden, das höchste der Gefühle war zumindest mal ein Platz auf der Bank. Man möchte sich fragen, wie sich eine derartige Situation noch verschlechtern könnte. Die Antwort liegt wiedermal im brillant besetzten Kader der Merengues. Xabi Alonso, Sami Khedira und Lass Diarra vor der Nase zu haben ist schon ein Unterfangen der Kategorie „mission impossible“, doch wenn dazu auch noch ein 30 Mio. Euro Einkauf in Gestalt von Coentrão zu überzeugen weiß und ein Nuri Sahin um die Plätze mitmischt, dann wird es auf einmal zappenduster. Ex-Coach Bernd Schuster, der den Canterano selbst trainierte, erläuerte kürzlich die prekäre Situation des Spaniers: „Dieses Madrid, mit all den Stars und dieser Konkurrenz ist eine Nummer zu groß für Granero. Seine damalige Rückkehr war politisch motiviert, denn man wollte mehr Spanier ins Team integrieren. Er ist ein guter Spieler, aber er kommt an dieses Niveau der Top-Spieler Madrids nicht heran. Auf seiner Position gibt es zu viele starke Spieler.“
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Feld, Bank, Tribüne – Verdrängung der Spanier?
Dabei steckt in dem cleveren Ballverteiler ein Spieler, der national sowie auch international von etlichen Vereinen mit Kusshand in den Kampf geschickt würde. Neben den Andalusiern sollen sich laut diversen Medienberichten auch Klubs von der Insel, sowie aus Italien bei seinem Berater nach dem Stand der Dinge erkundigt haben. Fast schon kurios: Auch der FC Valencia würde den „Pirat“ gerne an Land ziehen, er solle laut Informationen von „el Confidencial“ den verletzten Canales ersetzen. Genau – den Sergio Canales, der erst vor der Saison von den Königlichen
für zwei Jahre ins Mestalla verliehen wurde. Der U-21 Nationalspieler fällt mehrere Monate aufgrund eines Kreuzbandrisses aus, zumindest eine Leihe im Winter, um kurzfristig für Ersatz zu sorgen, schwebe den Valencianos vor. Ein Variante, die im Fan-Lager der Blancos für – gelinde ausgedrückt – helle Aufregung und Stürme der Entrüstung sorgt, schließlich offenbarte sich das „partnerschaftliche Verhältnis“ zwischen den beiden Vereinen in der Vergangenheit als einseitiges und für die Hauptstädter schlechtes Geschäft. Ob Mata, Soldado, Canales oder auf Umwegen Daniel Parejo, sie alle kamen aus Madrid. Im Gegenzug währten sich die „Chés“ im Sommer 2008 mit Händen und Füßen gegen einen Transfer von David Villa, um ihn nur ein Jahr später für deutlich weniger Geld nach Barcelona zu transferieren. Selbiges geschah schon 2001 rund um den Wechsel Gaizka Mendietas.
Fakt ist, dass das Potenzial des Spielers in der momentanen Situation verschwendet ist und die nächsten Wochen entscheidend sein werden. Zündet er den Turbo und überzeugt Mourinho, wird der gebürtige Madrilene seine Zelte sicher nicht abbrechen, sollte er jedoch weiterhin die vierte oder gar fünfte Geige spielen, ist auch ein baldiger Abschied im Winter nicht mehr ausgeschlossen. Trotz aller Beteuerungen Mourinhos, er werde keine Spieler im Winter abgeben, würde er dem so loyalen Granero sicher keine Steine in den Weg legen. Realmadrid.de bleibt dran!
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