Die Castilla und die Jugendabteilung von Real Madrid gleichen oftmals einem Zug an der Endstation - es geht nicht weiter. Man könnte jetzt sitzen bleiben und Geduld haben, bis sich etwas tut und man voran kommt, oder man macht es wie Mata, Rodrigo, Marcos Alonso und Co. und steigt um. ‚Bolton Wanderers‘ heißt der Zug, ‚Premier League‘ der Gleis, für den sich Letzterer entschieden hat. Doch seit der Ankunft von Karanka und Mourinho ist einer kurz vor dem Sprung in die erste Mannschaft: Sarabias Bahn kommt wieder ins Rollen!
Der quirlige Linksfuß hat sich in alle Munde Europas und in alle Herzen Madrids gespielt! 2008 zum besten Akteur der U18-Klub-Weltmeisterschaft gewählt, 2010 Bronze in der Preisverleihung der größten Talente Spaniens bekommen! Dribbelstark, gute Flanken, schnelle Drehungen und ein enormes Sprinttempo mit und ohne Ball am Fuß zeichnen den 18-jährigen aus, der im Laufe der letzten Monate auch das Interesse von zwei der größten Adressen Europas geweckt hat: Arsenal London und dem Erzrivalen aus Katalonien. Sowohl die ‚Gunners‘, als auch Barça sind dafür bekannt, Talente auszubilden, Rohdiamanten zu schleifen und Spieler mit großem Potenzial zu Stars zu machen – astreine Bedingungen für das Juwel des Haupstadtklubs.
Nichtsdestrotrotz blieb er, er wartete an der Endstation und kämpfte sich durch tolle Leistungen von Wagon zu Wagon bis ganz nach vorne. „Ich bleibe hier. Mein Traum war es, für Real Madrid zu spielen und nun bin ich bereit, zu kämpfen“, wurde der Spanier zitiert, ehe seine Vertragsverlängerung offiziell wurde. Mit dem ersten Arbeitstag des Neu-Coaches Mourinho und dessen Assistenztrainer Karanka wurde eine Nominierung in das Starensemble immer konkreter, Karanka soll dem wohl besten Trainer einige Nachwuchskicker aus der Cantera ans Herz gelegt haben – allen voran: Sarabia!
Und schon bei der USA-Reise lässt sich erahnen, dass die Sprösslinge den größten Stellenwert seit Jahren bei den „Blancos“ haben, denn mit Álvaro Morata, Tebar, Juanfran, Alex und Nacho reisten gleich fünf Canteranos mit nach Amerika, um am Trainingslager teilzunehmen. Vollzieht ‚the special One‘ einen Imagewandel? Normalerweise kennt man ihn allwertig dafür, alte, „fertige“ und erfahrene Spieler einzusetzen. Wird Mourinho, der Altenpfleger nun zu Mourinho, dem Ausbilder?
Doch gerade der dickste Diamant, den es zu schleifen gilt, ist noch in Spanien. Denn „Pablito“ ist nicht mit seinen Idolen Ronaldo, Casillas und Co. auf den westlichen Kontinent gereist – entgegen aller Erwartungen. Hat Mourinho ihn vergessen? Ist seine Wichtigkeit doch geringer als gedacht? Mitnichten! Obwohl die größten Talentschmieden Europas an ihm dran waren und ihn verpflichten wollten, blieb er. Nach einigen Verhandlungsstunden wurde ihm ein neuer Kontrakt vorgelegt und mit dessen Unterzeichnung kam die Kampfansage an die Weltstars der „Merengues“.
Auch gibt es Spekulationen, dass Raúls fast schon heilige Nummer 7 für den Wirbelwind warmgehalten wird, mit Abstrichen soll aber vielleicht auch Cristiano Ronaldo die Rückennummer der größten Legende dieses Klubs übernehmen. Und wenn sein Vertrag ausläuft, nämlich im Juni 2013, wird der U18-Nationalspieler Teil der Galaktischen sein, wurde ihm persönlich versichert.
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