Sami Khedira und Mesut Özil sind von Spanien zurück nach Deutschland gekehrt, um sich mit der Nationalmannschaft intensiv auf das übermorgige EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien vorzubereiten. Währenddessen gab Trainer José Mourinho in einem Interview zu wissen, dass die beiden Deutschen noch schwere Integrations -und Kommunikationsprobleme in ihrer neuen Heimat haben. Der 24-jährige Khedira kommentierte in den „Stuttgarter Nachrichten“ diese „Kritik“ - und blieb dabei relativ gelassen. Schließlich leben Kollege Özil und er noch nicht einmal einen Monat auf der iberischen Halbinsel...
„Sie sprechen kaum ein Wort Spanisch und haben darum kein leichtes Leben hier. Darüber hinaus beherrschen die beiden nicht einmal das Englische. Die Anteilnahme am sozialen Leben des Teams ist gleich null. Özil lebt mit Khedira und Khedira mit Özil.“ - Rumms!
Das waren die Worte von José Mourinho über seine beiden deutschen Schützlinge in einem Interview gegenüber der spanischen Sportzeitung „AS“. Die erste Kritik seitens des Portugiesen über seine Wunschspieler, die er vor noch wenigen Wochen unbedingt in Madrid haben wollte. Da bezeichnete er Sami Khedira beispielweise noch als „Kronjuwel“ und Mesut Özil als „absolute Verstärkung“. Diese jüngsten „Vorwürfe“ an den beiden Deutschen kommentierte Khedira am heutigen Tage gegenüber der „Stuttgarter Nachrichten“ mit einem leichten Schmunzeln: „Ich widerspreche dem Trainer natürlich nicht. Ich bin jetzt zwei, drei Wochen da. Mein Englisch ist so gut, dass ich alle taktischen Anweisungen hundertprozentig verstehe. Teilweise verstehe ich es sogar schon auf Spanisch. Aber natürlich will und muss ich die Sprache schnell lernen. Ich nehme jetzt drei mal pro Woche privaten Spanisch-Unterricht. Daher bin ich zuversichtlich, dass ich mich schnell integriere. Ebenso wie Mesut.“
Kritiken und Probleme sind jedoch da, um sie zu beseitigen. Daher interpretiere Sami diese Aussagen nicht als Vorwürfe seines Trainers. Auch Nationalcoach Joachim Löw gab zu wissen, dass man nach noch einmal einem Monat in Spanien die Sprache noch nicht beherrschen könne. „Man kann nicht erwarten, dass ein Spieler nach einem Wechsel in ein fremdes Land nach drei oder vier Wochen eine neue Sprache sprechen kann. Ich habe mit beiden gesprochen und sie machten einen zufriedenen Eindruck auf mich.“
Diesen zufriedenen Eindruck machte Khedira auch im Interview mit der schwäbischen Zeitung. „Ich bin froh und stolz, dass ich bei einem Weltklub wie Real spielen darf. Ich war auch nicht enttäuscht, als ich beim Saisonauftakt gegen Mallorca auf der Bank saß. Im Fußball entscheiden Kleinigkeiten, und solange die Sprache nicht hundertprozentig funktioniert, ist es für den Trainer ein Risiko, mich zu bringen. Immerhin hat er mich eingewechselt, um mehr Druck auf den Gegner auszuüben. Aber grundsätzlich bin ich zu Real gegangen, um eine Führungsrolle zu übernehmen. Das hier ist eine andere Dimension.“
Besonders die Aufnahme in seine neue Heimat und sein neues Team, sei laut dem defensiven Mittelfeldmann, sehr herzlich gewesen. Das neue Schmankerl unter Mourinho sei vor allem die Rede, die jeder neuer Spieler vor versammelter Truppe zu halten hat. Khedira: „Bei Real muss jeder Neuzugang eine Rede halten. Wir waren alle gemeinsam essen, da habe ich auf Deutsch ein paar Worte gesagt. Die Spieler haben mir mit großen Augen zugehört. Und dann haben sie Beifall geklatscht.Wir lachen viel. Real ist ein relativ unproblematisches Team. Keiner lässt den Star raushängen, so wie das viele denken. Vor allem wird dir geholfen, wenn du Schwierigkeiten hast. Xabi Alonso spricht perfekt Englisch. Diarra, der mein direkter Konkurrent im Mittelfeld ist, hat mir schon die Eigenheiten des spanischen Fußballs erläutert. Das ist das Bemerkenswerte: Unsere Mannschaft ist mit Weltstars gespickt, aber das Menschliche geht nicht verloren. Auch ein Cristiano Ronaldo hat mir schon Tipps gegeben.“
Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Vier Clásicos in 18 Tagen, der pure Wahnsinn! Bis zum 5. Mai wird Realmadrid.de euch auf dem...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Die seit Wochen andauernde Achterbahnfahrt im „Caso Neymar“ konnte neue Beweise offenbaren –...
Er ist zweifelsohne der Mann der Stunde in Madrid. Cristiano Ronaldo war im letzten Jahr der...
Genau heute vor einem Jahr, am 17.8.2010, wurden sich Werder Bremen und Real Madrid endlich einig –...
Leserkommentare