Drei Trainingstage sind für die Königlichen in den Vereinigten Staaten vorüber und jeder Spieler wird sich schon jetzt nach dem Ende der Vorbereitung sehnen. So hart war das Training unter José Mourinho noch nie, die Superstars müssen ordentlich schwitzen. Der Portugiese wirkt bisher ernst, aber zufrieden. Dennoch plagt ihn schon jetzt ein Personalproblem: Neuzugang Sahin wird bis zu drei Wochen ausfallen. Der erste Report aus den Staaten...
Der erste Report aus dem Trainingslager in Los Angeles
LOS ANGELES. „Kommandant Mourinho“, titelt die MARCA am heutigen Donnerstag. Drei Trainingstage sind in den Vereinigten Staaten vorüber und schon wissen die Spieler, wie der Hase läuft. Wer sich nicht anstrengt, hat schon verloren. Disziplin und harter Einsatz zählen für den Portugiesen besonders in der Vorbereitung. Das war zwar letztes Jahr schon so, allerdings steht der erste Härtetest bereits heute in einem Monat auf dem Plan. Das Supercup-Hinspiel gegen den FC Barcelona am 14. August wird zeigen, ob man sich gut vorbereitet hat.
„Nicht 100, sondern 120 Prozent sollt ihr geben“, schrie der 49-Jährige, wie immer mit einem Notizblock ausgestattet, bei der gestrigen Trainingseinheit über den Platz. Der einzige Service für die Superstars sind die kleinen Wagen, mit denen die Akteure vom Hotel aus zur Trainingsanlage der Universität UCLA gefahren werden. Da können sich Marcelo und Co. noch den ein oder anderen
Spaß erlauben oder über irre Fans lachen,
die sich in die „Fahrbahn“ stürzen, doch spätestens, wenn Mourinho zur gemeinsamen Ansprache bittet, beginnt der Ernst des Lebens! Zwei intensive Trainingseinheiten, morgens um 10 Uhr und abends um 17 Uhr, bringen die Mannschaft bis ans Ende ihrer Kräfte. Immerhin lässt Mourinho seine Burschen bei heißen Temperaturen nicht allzu sehr ins Gras beißen, lange Ausdauertouren werden vermieden. Der Ball spielt eine große Rolle in den Trainingseinheiten, doch auch Gewichte und Medizinbälle werden zur Hand genommen. Volles Programm für Ronaldo, Özil und Co.! Kein Wunder, dass sich da einige Coaches aus Amerika etwas abgucken wollen. Bob Bradley, der Nationaltrainer der USA, war am Dienstag zu Gast. Seine Einschätzung: „Ich bin hier, weil ich diese Trainingsmethoden einfach großartig finde. Die Spieler gehen ans Limit und von Mourinho kann man sich immer etwas abschauen. Das ist beeindruckend.“
Zum Thema:
Mourinho will eine schwierige und intensive Vorbereitung
Doch dem nicht genug: Spätestens um 23 Uhr geht die Play Station aus, Nachtruhe ist angesagt. Wer zu spät aufsteht oder nicht rechtzeitig fertig wird, bekommt eine Geldstrafe aufgebrummt und muss sich vor allen Mitspielern entschuldigen. Gestern freuten sich die Medienvertreter schon auf die ersten Rüffel Mourinhos für Xabi Alonso und Nuri Sahin. Beide Mittelfeldregisseure erschienen vorerst nicht zum Training, doch dies hatte unglücklicherweise ganz andere Gründe. Alonso konnte morgens wegen einer leichten Zerrung nur Krafttraining und leichte Laufarbeit verrichten, war abends jedoch wieder voll mit von der Partie. Sahin hat es hingegen voll erwischt! Das linke Knie (nicht das rechte, wegen dem er in Dortmund außer Gefecht gesetzt war) schmerzt und ist offenbar überdehnt. Die schockierende Diagnose: 2-3 Wochen Pause für den Türken, der damit seinen Wunsch, sich von Beginn an das Vertrauen Mourinhos zu erkämpfen, wohl erst einmal begraben darf. Damit fehlt er sowohl für die Testspiele in den Staaten, als auch für die Partie am 27. Juli in Berlin. Pech für den ehemaligen Borussen, der trotzdem bei der Mannschaft in den USA bleiben wird. Zurückfliegen nach Madrid kommt nicht infrage, der 22-Jährige soll ja auch seine neuen Teamkameraden richtig kennenlernen und integriert werden.
Auf seiner ersten Pressekonferenz in L.A. gab Mourinho noch zu verstehen, sehr glücklich zu sein, die Mannschaft weitesgehend komplett zu haben. Sahins Ausfall wird dem „Special One“ also alles andere als schmecken, doch ein weiteres Problem sieht „Mou“ wegen seinem gewünschten dritten Angreifer. Denn mit Karim Benzema ist derzeit nur ein echter Stürmer in Beverly Hills dabei, da Gonzalo Higuaín mit Argentinien bei der Copa América spielt. Der Trainer der Blancos heißt es sowieso nicht gut, dass der Goalgetter der letzten Jahre seine intensive Vorbereitung nicht mitmachen kann. Das Ziel ist es nämlich, „el pipita“ wieder auf sein altes Niveau zu bringen, auf welchem er vor seiner Bandscheibenoperation war...
Dazu:
Kaderplanung schreitet voran - Pepe und Ramos verlängern
Daher hält es Mourinho für nötig, nachzurüsten.
Wie Realmadrid.de heute berichtete, habe er auch schon einen Plan bezüglich des dritten Stürmers: Wunschkandidat Neymar Da Silva soll im Januar kommen, weil der 19-Jährige noch mit Santos die Klub-WM gewinnen möchte; als Übergangslösung soll Emmanuel Adebayor zu den Merengues zurückkehren. Dann dürfte der „Kommandant“ vollends zufrieden sein.
Flash ist Pflicht!
Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Glücklich, gelöst und vor allem Stolz auf das Erreichte präsentierte sich Cheftrainer José Mourinho...
Fans, Kameras und Bodyguards folgen Cristiano Ronaldo auf Schritt und Tritt. Superstars wie der aus...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Karim Benzema hat dank seiner zwei Treffer gegen San Sebastian Geschichte geschrieben: Der...
Real-Präsident Florentino Pérez legt noch einen drauf! Nach der Präsentation des neuen Bernabéu...
Leserkommentare