18.04.2011, 19:37
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Kommentar: Offensivfußball gegen Barça? Könnt ihr vergessen!

Di Stéfano, Cruyff und Co. haben nicht ganz Unrecht: Die Mourinho-Taktik bietet keinen schönen Fußball und hat schon etwas von „Angsthasenfußball“. Es gibt aber auch überhaupt keine andere Möglichkeit, in unserer heutigen Zeit gegen Barcelona zu bestehen, als zu mauern und den Xavis und Iniestas und Messis die Bühne zu überlassen. Realmadrid.de hat recherchiert und kommt zu dem Schluss: Mit Barça mitspielen zu wollen, endet in einem Desaster...

Die Meinung von Realmadrid.de zur Mourinhos Defensiv-Taktik

Der Barça-Mechanismus, auch für Madrid zu fortgeschritten

Irgendwie kommt die Externer Linkscharfe Kritik von Alfrédo Di Stéfano überraschend, auch wenn sie nach längeren Überlegungen tatsächlich Sinn macht. Ist es das Real Madrid, was man sich wünscht? Ein defensives Madrid, das „eingepfercht wie in einem Käfig“ den Gegner kommen lässt? Den galaktischen Zauberfußball alter Tage erhofft sich Don Alfrédo insgeheim. Er war zu seiner aktiven Zeit ja einer, der diese Philosophie verkörpert hat. Wenn man recht bedenkt, ist diese Reaktion also völlig normal. Der Wunsch danach, dass Barças Hintermannschaft nach allen Regeln der Kunst wieder ausgetanzt wird, dass Madrid Ball und Gegner beherrscht. Aber Zeiten ändern sich! Keiner kann Barças Kurzpassspiel versuchen nachzuahmen, dafür sind Xavi, Iniesta, Messi und Co. schon viel zu lange eingespielt. Es ist wie ein Mechanismus, der fortgeschrittener als jeder andere ist. 

Eine andere Persönlichkeit

Di Stéfano sah ein Real Madrid ohne Persönlichkeit. Realmadrid.de sah ein Madrid mit einer anderen Persönlichkeit. Es ist ja nicht immer so, dass der spanische Rekordmeister nur durchschnittlich 27 Prozent Ballbesitz im eigenen Stadion hat. Es ist ja nicht immer so, dass Mourinho mit drei Sechsern spielen lässt. Es war ja bisher immer so, dass Real Madrid offensiv ausgerichtet war und es einige Schützenfeste und Gala-Abende gab, wie kürzlich in der Champions League gegen Lyon oder auch gegen die Spurs. Gegen solche Kontrahenten kann man offensiv spielen, gegen Barça kann man das allerdings vergessen! In keinem der 171 Spiele unter Pep Guardiola hatte Barcelona weniger Ballbesitz als der Gegner. Mitspielen zu wollen, ist pure Utopie! Das wurde bei der 0:5-Klatsche im November deutlich...

Man kann auch ohne den Ball Spiele und Titel gewinnen

José Mourinho wusste das und hat somit einen Plan vorbereitet, ohne Ballbesitz Erfolg zu erzielen. Und es hat ja ganz gut geklappt, nicht umsonst kam man mehr als einmal gefährlich vor den Kasten von Victor Valdes. 8 zu 0 Eckbälle, diese Statistik spricht auch für sich. Mourinho testete quasi diese Defensiv-Formation in der Liga, um für das Pokalfinale und das Halbfinale in der Königsklasse gewappnet zu sein. Die Zuschauer akzeptierten das und unterstützen ihre Mannschaft lauthals; die Mammutaufgabe war es, das beste Team der Welt und möglicherweise das beste Team der Geschichte zu stoppen. Genau deshalb holte Präsident Florentino Pérez ja auch Mourinho. Er weiß, wie man Barcelona schlägt. Man erinnere sich an das Spiel mit Inter Mailand im Camp Nou vergangene Saison: 20 Prozent Ballbesitz reichten, um ins Endspiel der Champions League einzuziehen! Aber auch zuhause im Guiseppe Meazza Stadion hatte Inter nur 31 Prozent Ballbesitz - und gewann mit 3:1. Der Portugiese will Titel holen, koste es was es wolle. Und sicherlich ist es das Ziel aller Fans, Spieler, Vorstandsmitglieder und auch des Ehrenpräsidenten, Real Madrid wieder erfolgreich zu sehen. Unnötige Schönspielereien gab es die Jahre zuvor zu genüge! 

geschrieben von Kerry Hau

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