Rund sechs Wochen vor dem Champions-Schlager gegen den AC Milan, befindet sich das Team von José Mourinho noch in der „Beta-Phase“, doch geht man unter dem Taktik-Ass aus Portugal als Mitfavorit in das diesjährige Rennen um die Krone Europas. Die Mannen aus Italien sprühen jedoch bereits lange vor dem Duell vor Antriebskraft. Wohl mit dem Mute und der Gewissheit auf dem Transfermarkt gut zugeschlagen zu haben, äußerte sich mit Alexandre Pato einer des neuen magischen „Angreifer-Quartetts“. Madrid solle sich warm anziehen, so der Brasilianer...
Mit dem „neuen“ Madrid, der zweiten Ära Perez wollte man im letzten Jahr die Königsklasse aufmischen, da kam der AC Milan grade recht, um in der Vorrunde bereits sein Potenzial zur Schau zur stellen. Immerhin konnte man den Lombarden mit Ricardo Kaká ihren wohl stärksten Akteur abringen. Doch nach Hin – und Rückspiel war das Bild leicht verschoben, nicht im Rückspiegel durfte man die „Rossoneri“ betrachten, sondern gepflegt die Heckleuchten bestaunen. Mit einer Niederlage im Bernabéu gegen die damals „altern Herren“ wie man die erfahrenen und kamperprobten Akteure umschrieb, gab es einen mächtigen Dämpfer. Grund zum Jubeln hatte damals ein Youngstar, der in Europa von sich reden macht: Alexandre Pato! Im Verbund mit seinem brasilianischen Landsmann und Edelkicker Ronaldinho, galt die Offensive jedoch als crème de la crème des Elitefußballs.
Eines der ganz großen Transfereier konnte jedoch Adriano Galliani seinem Verein in diesem Sommer ins Nest legen. Mit dem Ex-Madrilenen Robinho und dem von Pep Guardiola aussortierten Ibrahimovic, mutiert die talentierte Offensive in ein neues „quartetto infernale!“
Mit ordentlich Rückenwind, spuckte der 21-jährige gegenüber der „Gazetta dello Sport“ auch große Töne. „Wir haben sie bereits zu Hause mit 2:3 geschlagen und auch dieses Mal werden wir uns gegen sie durchsetzen.“, so der Spieler vom Zuckerhut vollmundig!
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Der vom Hof gejagte und alles andere als im „reinen“ abgewanderte Robinho, legte gleich nach und schüttet weiter Benzin ins Feuer. Er denkt sich bereits eine hübsche Choreografie für seinen Torjubel aus, dass er einen Treffer, trotz seiner drei Jahre bei den „Merengues“ feiern wird, daraus macht er keinen Hehl. „Ich respektiere die Fans im Bernabéu auch wenn ich weiß, dass man mich nicht nett empfangen wird. Für mich ist aber klar, wenn ich ein Tor schieße, werde ich auch ausgiebig jubeln!“
Der nächste im Bunde, der sich sicher seinen Jubel, sofern er den einnetzen sollte, nicht verkneifen kann ist der auf Leihbasis gewechselte Schwede Ibrahimovic. Noch vor einem Jahr schoss er die „Azulgrana“ im Camp Nou zum Clásico-Sieg, jetzt will der „Schlacks“ auch die Mailänder zum Sieg führen. Das er besondere Qualitäten hat, ja fast schon ein Brasilianer im Schweden-Kostüm ist, da ist sich Pato sicher. „Ibra hat wohl die längsten Beine von uns allen, ist aber genauso beweglich. Er hat wirklich brasilianische Beine. Mit ihm wird es ein Kinderspiel sich auf dem Platz zu verständigen, er wird in die Räume stoßen können, was mir, Ronaldinho und Robinho dann Lücken bieten wird. Wir sprechen alle dieselbe Sprache auf dem Feld, dass könnte der Schlüssel sein“, so der Torjäger.
In Madrid werden die Muskelspiele der anscheinend neu erstarkten Mannschaft mit Argusaugen verfolgt. Mourinho selbst, wird alles andere als eine Jucksveranstaltung erwarten können - im Gegenteil, bereits zum Kreise der Titelanwärter dürfe man dieses Milan zählen. „Ich sehe wie immer Real Madrid, Barcelona, Chelsea, Inter, Bayern München ganz klar mit dem Potenzial, dieses Turnier zu gewinnen. Insbesondere der AC Milan, der mit vier Weltklasse-Spielern, Ibrahimovic, Robinho, Pato und Ronaldinho eine der besten Offensiven der Welt hat, ist in diesem Jahr sicher mit bei den Anwärtern auf den Gewinn vertreten. Milan, ob ihrer Historie, ihren großen Spielern und ihrer Tradition in diesem Wettbewerb, wird eine wichtige Rolle spielen.“, so seine Prognose.
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Ob letztendlich die „Rasselbande“ aus Madrid dem namhaft verstärkten italienischen Traditionsclub die lange Nase zeigen kann, bleibt abzuwarten, spätestens am 19.10 dieses Jahres sind wir alle schlauer…
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