10.08.2010, 10:30
Artikel bewerten:
Bewertungen: 5.0 von 5. 2 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Schrift: A-AA+
Teilen

Vermischtes

Leserumfrage: Mehrheit will wieder „CR7“ statt „CR9“!

Mit dem 26. Juli 2010 ging ein glorreiches Kapitel in der Geschichte von Real Madrid zu Ende. An jenem Monat dankte Fanikone und Vereinslegende Raúl González Blanco nach 16 Jahren ab, und verließ die spanische Hauptstadt in Richtung Gelsenkirchen. Mit seinem Abschied wurde auch seine Rückennummer „7“ frei – die traditionsreichste Nummer in der langjährigen Vereinsgeschichte, praktisch mit dem Status eines Ordens. Die Sieben symbolisierte schon immer Werte und Identität des Clubs und ihre rumreichen Träger waren Vereinslegenden wie Juanito, Butragueño und bis zuletzt Raúl. Jetzt, wo die Nummer freigeworden ist, gibt es einen Kandidaten, der sich ebenfalls in die Liste der Träger einreihen möchte: Cristiano Ronaldo! Wir haben uns einmal umgehört, was die User zur Weitergabe der „7“ sagen und stoßen dabei auf eine große Welle an Rückmeldungen…

„Raúl ist Real Madrid und Real Madrid ist Raúl“ – Ein treffender Satz, den Präsident Florentino Peréz bei der Verabschiedung des langjährigen Kapitäns und der wohl größten Identifikationsfigur seit über einigen Jahrzehnten formulierte. Als Jungspund übernahm er die „königliche 7“ mit viel Stolz und Ehre, die vor seiner Zeit ebenfalls große Persönlichkeiten wie Juanito oder Emilio Butragueño trugen. Für die Anhänger der „Blancos“ ist sie deshalb mehr als nur eine Ziffer – sie ist Tradition, sie ist ein Teil der Geschichte. Unter der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Ramón Calderón wurde sogar festgelegt, dass man zu Ehren von Raúl die „7“ in Zukunft an niemanden weitergeben würde, allerdings ist unklar, ob diese Festlegung auch seit dem Amtsantritt von Peréz gültig ist.

Als gegen Ende der abgelaufenen Spielzeit sich die Gerüchte um einen Abgang des 33-Jährigen verhärteten, vermehrten sich im Fanlager der „Merengues“ die Diskussionen, wer denn in Zukunft würdig und geeignet sei, das Erbe von Raúl und der Sieben antreten zu können. Ein Akteur im Starensemble der „Blancos“ brachte sich in den vergangenen Wochen selbst ins Gespräch und nannte sich selbst als Nachfolger. Die Rede ist vom portugiesischen Superstar Cristiano Ronaldo, der letzten Sommer vor rund 80.000 Zuschauern im Santiago Bernabeu mit der Nummer „9“ präsentiert wurde – der Alternative zur „7“. Denn bei seinem vorherigen Verein, Manchester United, hatte er ebenfalls die „7“ auf dem Buckel. Sogar ein eigenes Mode-Label betreibt der Portugiese mit seinen Initialen und Rückennummer – „CR7“.  Jetzt, wo Raúl den Verein verlassen hat und die Nummer frei geworden ist, würde Ronaldo sie gerne übernehmen. Zwar hatte er sie nicht direkt gefordert, aber er würde sich laut eigener Aussage sehr freuen, wenn er sie bekommen könnte, sofern Raúl es genehmigt: „Ja, ich hätte gerne die Nummer 7 und ich denke, dass Raúl glücklich und zufrieden darüber wäre, denn er weiß wer ich bin und wie ich ticke. Das wäre eine große Ehre.“

Den Umfrageergebnissen zu Folge sind sich etwa zwei Drittel, nämlich 62,4% der 2918 Teilnehmer sicher:  „Ja, er ist der Star im Team – er sollte die „7“ übernehmen!“ Trotz seines skandalträchtigen Lebens und seiner für viele eigensinnig wirkenden Art vertraut die Mehrzahl der Befragten ihrem Schützling und sind sich sicher, dass er der Richtige ist. Ein kleiner Teil von 4,2% sehen in ihm ebenfalls einen würdigen Nachfolger, bevorzugen aber den Nummertausch frühestens im nächsten Jahr. Die anderen Befragten, mit 33,4% rund ein Drittel, zeigen sich nicht einverstanden und fordern: „Nein, die 7 soll an einen echten Madridista vergeben werden!“ Ihrer Meinung nach verfügt Cristiano Ronaldo nicht über die ausreichende Würde und Ehre, in Zukunft mit der „7“ aufzulaufen. Stattdessen soll für sie ein zukünftiger Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen, der sich zu Einhundertprozent mit dem Verein zu identifizieren weiß, das Erbe antreten.

Während der Umfragefrist war übrigens zu beobachten, dass sich der Portugiese seine Lieblingsnummer bereits „geschnappt“ hatte: In den jeweiligen Testspielen gegen Club América und L.A. Galaxy wurde aus „CR9“ bereits „CR7“, was die offiziellen und vorläufigen Rückennummern für die Saison 10/11 bestätigen.

Problemzone Linksverteidiger - Sollte Mourinho hier noch dringend nachlegen?

Seit Beginn der Spielzeit 07/08 mit dem Abgang von Roberto Carlos hat man in der spanischen Hauptstadt eine ständig anhaltende Baustelle – es fehlt an Weltklasse auf der linken Verteidigerseite. Zwar wurden im Laufe der Zeit mit Marcelo oder Drenthe Talente an Land gezogen, doch beide konnten den Anforderungen nicht genügen, ebenso wenig die ehemaligen Akteure Gabriel Heinze oder Eigengewächs Miguel Torres. Vergangenes Jahr konnte man Álvaro Arbeloa verpflichten, ein gelernter Rechtsverteidiger. Dank seiner Flexibilität kann er auch auf der linken Seite, zur Not auf in der Zentrale, agieren und erledigte in der abgelaufenen Saison einen weitestgehend soliden Job. Defensiv stark, in der Offensive mit Defiziten – bei Marcelo war es quasi umgekehrt. Der junge Brasilianer wurde unter Ex-Trainer Manuel Pellegrini häufig eingesetzt, konnte aber nur selten für die nötige Sicherheit und ausreichende Stabilität in der Abwehrreihe sorgen. Die Forderung von Experten und Fans gleichen der von vor der Saison: Ein neuer Linksverteidiger muss her – und zwar einer von der Elite!

Mit im Gepäck von „The Special One“ war neben der großen Euphorie und Hoffnung die Ankündigung zukünftig verstärkt in die Defensive zu investieren! Dabei sprach der Portugiese nicht nur von einer Verstärkung, nein, gleich zwei bis drei Spieler sollten kommen – mindestens. Bislang hat man ausschließlich die Offensive aufgerüstet, einziger Neuzugang in der Defensive ist der deutsche Nationalspieler Sami Khedira, der allerdings weder Innen- noch Außenverteidiger ist. Immerhin betonte Mourinho nach wie vor Ausschau nach einem „Ronaldo für die Defensive“ zu halten, schließlich sei der Transfermarkt noch über zwanzig Tage offen. Allerdings verschwinden mit der Zeit immer mehr Kandidaten, die als mögliche Neuverpflichtung in Verbindung mit dem spanischen Rekordmeister standen, aus dem Blickfeld: Ricardo Carvalho, Nemanja Vidic, David Luiz, Thiago Silva, Bruno Alves, Alexander Kolarov oder jüngst Ashley Cole und Maicon.

Die Anzahl der potenziellen Defensivkräfte, die auf Mourinhos Liste stehen, schrumpft immer weiter, auch die Transferfrist wird mit jedem Tag kürzer. Der 47-Jährige hatte persönlich Verstärkungen angekündigt, bisher aber niemanden präsentieren können. Auch ein Großteil der Fans fühlte sich bei den Plänen vom neuen Star-Coach erhört, einige von ihnen werden bereits langsam skeptisch. Zum einen wird sich gefragt, ob derzeit überhaupt jemand auf dem Markt ist, der auch tatsächlich eine Verstärkung gegenüber Arbeloa, Drenthe und Marcelo darstellt und endlich die langjährige Problemzone beseitigt. Andererseits vertrauen einige in das Talent des jungen Brasilianers und sind der Meinung, man soll ihm Zeit geben. Außerdem habe man mit Ex-Canterano Arbeloa einen defensivsoliden Allrounder in den Reihen, der ausreichend ist, wenn nicht sogar stark genug. Mourinho wird so oder so Handlungsgeschick und auch Geduld brauchen müssen, um tatsächlich noch eine "königlichen" Transfer für die Abwehrreihe tätigen zu können. Doch ob ein "Ronaldo für die Denfensive" tatsächlich von Nöten ist, wollen wir in dieser Woche erfahren, die Frage lautet daher: Baustelle LV – Muss noch gehandelt werden? Stimmen Sie ab!

Externer LinkHier geht's zur Diskussion!

geschrieben von David Dorr

Anzeige

Leserkommentare

Anzeige

Frage der Woche

Er (Dirigent, 30) sucht ihn, beständigen Partner im zentralen Mittelfeld – wer darf's sein?

Peña - Login

Noch nicht registriert?

Jetzt registrieren!

Letzte Forenbeiträge