Die Frage des Sommers ist auch neun Tage vor dem Schließen des Transferfensters noch nicht geklärt: Wer wird zukünftig der dritte Stürmer bei den Königlichen? Zum brasilianischen Wunderkind Neymar gab es beinahe täglich neue Gerüchte, doch Klarheit in diesem Fall lässt noch lange auf sich warten. Die Option Adebayor als Übergangslösung scheint auch Geschichte zu sein, steht der stämmige Togolese doch kurz vor einem Engagement bei den Tottenham Hotspurs. Mourinho hat die Kaderplanungen offenbar abgeschlossen – ein neuer Goalgetter kommt diesen Sommer nicht mehr, obwohl die Stunde des einen oder anderen Youngsters aus den eigenen Reihen geschlagen haben könnte...
Manolito tauscht also das Trikot - Foto: Ángel Martinez, Realmadrid.com
MADRID/LONDON/SÃO PAULO. „Manolito, Manolito, Manolito“ wird es also nicht mehr durch das Bernabéu hallen. Emmanuel Adebayor, der wochenlang auf den Anruf José Mourinhos hoffte, ist mittlerweile keine Option mehr für die Königlichen. Dies habe ihm laut Informationen der MARCA der Verein endgültig mitgeteilt, obwohl Mourinho ihn gerne als Übergangslösung zurück nach Madrid geholt hätte. Eine erneute Leihe nach Madrid stand für Manchester City allerdings nicht mehr im Raum und die Kaufmöglichkeit für 17 Millionen Euro entsprach nicht dem Geschmack von Florentino Pérez und der Madrider Vereinsführung.
Werde jetzt Facebook-Fan von Realmadrid.de!Hingegen wird Adebayor jetzt zu den Tottenham Hotspurs ziehen, dem gleichen Klub,
der es auch auf Reals Lassana Diarra abgesehen hat. Spurs-Coach Harry Redknapp bestätigte bereits das Interesse am 27-jährigen Sturmtank: „Wir hoffen, dass jetzt in den nächsten Tagen eine Einigung erzielt werden kann. Wir brauchen mehr Qualität in unserem Kader und Adebayor wäre der Richtige dafür. Bei einer Leihe kann man sowieso nicht viel falsch machen.“ Bei den Citiziens hat der Togolese so oder so keinerlei Stellung mehr, weshalb ein Wechsel an die White Hart Lane nur noch Formsache zu sein scheint.
Mourinho hielt ihm in Leicester die Hintertür zwar noch offen, doch hat auch der Portugiese mittlerweile eingesehen, ohne Adebayor zu planen. Vor rund einer Woche erklärte er: „Meine Absicht ist, dass dieser Kader so bleibt. Ich will, dass keiner mehr kommt. Wir haben sehr vielseitig einsetzbare Spieler - ich habe großes Vertrauen in sie. Letztes Jahr mussten wir im Winter aktiv werden, da Higuaín sich schwer verletzte und wir nicht sechs Monate nur mit einem Stürmer agieren konnten. Dieses Jahr hoffe ich, dass wir einfach weniger Verletzungspech haben. Außerdem haben wir noch einige sehr gute Spieler in der Castilla, die dieses Jahr auch reifer sind, als noch im letzten.“
Aber warum die plötzliche Kehrtwende? Zu Beginn der Saisonvorbereitung im Juli stellte Mourinho klar, dass noch ein dritter Stürmer in seinem Aufgebot fehle. Anscheinend sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch die Gespräche mit dem Brasilianer Neymar weit vorangeschritten. Dass der 19-jährige Youngster vom FC Santos allein schon diesen Sommer wegen der Klub-WM im Dezember nicht kommt, ist klar. Doch nach den zuletzt positiven Aussagen des Beraters oder Vaters von Neymar, dürfte es schon beinahe in trockenen Tüchern sein, dass der als neuer Pelè betitelter Offensivallrounder früher oder später ein Blanco wird. Sicher wie das Amen in der Kirche ist der Deal allerdings noch nicht. „Es gab schon Gespräche, aber Neymar hat weder einen Vorvertrag unterschrieben, noch sonst irgendetwas unterzeichnet“, meinte Spieleragent Wagner Ribeiro im Interview mit der AS.
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Angeblich habe aber Florentino Pérez beim Trainerstab der Merengues durchsickern lassen, dass man getrost auf die Ankunft Neymars vertrauen könne. Spätestens im Sommer 2012 sei es dann soweit, berichten spanische Medien. Andererseits soll laut AS-Informationen der Dialog zwischen Real Madrid und dem FC Santos aktuell auf Eis gelegt worden sein, da am 2. Dezember die Präsidentschaftswahl beim amtierenden Copa-Libertadores-Sieger ansteht und der jetzige Klubchef, Luis Alvaro de Oliveira Ribeiro, astronomische Bedingungen für einen Transfer stellt. Madrids Vereinsdirektive erhofft sich mit dem neuen Präsidenten einen besseren Verhandlungspartner.
Hintergrund:
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Bis der Deal mit Neymar schließlich über die Bühne geht, wird der Posten des dritten Stürmers hinter Karim Benzema und Gonzalo Higuaín durch einen Canterano besetzt sein. Allen voran für den oft gelobten Álvaro Morata scheint endlich die Stunde der Wahrheit geschlagen zu haben. Nicht umsonst war José Mourinho beim gestrigen Saisonstart der Castilla gegen Sporting B im Estadio Álfredo Di Stefano in Valdebebas anwesend. Zu sehen gab es einen 1:0-Sieg der königlichen B-Elf. Den Treffer des Tages erzielte aber nicht Morata, sondern Joselu. Auch dieser Name wird eventuell eine Alternative für „Mou“ sein...
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