In den letzten und kommenden Tagen war und wird das Thema auf den obligatorischen Pressekonferenzen José Mourinho sein. Der neue Coach und seine Trainingsmethoden stehen im Fokus der spanischen Medien. Und mit Abwehrspieler Marcelo berichtete auch der heutige Gast im „könglichen“ Pressesaal vom 47-jährigen Meistertrainer...
Der 22 Jahre alte Marcelo ist einer der wenigen Stammspieler, der zurzeit schon mit der Mannschaft in Valdebebas zusammen trainiert. Akteure wie Iker Casillas, Sergio Ramos, Kaká oder Cristiano Ronaldo haben nach der Weltmeisterschaft noch Sonderurlaub. Für den jungen Brasilianer ist es jedoch eine Freude, schon jetzt mitzutrainieren und sich zu verbessern. Schließlich will er - spätestens in vier Jahren - dann wegen dem großen Turnier auch länger urlauben. „Wir trainieren aggressiv und mit allem was wir haben! Die Aufgabe für die kommende Saison ist es zu gewinnen. Daher quälen wir uns im Training richtig, um für diese lange Spielzeit vorbereitet zu sein. Mourinho hat uns klargemacht, dass wir während dem Training nicht relaxen können. Wir müssen hart arbeiten und finden das auch gut so. Und ich möchte sowieso alles geben, damit ich irgendwann auch bei einer Weltmeisterschaft mitspielen darf“, so der Linksfuß. Bei bis zu 35 Grad im Schatten schwitzen die Männer von José Mourinho auf dem Trainingsplatz in Valdebebas. „Aber es macht Spaß! Es fordert uns enorm. Ich liebe Training und das anschließende, gemeinsame Essen mit den Mitspielern. Fußball ist mein Leben, also macht mich das sehr glücklich. Und wichtig ist, dass Mourinho immer mit uns spricht, er behandelt jeden Spieler gleich. Er gefällt mir sehr. Er ist ein großartiger Trainer, ein guter, ehrlicher und professioneller Mensch. Sofort hat er uns klargemacht, in welche Richtung es geht“, lobte der linke Außenverteidiger seinen neuen Chef in höchsten Tönen.
Die Richtung Mourinhos ist eindeutig: Disziplin und Aggressivität an den Tag legen - bestätigte auch Marcelo, der dabei nicht auf einen Vergleich mit Ex-Coach Manuel Pellegrini verzichtete: „Unter Mourinho trainieren wir hart und aggressiv, viel härter als unter Pellegrini. Ich mochte ihn sehr und auch seine Persönlichkeit, aber unter Mourinho läuft alles viel härter und intensiver ab. Und wenn du gewinnen willst, musst du hart arbeiten und auch mal auf die Zähne beißen!“
Natürlich ließ der Defensivmann auch nicht die aktuellsten Transfergerüchte unkommentiert. Seine Landsmänner Maicon und Thiago Silva wurden in den letzten Tagen und Wochen immer wieder mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Besonders Letzteren kennt Marcelo besonders gut: „Ich darf zwar nicht von Transfers sprechen, aber bei Thiago Silva ist das etwas anderes. Er ist ein großartiger Spieler! Ich habe mit ihm gemeinsam bei Fluminense gespielt und es wäre eine große Freude, wieder mit ihm zusammen zu trainieren und spielen.“
Die Gerüchte um Maicon bezog der kleine Dribbelkünstler jedoch mehr auf sich. Er bezeichnete den 28-jährigen Rechtsverteidiger als einen „Weltklassemann“, der Real Madrid auf jeden Fall „weiterbringen“ würde. Dennoch ließ er verlauten, selbst auch spielen zu wollen: „Mittlerweile ist es logisch, dass man jeden Transfersommer von neuen Außenverteidigern spricht. Ich bin es gewohnt, aber werde definitiv nicht zurückstecken und versuchen, mich weiter zu verbessern. Ich bin jedenfalls froh, das Vertrauen von Trainer und Spieler zu haben.“
Auch Marcelo wird in den vergangenen Tagen die Gerüchte um Spieler wie Ashley Cole gehört haben - Spieler, die auf seiner Linksverteidigerposition, der 'Problemposition' zu Hause sind.
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