Da scheint also endlich der Groschen gefallen zu sein. Gab José Mourinho nach dem gestrigen Testspielerfolg gegen Chivas Guadalajara klar zu verstehen, dass die in der spanischen Hauptstadt verbliebenen Akteure in der neuen Saison keine Chance auf Einsätze haben werden, ist bei Pedro León offenbar die Message angekommen. Anstatt künftig auf der Tribüne zu sitzen, sieht alles danach aus, als werde der 24-Jährige wieder für seinen Ex-Klub Getafe die Fußballschuhe schnüren...
Pedro León wird zu Getafe zurückkehren - Foto: JAN S0L0 @ flickr
MADRID. Unmissverständlicher konnte sie nicht sein,
die Message José Mourinhos an die Streichkandidaten, die in Madrid bleiben mussten und kein Flugticket für die Reise in die Vereinigten Staaten in ihrem Postfach vorfanden. „Jene Spieler sollten sich ein Beispiel an Garay nehmen und den Verein verlassen“, sagte der Real-Trainer nach dem 3:0-Testspielsieg in San Diego. Jene Spieler, damit waren und sind Pedro León, Fernando Gago, Lassana Diarra, Sergio Canales und Royston Drenthe gemeint. Ezequiel Garay stellte bereits früh genug fest, keinen Platz mehr im Team zu haben und wechselte zu Benfica Lissabon. „Garay hat es richtig gemacht und zeigte seine Professionalität. Er hat gesehen, dass er gegen Carvalho, Pepe, Albiol und Varane keine Chancen hat zu spielen und hat sich ein neues Leben abseits von Madrid gesucht. Ich hoffe, dass die anderen seinem Beispiel folgen und demzufolge Madrid verlassen. Sie wissen ganz genau, dass sie kaum Möglichkeiten haben werden zu spielen und dass ich gerne mit einem Team von 20 bis 21 Spielern trainiere. Sie sollten so intelligent sein und für sich selbst eine Lösung finden“, polterte der 49-jährige Portugiese hinterher.
Hintergrund:
Bis zum 7. August sollen León und Co. gehen
Insbesondere um die Person Pedro León gab es in den letzten Wochen immer wieder Spekulationen und Gerüchte. Ein lukratives Angebot vom FC Liverpool lag vor, doch der 24-jährige Mittelfeldspieler lehnte ab und blieb stur. „Ich bleibe in Madrid und will nicht wechseln“, so die klare Äußerung des Spaniers. Sogar der FC Valencia fragte nach dem Abgang von Joaquin Sánchez zu Málaga wegen León an, doch auch in diesem Fall verweigerte der Akteur jedes Gespräch.
Zum Nachlesen:
León stellt sich quer
Jetzt, nachdem Mourinho nochmals betonte, nicht auf ihn zu zählen, scheint der Groschen gefallen zu sein. Wie die MARCA und AS übereinstimmend berichten, trudelten heute Mittag gegen 12.15 Uhr Getafe-Präsident Ángel Torres und Sportdirektor Toni Muñoz vor dem Bernabéu ein. Bereits vor wenigen Wochen erschienen die beiden, um den
Transfer des Youngsters Pablo Sarabia über die Bühne zu bringen. Heute trafen sie sich wieder mit Reals Generalchef José Ángel Sánchez, um über Pedro Léon zu sprechen. Erst letzten Sommer kauften die Königlichen den Lockenkopf für Sage und Schreibe 10 Millionen Euro. Jetzt plant Getafe die Rückkholaktion seines „verlorenen Sohnes“ - allerdings stehe für den Madrider Südstadtklub aus finanziellen Gründen nur eine Ein-Jahres-Leihe im Raum. León sei endlich gesprächsbereit und sich im Klaren, 10 Kilometer vom Bernabéu entfernt wöchentlich spielen zu können. Immerhin besser, als auf der Tribüne zu sitzen und mit der zweiten Mannschaft der Blancos zu trainieren. Realmadrid.de bleibt dran!
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