In Madrid ist es derzeit ruhig rund um das Trainingsgelände der 'Blancos'. Nur noch fünf Spieler der ersten Mannschaft verweilen momentan in Valdebebas und trainieren mit der Castilla, während der Rest mit den Nationalmannschaften auf Länderspielreise ist. Die Verantwortlichen und Trainer von Real Madrid befinden sich aber trotzdem in der spanischen Hauptstadt, weshalb Sportdirektor Miguel Pardeza die Chance ergriff, um in einem Interview die aktuelle Lage des Vereins zu analysieren und zu kommentieren.
Bei Real Madrid ist es ohnehin Usus, dass in jedem Transfersommer viele neue, namhafte Spieler an die Concha Espina kommen, doch in diesem Jahr fanden neben den sechs Spielern im Wert von rund 81 Millionen Euro, auch erstmals ein Trainer den Weg nach Madrid, der ebenfalls ein Star ist. José Mourinho leitet seit etwa drei Monaten die täglichen Trainingseinheiten, die er im Moment allerdings mit nur fünf Spielern seines eigentlichen Stammkaders absolvieren kann. Der Rest der Truppe befindet sich auf Länderspielreise, weshalb Mourinho der jungen 'Rasselbande' von der Castilla bei den Trainings zuschauen muss. Pedro Leon, Granero, Pepe, Mateos und Adán sind die verbliebenen Spieler, die diese Woche vier Trainingseinheiten mit der zweiten Mannschaft absolvierten. Das Hauptaugenmerk legte Mourinho dabei auf die Arbeit mit dem Ball. Für Sonntag bekamen die Spieler trainingsfrei, wobei die Akteure am Montag um 17:00 Uhr wieder auf dem Platz stehen müssen.
"The Special One" bemängelte diese immer wieder kehrenden Trainingsunterbrechungen in der Vergangenheit, nachdem er beim Ligaauftakt ein mageres 0:0 gegen Mallorca mit ansehen musste. Zwar sind bereits erste leise Vorwürfe gegen "Mou" aufgekommen, doch diese wurden immer sofort im Keim erstickt. „Wir haben eine sehr starke Mannschaft, die sich sehr variabel zeigt und gleichzeitig unglaublich kreativ agiert. Wir verbessern unsere Leistungen immer weiter und das ist das Ziel“, betont Miguel Pardeza zu Beginn seines kurzen Statements zur aktuellen Lage des Clubs.
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Ob der interessanten Neueinkäufe, die in diesem Sommer den Weg nach Madrid gefunden haben, äußerte er sich zudem auch noch und bezeichnete die jungen Spiele, wie die Deutschen Khedira und Özil als „junge Talente, die viel Kreativität ins Spiel bringen und eine große Zukunft haben.“ Gleichzeitig versuchte man aber auch die Waage zwischen Erfahrung und Talent zu halten, indem man beispielsweise „mit Khedira einen Mittelfeldmotor, der 90 Minuten volle Kraft gehen kann, verpflichtet hat und zudem einen Carvalho, der mit seiner Erfahrung sehr wichtig für das Team ist.“ Denn gerade die Jugendabteilung von Real Madrid rückt durch Mourinho immer mehr in den Vordergrund. Mit Mateos hat es nach drei Jahren wieder einer den Sprung in den Profikader geschaft was Pardeza für „symptomatisch“ hält. „Das erste, was er bei seiner Ankunft hier getan hat, war die Jugendabteilung zu besuchen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Mourinho ist ein sehr intuitiver und intelligenter Trainer. Er hat die Fähigkeit eine solche Mannschaft zu leiten und wirkt dabei immer glaubwürdig. Das bietet dem Team eine enorme Sicherheit und Stärke“, lobt er den neuen Coach der 'Königlichen' in höchsten Tönen.
Zum Schluss gab der Sportdirektor nochmals die Marschroute vor, die allerdings schon aus der Historie des Vereins klar hervorgeht. „Dieser Club existiert um zu gewinnen, die Erfolge stellen die Basis dieses Vereins dar und haben ihn so groß gemacht. Und das ist auch das einzige, was in der Zukunft zählt. Mourinho verkörpert die Werte und Ziele des Vereins deshalb optimal“, erklärt er das Konzept. Bleibt abzuwarten, ob Mourinho wirklich das Kunstwerk schafft und schon im ersten Jahr in Madrid diese Ziele erreichen kann. Zunächst müssen dazu aber erst einmal wieder die Spieler von ihren Nationalmannschaften zurückkehren, was Mitte kommender Woche geschehen wird...
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