Quo vadis Morata? Die Zukunft des Kronjuwels der Cantera lag für lange Zeit im Dunkeln, doch entgegen dem Trend des Ausverkaufs in „La Fabrica“ wurde der Stürmer an keinen kleineren Verein der Primera Division ausgeliehen oder verkauft. Der Spanier hat - im Gegensatz zu seinem Kumpel Pablo Sarabia - mit seiner Vertragsverlängerung bis 2015 den ersten, entscheidenden Schritt für den Sprung in die erste Mannschaft getätigt, doch der Jungspund weiß, dass es bis zum endgültigen Durchbruch noch ein steiler und langer Weg sein wird. In einem Interview mit der MARCA sprach Morata, der gerade mit Spaniens U19 nach dem EM-Titel strebt, über seine Hoffnungen und Träume bei den „Galacticos“...
Als die Chefetage an der Concha Espina die Verlängerung des Kontraktes mit Álvaro Morata bekannt gegeben hatte, durften wohl vielen „Madridistas“ ein Stein vom Herzen gefallen sein, sprach doch immerhin alles dafür, dass es für dieses Ausnahmetalent in der spanischen Hauptstadt keine Zukunft mehr geben würde. Somit bleibt der Traum von einem weiteren Canterano bei den „Merengues“ weiterhin erhalten und auch der Spieler freut sich immens über die Chance seines Lebens. Anders als Pablo Sarabia, der zum FC Getafe wechselte, blieb Morata bei den Blancos: „Das vergangene Jahr kam mir wie ein Traum vor. Die Vertragsverlängerung mit Madrid gehörte auch zu meinen Träumen. Wäre dies nicht mein Traum gewesen, hätte ich einen anderen Klub gesucht, aber ich will mich hier unbedingt durchsetzen. Ich muss mich in der Castilla weiterhin verbessern und die Chancen im ersten Team wahrnehmen. Ich werde mir die Chance nicht nehmen lassen hier in Madrid spielen und triumphieren zu können. Dafür werde ich mein Leben geben…Ich spürte das Vertrauen des Klubs, darum bin ich geblieben. Die Vertragsverlängerung ist für mich ein großer Schritt, aber ich muss weiterhin noch vieles lernen. In der Relegation hat man gesehen, dass mir in den entscheidenden Spielen noch die nötige Erfahrung fehlt und ich muss dementsprechend hart an mir arbeiten.“
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Morata bleibt, Sarabia geht
Der Traum von der ersten Mannschaft ist für den jungen Spanier zum Greifen nah, doch Morata weiß ganz genau, dass dieser Sprung schon vielen Hoffnungsträgern der „Cantera“ das Genick gebrochen hat. Darum möchte der „Blanco“ nichts überstürzen – für ihn ist klar, dass er im kommenden Jahr in erster Linie für die Castilla auf Torejagd gehen wird und nicht für José Mourinhos Truppe. „Mein Team wird die Castilla bleiben, aber ich weiß, dass das erste Team auch auf mich zählen wird zum Trainieren und falls sich mich benötigen, aber ich werde weiterhin in der Castilla spielen.“ Dementsprechend möchte sich Morata in allen Belangen verbessern, damit er es eines Tages mit den großen Weltstars à la Higuain oder Benzema aufnehmen kann: „Ich muss noch viel lernen, wie die Duelle mit den Abwehrspielern, doch vor allem muss ich lernen, wie ich am besten mit Weltklassespielern zusammen spielen kann. Ich werde wie ein Schwamm alles in mich aufsaugen.“
Doch der Stürmer der Castilla ist auf dem Weg zum echten Profispieler nicht auf sich allein gestellt – auch ein José Mourinho oder die Akteure der ersten Mannschaft bemühen sich permanent den Kontakt zu den Spielern der Jugendabteilung zu pflegen und haben immer einen Ratschlag in der Hinterhand: „Mourinho hat uns klar gemacht, dass wir noch ein wenig kindlich sind. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon und das muss man unbedingt verbessern, wenn man ein Spieler von Real Madrid sein möchte. Die Spanier sind mit mir sehr gut umgegangen. Granero hat sich mit Abstand am meisten um mich gekümmert und hat mir zu verstehen gegeben, dass nicht das Debüt bei Madrid das Schwierigste, sondern sich Durchzusetzen die wahre Herausforderung ist.“
Nichtsdestotrotz glaubt der junge Spanier fest an die Möglichkeit, sich bei den ganz Großen durchsetzen zu können und ist der fÜberzeugung, dass die Zuschauer im Bernabéu in der kommenden Saison häufiger seinen Namen hören werden. Sonst hätte er ja auch sicher nicht verlängert. „Alle wissen, dass wenn ich mit der ersten Mannschaft spiele, alles geben werde. Neben Cristiano, Kaká oder Casillas spielen zu können ist unbezahlbar und ich werde meine Chancen nützen. Millionen von Menschen würden gerne in meiner Haut stecken. Ich bin sehr jung und ich muss auf meinen Moment warten, aber wenn ich nicht daran glauben würde, hätte ich den Verein bereits schon lange verlassen.“ Entgegen seinem Kameraden Sarabia entschied sich Morata weiterhin für den harten Kampf in der spanischen Hauptstadt und möchte auf keinen Fall an irgendeinen Vorort Madrids ausgeliehen werden, auch wenn er die Entscheidung der Verantwortlichen und seiner Teamgefährten zu 100 Prozent versteht: „Das waren alles Spieler, die bereits drei Meisterschaften bei der Castilla gespielt hatten und endlich ihre Erfahrung in der ersten Liga haben wollten. Ich bin sicher, dass sie sich durchsetzen werden und Madrid alles daran setzen wird, um sie dann später zurückzuholen.“ Doch gerade ein Transfer, wie der des jungen Varane lässt eben diese Träume häufig wie eine Luftblase zerplatzen. Angst vor den ausländischen Talenten hat Morata auf keinen Fall – Herausforderung angenommen! „Das sind nicht unbedingt negative Zeichen an die Castilla. Ganz im Gegenteil – es spornt mich noch zusätzlich an, denn es zeigt, dass der Trainer auf junge Spieler setzt und uns vertraut. Mir haben sie die Chance gegeben im ersten Team zu trainieren und dafür werde ich ihnen immer dankbar sein. Zudem muss man sich bewusst sein, dass bei Real Madrid in jedem Jahr ein Topspieler verpflichtet wird. Damit muss man umgehen können.“
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