07.07.2011, 12:26
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Reportagen

‚Mou‘ macht‘s möglich - Madrid spricht wieder portugiesisch

Es scheint gerade so, als lege man sich bei Real Madrid in jedem Jahr auf eine neue Amtssprache fest. Waren es vor wenigen Jahren noch die Holländer, die mit sechs Spielern in der Kabine den Ton angaben, sind dies heute die Brasilianer und Portugiesen. Pepe machte 2007 den Anfang der neuen portugiesischen Ära, die José Mourinho sicher nicht zu wider sein wird. Realmadrid.de gewährt einen kleinen Überblick über die dominierenden Nationalitäten bei den Blancos in den vergangenen Jahren...

‚Mou‘ macht‘s möglich - Madrid spricht wieder portugiesisch

„Bom dia“ - José Mourinho begrüßt sein Team Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com

2005-2007: Samba-Truppe um Robinho, Ronaldo und Co.

Zwar spielten Roberto Carlos und Ronaldo schon länger bei den Königlichen, so richtig angefangen hat die „Samba-Ära“ aber im Jahre 2005 unter dem damaligen Coach Vanderlei Luxemburgo, der seine Südamerikaner in die Überzahl brachte. Spieler wie Julio Baptitsta (heute FC Málaga) und Robinho (heute AC Milan) verstärkten die Mannschaft um die beiden Brasilianer Roberto Carlos (heute Anzhi Makhachkala) und Ronaldo (Karriereende), die Hand voll gemacht wurde dann mit Cicinho (heute AS Rom) – das alles, wie man im Nachhinein weiß, ohne größeren Erfolg. Luxemborgo ist heute selbst Trainer in seinem Heimatland, der 59-Jährige coacht Flamengo.

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Die Epoche der „Zauberer vom Zuckerhut“ in der spanischen Hauptstadt war damit jedoch noch lange nicht beendet, so folgten zu Beginn der Saison 2006/07 Emerson und Marcelo ihren Landsmännern. Bis heute ist jedoch nur ein einziger Akteur mit brasilianischen Wurzeln verblieben - der junge Marcelo, der zunächst in Madrid noch als Fehleinkauf verschrien wurde, heute jedoch ein Leistungsträger ist.

2007-2010: Oranje-Boom in der spanischen Hauptstadt

Mit dem Ende der Brasilianer in Madrid folgte dann das Zeitalter der Oranje. Normalerweise eine Nation, die sich nach Cruyff, Kluivert und Co. eher mit dem FC Barcelona identifiziert, nahmen die Holländer die spanischen Hauptstadt in Angriff. Ruud van Nistelrooy (heute FC Málaga) machte den Anfang, als er damals im Jahre 2006 als einer der besten Stürmer der Welt von Manchester United kam. Im Sommer 2007 folgten ihm gleich drei seiner Landsmänner: Wesley Sneijder (heute Inter Mailand), Arjen Robben (heute Bayern München) und Royston Drenthe wurden verpflichtet.

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Komplettiert wurde die Holland-Fraktion dann im Vorfeld der Saison 2008/09, als man sich die Dienste von Rafael van der Vaart (heute Tottenham Hotspur) und Klaas-Jan Huntelaar (heute FC Schalke 04) sichern konnte. Sechs Holländer im weißen Dress – für jeden Madridista im Vorfeld nur schwer vorstellbar. Die ganz großen Triumphe blieben allerdings auch mit den Oranje-Stars aus, weshalb nach und nach ausgemistet wurde. Im Sommer 2010 gingen mit Rafael van der Vaart und Royston Drenthe (Leihe) die letzten Niederländer. 

2011: Mourinho holt seine Portugiesen ins Boot

Heute oder besser gesagt ab sofort scheint Portugiesisch die dominante „Kabinensprache“ des Mourinho-Teams zu werden. Abwehrmann Pepe wurde bereits 2007 königlich, Cristiano Ronaldo folgte 2009 und wechselte als teuerster Spieler der Geschichte zu Real Madrid. Er wird auch sicher einer der größten Befürworter gewesen sein, als im Vorjahr José Mourinho das Zepter übernahm und mit ihm noch einige Landsmänner zum Team stießen. Ricardo Carvalho von Chelsea als neuer Abwehrchef  Externer Linkund erst vorgestern Fábio Coentrãovon Benfica, der ebenfalls in der Defensive für Sicherheit sorgen soll. Mourinho kann sich nun also wieder mit einigen seiner Spieler auf seiner Muttersprache unterhalten können, was ihm sicher sehr gefallen wird. Hinzu kommt ja auch noch, dass die Brasilianer Marcelo und Kaká ebenfalls portugiesisch sprechen.

Doch welche Nation hatte eigentlich bisher die meisten Spieler in den Reihen der Königlichen? Weder Brasilien, noch Holland spielt in dieser Wertung eine Rolle. Real Madrid hatte nämlich bisher ganze 30 Spieler aus Argentinien unter Vertrag – Rekord!

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geschrieben von Marcel Hildmann

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