„What goes around, comes around“ – ein altbekanntes englisches Sprichwort. Und auch so kann man die Transfertätigungen eines jeden Vereins beschreiben. Für Spieler, die neu dazustoßen, muss es immer Spieler geben, die dafür gehen müssen. Das ist auch Pérez und Co. klar, denn nach vier Neuverpflichtungen ist es an der Zeit, sich von dem ein oder anderen zu trennen – heute in den Medien zu sehen: Diarra und Drenthe!
Unterschiedlicher könnten diese beiden Situationen garnicht sein. Wir blicken ein Jahr zurück, Sommer 2009, eine Euphoriewelle in ganz Madrid, denn Florentino Pérez beginnt seine zweite Ära als Präsident der „Königlichen“, wie es zu erwarten war: Superstars en masse kamen, das Team wurde qualitativ und quantitativ verstärkt. Einer, der schon seit Jahren
wie ein Klotz am Bein der Madrilenen ist, sollte schon damals seine Koffer packen: Royston Drenthe! Jeden Sommer bekommt er aufs Neue die Chance, sich zu beweisen und zu zeigen, warum er 2007 als eines der größten Talente Europas gehandelt wurde - und Jahr für Jahr versagt er! Einem Abgang des Holländers standen stets zweierlei Dinge im Wege: Der Mangel an Abnehmern und der Wille des Spielers, in der spanischen Hauptstadt zu bleiben. Im Juli wurde ein aufkommendes Transfergerücht, das besagt, dass der Linksfuß bald in der Anfield Road kickt, sofort dementiert. Der Wechsel zum FC Liverpool ist geplatzt, bevor er überhaupt konkrete Formen annahm! Die ‚As’ wirft heute weitere Spekulationen in die Runde, denn Juventus Turin, die wohl größte Enttäuschung der vergangenen ‚Serie A‘-Saison scheint seint seine Fühler nach dem Linksverteidiger ausgestreckt zu haben. Viel wahrscheinlicher klingt aber die zweite These der selben Sportgazzette, nämlich soll der 23-jährige Wirbelwind auf Leihbasis ligaintern zu Racing Santander transferieren. Der frühere Klub des Neu-„Königlichen“ Canales hält nach einem Mann für die linke Abwehrseite Ausschau, denn Oscar Serrano, der sich kürzlich schwer verletzt hat, hinterlässt an dieser Stelle eine Lücke.
Seine Situation beim spanischen Rekordmeister war 2009 komplett anders. Als Notlösung für seinen verletzten Namensvetter gekommen, entwickelte sich Lassana Diarra zur überragenden Figur der Rückrunde 2008/2009. Kampfgeist, Defensivstärke, Laufbereitschaft und eine beeindruckende Passquote zeichneten den Franzosen damals aus. Auch die Saisonvorbereitung lief tadellos, er zeigte sogar, dass ein kleiner Torjäger in ihm steckt. Erschreckend war dann seine Spielzeit, denn – womöglich aufgrund der Formation, die der damalige Coach Manuel Pellegrini bevorzugte – der „Sechser“ entwickelte sich zu einem Schatten seiner selbst. Gelaufen ist er immernoch viel, der Rest hat sich dramatisch verändert: Massenweise Stürmer kamen am Abräumer vorbei, seine Fehlpassquote war genauso unterirdisch, wie seine frühere Passquote immens war. Xabi Alonso, einst für 30 Millionen Euro von den „Reds“ an die Concha Espina gewechselt, überzeugte Woche für Woche und passte, flankte und schoss sich in die Herzen der Fans. Fernando Gago, der beim zweiten Amtsantritt des Baulöwen ebenfalls abgeworfen werden sollte, trat in der zweiten Saisonhälfte in die Fußstapfen von „Lass“, denn er
übernahm die Rolle des „Staubsaugers“, der vor der Viererkette für Ruhe sorgt und den Rest des Mittelfelds durch seine Abwehrqualitäten entlastet. Mit der
Unterschrift des deutschen Nationalspielers Sami Khedira kam der nächste Schlag ins Gesicht für den früheren „Blue“. Auch wenn der Deutsch-Tunesier bisher beide Testspiele über 90 Minuten von der Bank aus angucken durfte,
hält Mourinho große Stücke auf ihn und verspricht, dass der Ex-Stuttgarter eine wichtige Rolle im Team übernehmen wird. Welcher der beiden Diarras jetzt gehen wird, steht noch in den Sternen, denn obwohl Mahamadou weitaus unwichtiger für die Mannschaft wäre, ist die Interessentenliste Lassanas länger und die Ablöse wäre höher.
Wie es in der Operation ,Ausmisten' weitergeht, erfahren sie hier! Realmadrid.de bleibt für sie am Ball ...
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