Es war der erste Auftritt von José Mourinho und seiner formierten Truppe, es ging um die Trofeo Bernabéu und genauso poliert wie der Pokal, so funkeln sollte auch das Spiel der „Blancos“. Heraus kamen interessante Ansätze, Debütanten und ein 2:0 Sieg gegen wahrlich keine Laufkundschaft. Der Portugiese analysierte nach der Partie das Spiel seiner Kicker und trumpfte wiederholt mit seiner direkten und unverholenen Art und Weise auf, den Dingen Ausdruck zu verleihen...
Die Vorbereitung lief zumindest auf der Resultatsseite solide bis gut, so blieb man bis heute ungeschlagen und kennt damit unter dem neuen Coach das Wort „verlieren“ nicht. Der Trainer nahm diesen Fakt genügsam hin, als wichtig erschienen ihm zu diesem Zeitpunkt jedoch andere Dinge. „Zu gewinnen ist nicht das Wichtigste, aber es ist sicher besser, als zu verlieren. Wir sind die Einzigen ,die in dieser Vorbereitung noch nicht gestolpert sind. Es war heute ein Traingsspiel mehr, was uns gut tat, denn Peñarol trat ählich auf, wie wohl viele Teams hier: Hinten kompakt und agressiv im Zweikampf.“
Eine Offenbarung an Fussball vom anderen Stern war diese Partie nicht, so deutlich kann man dies unterschreiben, auch Mourinho ist mit der Darbietung seines Teams alles andere als zufrieden, jedoch sieht er die mangelnde Vorbereitung als Grund. „Die Vorbereitung war alles andere als leicht. Die Spieler kamen erst nach und nach und dann konnten wir nur kurze Zeit zusammen arbeiten, das obwohl wir so viele neue Spieler zu integrieren haben und ein neues System einstudieren müssen. Auf jeden Fall werden wir in der Champions League gesetzt sein und bereits in Kürze gegen Milan, Inter, oder Chelsea spielen. Wir sind hier jedoch bei Madrid, da ist weinen verboten!“
Das Damoklesschwert „Abgang“ hängt über dem Bernabéu und so wundert es nicht, dass die versammelte Journalie den Coach nach den einzelnen Personalien löcherte. Mit ernster Miene, aber bestimmt, gab er Auskunft. Dabei scheint ihm ein Holländer zu gefallen, ein anderer ist wohl auf dem Sprung. „Van der Vaart gefällt mir gut. Er hat weniger gespielt, weil ich Cristiano mehr Minuten geben musste, sonst hätte er auch 45 gespielt. Für einen Spieler wie Juanfran z.B. bedeuten 15 Minuten etwas ganz anderes.“ Keine Worte verlor er jedoch über Drenthe, zu dessem Verbleib er sich äussern sollte. Eindeutig, welches Signal hier versandt wurde!
Schon vor dem Spiel schickte sich Jorge Valdano an, und setzte ein klares Ausrufezeichen in Richtung Diarra, bereits sein Hab und Gut zu schnüren.
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Zwei weitere Spieler, die es dem Star auf der Bank angetan haben, kommen in der Abwehr zum Zuge. Lass Diarra, nomineller Mittelfeldabräumer, scheint der ideale Back-Up für die rechte Verteidigerposition zu sein. „Ich weiss, ,dass es ihm nicht so sehr gefällt dort zu spielen, aber er macht das einfach nun mal sehr gut. Er hat ein sehr grosses Potenzial in der Spieleröffnung, überdurchschnittlich für einen Defensivspieler, solche Leute brauchen wir,“ so sagte er es, so meinte er es.
Ein Abgang des Allrounders wird von ihm kategorisch abgelehnt. Ein Schmankerln und ein besonderes Lob gab es für einen Youngstar im Team, den vorher so nicht viele auf der Rechnung hatten. „Mateos wäre bei mir schon Spieler des ersten Teams, mir gefällt er ausserordentlich als Abwehrspieler, mit einer super Übersicht und Eröffnung des Spiels. Gerade jetzt, wo wir so zahlreiche Verletzte in der Defensive haben. Es kommt darauf an wie viele Spieler gehen, daran liegt es, ob er offiziell Spieler des A-Kaders wird.“
Von der Zusammenstellung des Teams, ist er angetan, man vereine Jugend und Champions unter einem Hut!„Die Tür für Abgänge ist noch weit offen, aber wir haben eine sehr gute Mannschaft. Unserer Kader ist Jung, Carvalho ist der Erfahrenste, aber auch noch neu hier. Es gibt keine Veteranen, aber dennoch Spieler, die bereits den goldenen Ball gewinnen konnten. Iker Casillas ist ein ruhiger Kapitän und diese Ruhe überträgt sich auf die Mannschaft.“
Schon am ersten Tag gelobt, so war diese Partie auch wieder ein Musterbeispiel für die Spielweise des Cristiano Ronaldo. In der englischen Schule Premiere League geprägt und von Sir Alex Ferguson geformt, hat der Techniker keinen Hang zur „Flugsucht“. Die dennoch harten Einstiege seiner Gegner beunruhigen den Chef. „In unserer Kultur, sind die Techniker, die Spieler, die durch Dribblings ein Spiel entscheiden, physisch nicht sehr stark, aber dafür schlau und gewieft. Sie ziehen Fouls und fallen bei den kleinsten Stössen um, als hätte sie ein LKW erfasst. Cristiano im Gegenteil hat die britische Mentalität. Er ist stolz und körperlich stark. Er nimmt die Tritte und Beleidigungen hin, daher beschützten ihn die Schiedsrichter nicht. Wir, die Portugiesen, Italiener, Spanier und Südamerikaner sagen, dass ein Spieler gerissen ist, auch wenn ihm das Fair-Play abgeht. Christiano hat das Fair-Play, aber er ist nicht gewieft genug. Das ist ein Problem der Kultur. Man sollte eher darüber nachdenken, ob man nicht solch einen Spieler eher in Schutz nimmt, als solche, die sich hinwerfen, als würden sie in Schwimmbecken springen.“
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