Interviews, Saisonvorbereitung
Auch das zweite Testspiel gegen L.A. Galaxy konnte das Team von José Mourinho vor rund 90.000 Zuschauern im traditionellen Rose Bowl Stadium nach fulminanter Aufholjagd für sich entscheiden. Mit einem 3:2-Erfolg, wie schon gegen Club América unter der Woche, war der Sieg gleichzeitig die letzte Partie auf der USA-Reise der „Blancos“. Im Anschluss der Partie gab der Coach seine Eindrücke über das Spiel, die Vorbereitung in Amerika und die Einstellung seiner Schützlinge preis…
„Gonzalo Higuaín ist ein Top-Stürmer“, lobte der Portugiese seinen 22-jährigen Vollstrecker zu Beginn in höchsten Tönen und führt weiter aus, dass „er zwei Tore erzielte, was sehr wichtig für einen Angreifer ist. Was mir am meisten gefiel waren seine Laufwege auf dem Platz, es waren die eines intelligenten Stürmers“, so Mourinho weiter, der damit der häufigen Kritik von Experten und auch Fans gegenüber dem Argentinier widersprach. „Er machte das Spiel leicht für die anderen Offensivleute, weil er aus dem Hintergrund kam und so für viel Freiraum sorgte“, erkannte der 47-Jährige weiter. Allerdings gab er gleichzeitig zu verstehen, dass man nicht von ihm oder seinem Sturmkollegen Cristiano Ronaldo zu abhängig sein darf: „Real Madrid kann sich nicht erlauben, zehn Monate nur mit Ronaldo und Higuaín zu spielen“, und erwähnte direkt den bislang torlosen Karim Benzema, der dennoch eine wichtige spielt: „Wir nehmen an drei Wettbewerben teil, da werde ich Benzema als wichtigen Schlüsselspieler in meinen Planungen brauchen.“
Dennoch war in den elf Tagen nicht alles Gold was glänzte, gerade die erste Halbzeit gegen den Club von Ex-Madrilene David Beckham. Das weiß auch der Trainer: „Es gab Momente, die gefielen mir gar nicht, in beiden Partien. Aber das ist normal weil wir nach wie vor arbeiten und lernen, es gibt noch einiges auf Vordermann zu bringen“, so seine Einschätzungen. Trotzdem kann der Portugiese guten Gewissens und mit einem zufriedenem Fazit die Zeit in den USA abschließen: „Es gab natürlich auch viele Dinge, die mir gefallen haben, so auch die zweite Halbzeit gegen Galaxy. Mir gefiel es wie wir defensiv agierten, wie wir den Gegner unter Druck setzten, wie der Ball durch die eigenen Reihen lief und wie wir die Tore herausgespielt haben."
Abgesehen von gestrigen Spiel gab es weiteren Lob von „The Special One“ für das gesamte Team: „Mir gefällt die Mentalität des Teams. Keiner will von ihnen verlieren. Ich erzähle meinen Spielern immer wieder, dass es keine Freundschaftsspiele gibt, sondern dass diese Vorbereitungsspiele genutzt werden, um viele zu probieren und zu ändern. Da zählt es nicht unbedingt, zu gewinnen. Ich mag das Wort „Freundschaft“ nicht im Fußball“, so der Taktikfuchs über die Einstellung seines Teams, die er abschließend nochmals unterstrich: „Ich kann Ihnen sagen, dass meine Spieler jedes Spiel gewinnen wollen!“
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