José Mourinho ist ein Meister der KO-Spiele. Von den Medien als „Mister Champions League“ auserkoren, verfügt der amtierende Königsklassen-Sieger über das gewisse Etwas, was es in diesem Wettbewerb, der wie kein Zweiter von Spannung und fußballerischer Extraklasse geprägt ist, braucht. Mit Real Madrid will der Startrainer den Angriff auf den Titel bereits in diesem Jahr wagen, gegenüber dem hauseigenen TV-Sender plauderte er aus dem Nähkästchen und verriet seine taktische Marschroute - dabei überraschte er aufs Neue mit extravaganten Aussagen!
Für viele Trainer bleibt es über die gesamte Karriere nur ein Traum - das Pokalfinale des Copa del Rey. Auch für den spanischen Rekordmeister ist dieser Wettbewerb nicht nur mit Glanz und Gloria belegt, vielmehr ist die Historie mit Hohn und Spott bepflastert. Doch die Geheimwaffe in dieser Saison hört auf den Namen Mourinho. Der Portugiese untermauerte erneut auf eindrucksvolle Weise, welche Fähigkeiten er in KO-Wettbewerben in die Waagschale werfen kann. Ein Selbstverständnis, das jedem die Nackenhaare aufstellt, ist inklusive! Welcher Trainer sonst bringt es fertig, in das Pokal-Finale einzuziehen und diesen riesen Erfolg als Generalprobe und Lernetappe abzutun? Die Copa del Rey, als Spielwiese und Übungseinheit für die Champions League - Respekt Herr Specht! „Es ist für mich recht simpel. Wenn ich sagen müsste, dass das Erreichen eines Pokalfinals für mich ein großer Erfolg darstellt, dann fühle ich mich als Verlierer. Es kann doch nur ein Schritt sein, um die großen Titel zu gewinnen. Das Team konnte insbesondere in den Spielen gegen Sevilla und Atlético Erfahrung sammeln und es tat ihr gut. So konnte wir ein wenig die Anspannung und Herausforderungen in der Champions League simulieren, es war wirklich ein gutes Training für meine Mannschaft,“ so der Coach.
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Wie gemacht scheint dabei der Coach für diese spezielle Art von Wettbewerben. Seine analytischen Fähigkeiten, seine Akribie, kommen ihm genauso zu gute, wie seine mentale Stärke und sein reichhaltiger Wissens-Fundus Spieler im psychologischen Bereich zu schulen. Denn genau auf diese Charakteristika kommt es an, wenn die Hymne erklingt und sich die Crème de la Crème gegenübersteht. Mit Freunde und ohne Angst, begegnet er diesen entscheidenden Spielen - ist hier das Geheimnis seiner Stärke zu finden? Auch die Grundausrichtung seiner Taktik ist frei von Zweifel und welches Team ist dafür prädestinierter Angriffsfußball zu zelebrieren als die „Königlichen“ aus Madrid?
„Ich liebe die KO-Runden. Ich glaube diese Art von Spielen ist für Menschen gemacht, die mental stark sind, da der Druck allgegenwertig ist. Die Details entscheiden, ein kleiner Fehler kann den Unterschied ausmachen, über Weiterkommen oder Ausscheiden bestimmen. Ich erinnere mich an das letzte Jahr, als Madrid in Lyon 1:0 verlor. Man hatte dann im Rückspiel die Chance auf 2:0 zu erhöhen, aber man schaffte es nicht. Danach konnte Lyon den Ausgleich erzielen und das Spiel war entschieden. Diese Art von Druck ist es, bei dem ich mich wohl fühle. Ich fühle diese Anspannung in der Champions League nicht, es ist vielmehr der Appetit darauf, diese Partien zu spielen. Mir ist es dabei auch egal, ob ich zuerst zu Hause antreten muss oder auswärts. Ich spiele immer auf Sieg, warum sollte man immer auf das zweite Spiel warten, um ein Ergebnis zu korrigieren, nein, wir wollen immer gewinnen, egal ob im Bernabéu oder als Auswärtsmannschaft,“ so Mourinho abschließend.
Seine Methoden funktionieren, so das erste Fazit, doch nun warten am 22. Februar mit Achtelfinale und Angstgegner Lyon gleich zwei psychologische Hürden, bei denen es nun heißen wird: „Doktor Mourinho, sie sind gefordert!“
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