Der Sommer naht und wie die Bienen, so schwärmen auch die emsigen Berater aus und versuchen ihre Schützlinge unter zu bringen, Verträge besser zu dotieren oder den Stand der Dinge abzufragen. Hochkonjunktur für die einen, strategisches „Hirnen“ für die anderen. Auch heute gab es vor dem Bernabéu illustere Gesellschaft zu erblicken.
Als um 10.30 der Berater von Emmanuel Adebayor vor dem Bernanéu gesichtet wurde, war klar: Heute geht's um die Zukunft des Togolesen! Bereits vor der Unterzeichnung des Leihvertrags im Winter, war man sich eigentlich sicher, dass man mit dem Sturmtank nicht über die veranschlagten 6 Monate hinaus planen möchte, so akzeptierte man die von Manchester City eingeforderte Kaufoption in Höhe von 16 Mio. Euro. Die Leistungen des 27-Jährigen überzeugten die Verantwortlichen bis dato nicht, 5 Tore in 21 Spielen - so die magere Ausbeute, doch der Schlacks hat einen Trumpf im Ärmel und dieser könnte womöglich ausschlaggebend sein: José Mourinho!
Hintergrund:
Mourinho will Adebayor unbedingt halten
Der Portugiese hat einen Narren an dem Stürmer gefressen, forderte ihn vehement und ist nun nicht bereit ohne adäquaten Ersatz einen Verzicht hinzunehmen. Besonders in den so wichtigen Duellen gegen den FC Barcelona, setzte Mourinho demonstrativ auf Adebayor und verbannte Karim Benzema auf die Bank - nicht nur der Spieler reagierte mit Unverständnis, auch die Ehrentribüne, allen voran Florentino Pérez.
Doch auch die Entscheidungsträger in der spanischen Hauptstadt wissen, was die Stunde geschlagen hat. Nicht noch einmal will man bloß gestellt werden und sich eine undurchdachte Kaderplanung vorwerfen lassen, so ist der dritte Stürmer dieses Mal ein Muss.
Wie die AS erfahren haben will, kommunizierte der Verein heute, dass man durchaus mit der Idee leben könne, dass Adebayors Stern noch eine ganze Weile im weißen Trikot funkelt, doch man nicht gewillt ist, die Ablösesumme, noch das hohe Gehalt, zu zahlen. Es hängt also mal wieder am lieben Geld. Der Trainer möchte den Spieler, dieser möchte bleiben, sein Ex-Klub will ihn nicht mehr und Madrid will nicht zahlen - eine Konstellation, wie gemalt für umtriebige Vermittler und Agenten.
Soll Adebayor bleiben oder doch lieber gehen?
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Unterdessen scheint sich eine weitere Option im Sturm zerschlagen zu haben. Kun Agüero, der quirlige Angreifer vom Manzanares, wurde in den letzten Tagen als erstzunehmende Alternative gehandelt, doch heute schoben Präsident Enrique Cerezo und Berater Ángel Gil Marín gleichermaßen einen Riegel vor.
Während der Klubchef im Nebensatz anmerkte, dass er nicht glaube, dass Kun bei Real Madrid spielen möchte, war es Gil Marín, der gegenüber der COPA um einiges deutlicher wurde: „Dieses Operation ist unmöglich. Zum einen, weil der Spieler nicht weg möchte, zum anderen, weil Atlético sich öffentlich dazu bekannt hat nicht mit Real Madrid zu verhandeln und drittens, weil Real Madrid niemals eine feindliche Transferaktivität ausführen würde.“
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