Heute in 31 Tagen schließt das Sommertransferfenster. Als Madridista darf man sich daher noch einen Monat auf die wildesten Gerüchte um das brasilianische Wunderkind Neymar einstellen. Neuigkeiten? Fehlanzeige! Santos bleibt weiterhin stur und schließt einen Transfer aus, der Youngster hält sich bedeckt. Klar ist jedoch: Madrid wird einen Stürmer verpflichten - wenn nicht der 19-jährige Dribbelkünstler, dann ein anderer...
Tanzt Neymar Madrid auf der Nase rum? - Foto: Ronnie Macdonald @flickr
SÃO PAULO/MADRID. Ob es um einen erst 19-jährigen Jungen jemals so ein Theater gab? Schon vor einem Jahr unternahm der FC Chelsea den Versuch, Neymar da Silva für die festgeschriebenen 45 Millionen Euro nach Europa zu holen. Ohne Erfolg, wie sich herausstellte. Auf Real Madrid und Florentino Pérez wartet nun scheinbar das gleiche Schicksal, denn Neuigkeiten sind derzeit Mangelware. Neymar trainiert und spielt für seinen Arbeitgeber Santos, hat bisher selbst noch keine Stellung zu seinen Zukunftsplänen genommen. Wer nur und am laufenden Band spricht, ist der Präsident des brasilianischen Traditionsklubs, Luis Alvaro de Oliveira Ribeiro. Beinahe täglich gibt er Interviews und zeigt sich weiterhin vollkommen überzeugt von dem Verbleib seines Schützlings. „Es ist unsere Idee und unser Ziel, dass Neymar mindestens bis zum Ende des Jahres bei uns bleibt. Die Klub-WM will und soll er spielen, von uns aus könnte er natürlich noch länger bleiben. Es wäre wunderbar, wenn er die Jahrhundertfeier miterleben würde. Er weiß, dass er hier alles bekommt, die Leute ihm zu seinen Füßen liegen und seine Familie hier ist. Sollte er zwei Jahre länger bleiben, wird wird er seine Einnahmen verdreifachen. Auch dem ist er sich bewusst und trotz der verlockenden Angebote, die uns sein Berater Wagner Ribeiro vorgelegt hat, bin ich sicher, dass er bleiben wird. Mit ihm und Ganso (Anm. d. Red.: ebenfalls umworbener Santos-Star) frühstückte ich am Mittwochmorgen und wir sprachen über ihre Zukunftspläne. Ich bin mir absolut sicher, dass uns beide erhalten bleiben, denn sie sagten mir, dass sie bleiben wollen. Niemand wird Neymar von Santos trennen, wenn er nicht will, denn wir wollen, dass er bleibt. Und falls Real Madrid oder irgendein anderer Klub sich entscheidet, die festgeschriebene Ablösesumme zu bezahlen, haben wir keine Option, aber wir können sie bei der FIFA melden, da sie sich ohne unsere Erlaubnis mit ihm unterhalten haben. Die Verhandlungen haben sich verzögert und sie werden nicht mehr aufgenommen“, so die unmissverständliche Aussage Ribeiros gegenüber dem brasilianischen Sportportal ‚Terra‘.
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Der Klubchef des amtierenden Siegers der Copa Libertadores erklärte außerdem, dass sämtliche Gespräche auf Eis liegen. Nach einer Konversation in Paris mit dem „Management von Real Madrid“ gab es keine weiteren Unternehmungen der Königlichen. Zumindest keine offiziellen.
Wie Realmadrid.de vor knapp einer Woche berichtete, habe Madrids Präsident Florentino Pérez die brasilianische Legende Ronaldo Luís Nazário de Lima „aktiviert“. Demnach solle der einstige Topstürmer der Galaktischen den Jungspund von einem Transfer zu Real Madrid überzeugen. Angeblich habe sogar José Mourinho den 19 Jahre alten Dribbelstar telefonisch kontaktiert haben. „Komm jetzt zu uns, Bursche“, soll der Trainer der Blancos laut Informationen der ‚Folha de São Paulo‘ zu Neymar gesagt haben. Allerdings hat es den Anschein, als konnte der Portugiese den Brasilianer nicht allzu davon überzeugen, schon diesen Sommer in die spanische Hauptstadt zu kommen. Bei Spielern wie Mesut Özil, Sami Khedira oder auch Nuri Sahin funktionierte das besser. Erst das vertrauliche Gespräch mit dem „Special One“ war für die drei ehemaligen Bundesliga-Kicker entscheidend. Neymar hingegen lässt nicht den Glauben erwecken, als käme er noch im August zu den Merengues. Auch, weil Santos-Sportdirektor Pedro Luiz Nunes Conceiçao noch einen draufsetzte: „Wisst ihr, manchmal zählt nicht nur Geld. Es zählen auch Werte im Fußball. Wir wollen Neymar nicht verkaufen und er will bleiben. Zumal er sowieso mehr Wert wäre als 45 Millionen Euro. Wer einen Coentrão für 30 Millionen kauft, müsste für unseren Neymar eigentlich das Doppelte zahlen!“
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die Tür für Emmanuel Adebayor geöffnet?Denn klar ist: ein Offensivspieler, ein Angreifer, ein Torjäger soll in dieser Transferperiode noch in Valdebebas antanzen. Das Thema Sergio Agüero ist nach dessen Wechsel zu Manchester City endgültig vom Tisch, bleibt als Alternative zu Neymar wohl nur noch der Togolese Adebayor. Oder haben Pérez und Mourinho noch jemand ganz anderen im Fokus? Eine Frage, die derzeit alle Medien beschäftigt. Um Neymar wird es in den nächsten 31 Tagen jedenfalls sicher nicht ruhiger...
Fotohinweis:
Dieses Foto wurde von
Ronnie Macdonald bei flickr unter
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