Noch exakt zehn Tage bleiben den Königlichen noch, sich von Altlasten zu trennen - so muss man sich also sputen um noch einige Akteure loszuwerden, die im Team 2011/12 keinen Platz mehr haben. Die vielzitierte „Operación Salida“ kommt jedoch nur schleppend voran, wenn auch mit ein paar Achtungserfolgen. Der Abschied von Canales ist beschlossen, Lass' Verkauf nur noch Formsache – doch behaart der mehr als deutlich ausrangierte Pedro León weiterhin stur auf seinem Verbleib in der spanischen Hauptstadt...
Hat die Hoffnung noch nicht verloren - Foto: David R. Anchuelo, Realmadrid.com
MADRID. Mourinho und auch sein Co, Aitor Karanka, betonten es schon mehrfach. Die Kaderplanung für die Spielzeit ist abgeschlossen. Das Team bereitete sich in den USA und China auf eine lange Saison vor und sollte so zusammenwachsen. Nicht mit dabei waren Spieler wie Sergio Canales, Lassana Diarra – und eben auch Pedro León! Mourinho verdeutlichte den Spielern von Anfang an, dass sie keine Rolle mehr im System spielen und sich einen neuen Arbeitgeber suchen müssen. Als erster begriff die Situation Ezequiel Garay, der zu Benfica Lissabon wechselte, gefolgt von Canales, der noch während der U-20 WM in Kolumbien einen Leihvertrag beim FC Valencia unterschrieb.
Zum Nachlesen:
Canales wechselt auf Leihbasis zum FC Valencia
Zwar etwas komplizierter, doch mittlerweile auch nahezu sicher, gestaltet sich der Transfer des einstigen Arbeitstiers im Mittelfeld der Blancos. Insbesondere die Premier League lockte Lassana Diarra, vorne weg die Tottenham Hotspurs. Die Situation ist jedoch eine andere, als bei Canales oder eben León. Mourinho wollte den Franzosen halten und als Back-Up zu Alonso und Khedira in der Hinterhand haben. Lass gab sich damit jedoch nicht zufrieden und wollte nur noch weg aus Madrid. Der Wechsel zu den Spurs scheint,
wie Realmadrid.de gestern berichtete, jetzt auch nur noch Formsache.
Nun aber die eigentliche Problematik, mit der sich die Direktive der Königlichen aktuell auseinandersetzen muss. Pedro León überwarf sich schon während der vergangenen Saison mit seinem Trainer und kegelte sich selbst aus dem Team. Spielminuten wurden zur absoluten Seltenheit, doch an einen Abschied denkt der Spanier nicht. Selbst als Mourinho ihm im Sommer in aller Deutlichkeit sagte, dass er nicht mehr mit ihm plane, begab sich der junge Spanier nicht auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber.
Reaktion:
„Nehmt euch ein Beispiel an Garay und verlasst Madrid“
Während der USA- und China-Reisen trainierte León mit den anderen Aussortierten für sich in Valdebebas. Doch ist es auch nicht so, als gäbe es keine Optionen für den 24-Jährigen. Verschiedene Teams aus England waren an dem offensiven Mittelfeldspieler interessiert und wollten sich seine Dienste sichern. León wollte aber bleiben und mit Real Madrid Erfolge feiern. Wie er immer wieder betonte, spielt er bei dem Verein seiner Träume und möchte dies nicht aufgeben.
Der Junge aus Murcia, der vom FC Getafe den Weg zum Rekordmeister im Sommer letzten Jahres für stolze 10 Millionen Euro fand, ist der festen Überzeugung, dass er sich in Madrid doch noch durchsetzen kann und sich das Vertrauen von Mourinho erspielen wird. Einfach nur naiv oder stur wie ein kleines Kind? Mittlerweile scheint sich letzteres zu bewahrheiten, lehnte er doch auch das Interesse seines einstigen Arbeitgebers ab. Der Vorstadtklub wollte León ausleihen, doch er beharrte weiterhin auf seinem Vertrag bei Real Madrid. „Ich werden Real Madrid nicht verlassen, ich will hier erfolgreich sein und sicher nicht einfach so gehen,“ so León.
Sicher scheint aktuell nur, dass León wohl in diesem Jahr kein Spiel im weißen Dress absolvieren wird – sollte er nicht im letzten Augenblick noch seine Sinne sortiert bekommen und darüber hinaus einen Verein präsentieren, der ihn verpflichten möchte. Bleibt er weiterhin stur, droht ihm ein Jahr ohne Spielpraxis – wenn auch ein gut bezahltes…
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