27.01.2012, 18:31
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Interviews

„Natürlich kann Real Madrid verlieren, aber nicht auf diese Art“

Die Nachwehen des Clásicos waren auch auf der heutigen Pressekonferenz in Valdebebas zu spüren. Haderte man im Lager der Blancos noch mit der Schiedsrichterleistung, flatterte nun die Antwort aus Barcelona ein, die sicherlich die Gemüter nicht beruhigen wird. Aitor Karanka vertrat heute seinen Chef und stellte sich einem Fragen-Sturm, dem er auf seine ureigensten Weise die Luft abließ. Nicht vergessen durfte man dabei aber auch den Liga-Alltag, der morgen mit Saragossa seine Fortsetzung findet.

„Natürlich kann Real Madrid verlieren, aber nicht auf diese Art“

Der Fels in der Brandung, Karanka vertrat Mourinho - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com

„Mourinho und der Schiedsrichter? Ich habe nichts gesehen“

MADRID. Real Madrid und verlieren – das passt normalerweise nicht zusammen. Man ist das Siegen gewohnt, doch gelang das insbesondere gegen Barça in letzter Zeit zu selten. Am vergangenen Mittwoch war man kurz davor, doch hatte der Schiedsrichter scheinbar etwas dagegen. Die logische Folge: man beschwerte sich und hinterfragte die Geschehnisse im Camp Nou. Doch auch die Katalanen waren mit den Entscheidungen nicht zufrieden, viel saurer stieß ihn jedoch das Verhalten der Königlichen auf. Mittelfeldstratetege Xavi ließ die anscheinend so blitzsaubere Maske der Katalanen gegenüber BarçaTV fallen und schimpfte über die Merengues wie ein Rohrspatz: Jetzt sitzen sie in der Kabine und heulen rum, wie erbärmlich. Der 30-Jährige bezeichnete Madrid als ein Team, welches nicht verlieren kann und keine Manieren habe. Schwachsinn, entgegnete Aitor Karanka und betonte, dass „Real Madrid natürlich verlieren kann, jedoch nimmt man es nicht hin, auf diese Art und Weise zu verlieren. Dieser Verein ist es, historisch bedingt, gewohnt zu gewinnen. Jeder muss zwangsläufig das kommentieren, was er sagt. Ich bin jedoch nicht hier um das zu kommentieren, was andere gesagt haben“, versuchte der Co-Trainer dieses Thema schnellstmöglich wieder abzuwiegeln. So beantwortete er auch die Frage nach Mourinhos Besuch am Auto von Texeira Vitienes kurz und knapp: „Ich habe es nicht gesehen, also kann ich dazu nichts sagen.“

Zum Nachlesen: Externer LinkDer nächste Clásico-Skandal – „Vitienes, du Lümmel!"

Zum Sportlichen Aspekt des vergangenen Duells gegen Barcelona hatte er aber natürlich etwas zu sagen, dabei verfolgte jedoch Mourinhos Vorgaben und schob die Karte den Journalisten zu: „Ich glaube, dass das Bild, das wir in Barcelona abgegeben haben, spektakulär war. Die ganze Welt hat gesehen, was passiert ist, aber das ist jetzt schon Vergangenheit. Wichtig ist für uns, dass wir dieses Bild, diesen Auftritt im  Erinnerung behalten. Das Ganze noch breit zu kommentieren ist eure Aufgabe.“

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„Saragossa hat uns schon letztes Jahr zu schaffen gemacht“

„Wir denken jetzt aber nicht mehr an Barça. Die Mannschaft ist jetzt voll auf Saragossa konzentriert, was sicher auch keine einfache Aufgabe wird. Sie haben uns schon in der letzten Saison schwer zu schaffen gemacht. Wir denken jetzt nur an uns, die Meisterschaft und wollen so weitermachen, wie wir aufgehört haben“, lenkte Karanka zum Wesentlichen. Auch warum er und nicht Mourinho, der erst gestern seinen 49. Geburtstag feierte, auf der obligatorischen Pressekonferenz Rede und Antwort stand, erklärte er in der Folge. Mit den derzeitigen Unruhen um seine Person habe dies jedoch nichts zu tun, versicherte er: „Wir wissen alle in welcher Verfassung sich der Mister befinden kann. Es gibt eben Tage an denen ist er gut gelaunt und andere, an denen er es nicht ist. Das Wichtigste ist aber und das wissen die Leute, dass er das Team auf die morgige Begegnung vorbereitet. Das macht er Tag für Tag, immer mit dem Ziel, im nächsten Spiel erfolgreich zu sein.“

Zum Schluss der wortkargen Stellungnahme, fand der 38-Jährige noch einige Worte zur Debatte um die Pfiffe der Fans im Bernabéu gegen den Trainer. Er drehte die Medaille um und erklärte, dass „das Wichtigste ist, wie das Bernabéu die Spieler empfängt. Immer wenn sie Mourinhos Namen skandieren, dann zeigt er auf den Platz, denn die Spieler sind am wichtigsten.“

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geschrieben von Marcel Hildmann

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