Lange wurde diskutiert und über einen möglichen Wechsel des brasilianischen Superstars Neymar vom FC Santos zu Real Madrid spekuliert. Es war wohl das größte Transfertheater seit vielen Jahren, das die Runde in den Fußballmedien Spaniens machte. Auch nachdem fest stand, dass das 19-jährige „Wunderkind“ in diesem Jahr definitiv kein Merengue werden würde, rissen Gerüchte und neue Wasserstandsmeldungen keineswegs ab. Zuletzt schien der Abschied von Santos laut brasilianischen Medien auch nur noch Formsache, doch nun wendete sich das Blatt drastisch – Neymar verlängert bis 2014 und sagt: „Ich bleibe hier!“
Neymar wird weiterhin in Brasilien jubeln - Foto: Realmadrid.de
SÃO PAULO. „Ich bin sehr glücklich. Die Entscheidung habe ich gemeinsam mit meiner Familie getroffen. Ich bleibe wegen der Fans, wegen meinen Freunden und meiner Familie, besonders wegen meinem Sohn. Ich habe hier alles und ich liebe es, für Santos zu spielen und bin glücklich, in meiner Heimat zu bleiben, obwohl mich Klubs aus Spanien holen wollten“, verkündete Neymar auf der extra einberufenen Pressekonferenz zu seiner Vertragsverlängerung. Kein Real Madrid und auch kein FC Barcelona – er soll beim FC Santos bleiben, mindestens bis 2014! Die permanenten Wendungen und Verhandlungen um einen Wechsel zu den Königlichen, hatten besonders an den Nerven der Madridistas gezerrt. Unzählige Wochen und Monate wartete die gesamte Welt des Fußballs auf eine Entscheidung, oder zumindest auf ein Statement von Neymar selbst. Doch dieses hörte man nie. Mit der Vertragsverlängerung bis 2014 folgte der 19-Jährige auch dem Rat von Brasiliens Fußballikone Pelé.
Wie Realmadrid.de berichtete, wollte auch er den Youngster von einem Verbleib in Brasilien überzeugen. „Ich denke, es ist schwierig, ihn in Brasilien zu halten, die Topklubs haben seine Klasse erkannt und stehen bereits Schlange. Aber ich hoffe sehr, dass er als Santos-Spieler in die Weltmeisterschaft gehen wird. Neymar verfügt über großes Potential, er kann auf das Level von Messi und Ronaldo kommen. Ich könnte ihn verstehen, wenn er nach Spanien geht, denn wenn Real Madrid ruft, ist es schwer ‚Nein’ zu sagen. Aber er ist erst 19, bei der WM ist er 22. Solange kann er noch hier in Brasilien seine Klasse beweisen und reifen“, so die Worte Pelés Anfang August.
Aus dem Archiv:
Neymar nach Madrid: Es stand schon kurz bevor!
Auch Santos-Präsident Luis Alvaro de Oliviera Ribeiro war überglücklich über die Entscheidung seines Schützlings, ein neues Arbeitspapier in Brasilien anzunehmen: „Nach tagelangen Gesprächen hat Neymars Vater verstanden (Anm. d. Red.:
Er wollte ihn unbedingt in Madrid sehen), dass der Verbleib seines Sohnes ein Dienst an sein Land ist. Ich denke, Brasilien ist nun ein glücklicheres Land, besonders heute. Er ist ein spezieller Spieler und es war enorm wichtig für uns, ihn zu halten. Neymar hat eine große Zukunft vor sich und dank dem Vertrag bis 2014 ist jetzt erstmal Ruhe. Außerdem, ich habe immer gesagt, dass er nicht verkauft wird. Niemand glaubte es, manche haben mich Lügner genannt, aber jetzt konnte man meine Ernsthaftigkeit erkennen. Neymar kann der beste Spieler der Welt werden, er fasziniert die Menschen unglaublich.“ Außerdem wurde die festgeschriebene Ablösesumme des Nationalspielers von 45 Millionen auf rund 70 Millionen US-Dollar erhöht.
Ob man in Madrid nun enttäuscht in die Röhre schauen wird? Zumindest in diesen Tagen und Wochen gibt es überhaupt keine Gründe dafür. Mourinho hat mit Benzema und Higuaín zwei Stürmer im Petto, die ihr Weltklasse-Potential wöchentlich beeindruckend unter Beweis stellen. Ein dritter Stürmer? „Seien wir ehrlich: Real braucht ihn sportlich gesehen im Moment nicht“, kommentierte die Sportzeitung MARCA. „Mou hat ja schon ein Problem damit, sich zwischen Benzema und Higuaín zu entscheiden.“ Ohnehin ist die Offensive der Blancos die momentan beste in Europa. Die Maschine Madrid läuft ohne Probleme,
39 Tore nach elf Ligaspielen stehen Ronaldo und Co. zu Buche – klasse! Die Absage des 19-jährigen Supertalents Neymar sollte also keine allzu traurigen Gesichter an der Concha Espina hinterlassen...
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