Endlich geht es wieder los - das wird sich auch José Mourinho denken! Erwähnte der Portugiese vor seinem Urlaub, dass er zu gerne sofort weiterarbeiten würde, hat das Warten nun auch für „the Special One“ ein Ende. Die zweite und glorreiche Etappe unter dem 49-Jährigen ist voll im Gange. In den USA eingetroffen, sprach der Trainer in einem Interview mit dem klubeigenen Sender über „sein“ Projekt und die große Herausforderung, das Triple perfekt zu machen. Unkommentiert blieb natürlich auch nicht die heißdiskutierte Stürmerfrage…
Der König auf dem Thron, José Mourinho - Foto: Realmadrid.com
Teil 1 des großen Mourinho-Interviews
LOS ANGELES. Lächelnd, erholt und braungebrannt erschien José Mourinho gestern Morgen in Valdebebas. Dass der Portugiese nur 15 Tage Urlaub machte, sah man ihm überhaupt nicht an. Mit gutem Beispiel geht der 49-Jährige voran, denn in dieser Saison sollen die großen Pokale endlich die „königlichen“ Vitrinen bereichern. „Zwar hatte ich nicht viele Tage frei, aber ich diese reichten, um Spaß mit meiner Familie zu haben und zu relaxen. Ich bin bereit für die Aufgaben, die uns erwarten und meine Spieler hoffentlich ebenso“, erklärte er im Interview mit Real Madrid TV kurz nach der Ankunft heute in Los Angeles.
Startschuss zur ersten Etappe - die USA erwartet Real MadridDas „Projekt Mourinho“ geht also in die zweite Runde. Das Ziel: Titel, Titel, Titel. Oftmals betonte „the Special One“, dass seine zweite Saison bei den Königlichen besser als die erste werde, doch versprechen will „Mou“ gar nichts: „In erster Linie ist es das Ziel, unsere Fans stolz zu machen. Ich denke, dass wir das schon teilweise in der letzten Saison getan haben, doch ich spüre, dass wir in der neuen Spielzeit eine noch tiefere und positivere Verbindung zu unseren Fans entwickeln. Sie sind die Grundlage und unterstützen uns.“ Wichtig: Für die Saisonvorbereitung sollen die Madridistas nicht zu viel erwarten. Mourinho appellierte, dass man die Testspiele, die in den letzten Jahren ja nie sonderlich überzeugend für die „Königlichen“ endeten, nicht überbewerten dürfe: „Die Vorbereitung geht los. Das heißt für mich, dass wir hier sind, um zu arbeiten, um uns zu verbessern und Gegnern in einer Art Trainingseinheit gegenüberzustehen. Ich will nicht, dass ein Spiel 15-0 für uns ausgeht. Nein, ich möchte, dass jedes Spiel schwierig wird und wir mögliche Schwachstellen ausmerzen können. Vor allem gegen LA Galaxy wird es am Wochenende schwer, da sie mitten in der Saison sind, 14 oder 16 Spiele bereits absolviert haben. Sie haben ihren Rhythmus, wir überhaupt noch nicht. Das gleiche gilt für die Matches gegen Chivas Guadalajara und Philadelphia Union. Es ist natürlich das Ziel, attraktiv und offensiv zu spielen, wie wir es in der vergangenen Saisonvorbereitung getan haben, aber man darf solche Tests nicht überbewerten. Zudem möchten wir in der Zeit ja auch unsere Neuzugänge integrieren.“
Apropos Neuzugänge. Ist Mourinho denn mittlerweile zufrieden mit seinem Weltklassekader? Oder besser gefragt: Sind mit den Transfers von Sahin, Altintop, Varane, Callejón und Coentrão alle Wünsche des Meistertrainers erfüllt worden? „Ich bin glücklich“, so Mourinho. „Aber: Ich, wie auch fast jeder andere, möchte einen weiteren Angreifer im Team haben! Ein Mann fehlt uns noch, ansonsten bin ich super zufrieden. Wir alle sind es, weil wir eine Mannschaft für die Zukunft geschaffen haben. Der Altersdurchschnitt liegt bei 24,8 Jahren, was uns sehr stolz macht, da wir eine junge Truppe haben wollen, die sich Schritt für Schritt weiterentwickelt. Wir haben Spieler verpflichtet, die eine sehr gute Mannschaft noch einmal verbessert haben. Schaut euch an: Coentrão ist 23 Jahre alt, Callejón ein Jahr jünger…Sahin ist auch noch sehr jung und Varane ist fast noch ein Kind. Meiner Meinung nach haben wir eine Mannschaft für die nächsten zehn Jahre geschaffen…“
Bestelle jetzt das neue Trikot der Superstars„Wir“ – das sind allen voran Trainer Mourinho, Präsident Pérez und José Ángel Sánchez. Letzterer ist als des Coaches rechte Hand in Sachen Transfers zu bezeichnen; der „starke Mann“ im Hintergrund, der intern bei allem mitredet und mitbestimmt. Der Portugiese gab Preis, dass er mit Angel Sanchez fast täglich sogar noch um „22 oder 23 Uhr E-Mails schreibe oder telefoniere“. Doch eine Person fehlt ja noch im Boot: Zinédine Zidane, Reals ehemaliger Starkicker, darf keineswegs vergessen werden. Der „Fußballdirektor“, wie sie ihn neuerdings in Spanien nur noch nennen, ist beispielsweise maßgeblich für den Transfer des jungen Franzosen Varane verantwortlich. Gefällt „Mou“ die Zusammenarbeit mit „Zizou“? „Wir kennen Zinédine. Er ist ruhig, natürlich und sehr intelligent. Er kann viel beitragen, aber hat als Posten des Fußballdirektors noch viel zu lernen. Wichtig ist, dass er uns sehr hilfreich ist. Er macht gute Vorschläge und ist immer offen, jeder Spieler kann mit ihm reden. Er bringt als ehemaliger Weltfußballer natürlich eine Erfahrung mit und deshalb bin ich glücklich, ihn dabei zu haben“, so die zufriedene Antwort des „Misters“. Teil 2 des großen Interviews kommt morgen. Fortsetzung folgt!
Zum Nachlesen:
Zidane, der neue Fußballdirektor
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