Gestern, 14 Uhr: Präsident Pérez beorderte seinen Vorstand an die Concha Espina. Grund der Versammlung - die Verabschiedung des neuen Organigramms, das heute veröffentlicht wurde. Es gibt einen großen Gewinner und der heißt José Mourinho. Der Portugiese ist ab sofort nicht nur Trainer, sondern auch neuer Teammanager im Bereich Fußball und genießt durch die alleinige Führung noch mehr Macht als zuvor...
Mission erfüllt, Mourinho hat Grund zur Freude - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com
MADRID. „Der Vorstand von Real Madrid C.F. versammelte sich gestern und genehmigte die neue Organisationsstruktur des Vereins. Die Generaldirektion wird von José Ángel Sánchez geführt, ihm zur Seite stehen D.Manuel Redondo und ab jetzt auch Trainer José Mourinho als Teammanager“, so lautete heute die offizielle Pressemitteilung der Königlichen zur neuen Struktur der Vereinsführung.
Wie Realmadrid.de bereits am 25. Mai diesen Jahres berichtete, hatte Präsident Pérez ein solches Strukturprogramm schon von langer Hand geplant und vorbereitet. „Mourinho hat mich darum gebeten, dass er mehr Freiheiten bekommt und wie es in England üblich ist, mehr Einfluss in Bezug auf sportliche Entscheidungen. Wir haben uns damals für den besten Trainer der Welt entschieden und wir wollen, dass er viele Jahre bei uns bleibt und daher gehen wir mit ihm den Weg weiter. Valdano hat Real Madrid immer gut vertreten und ich hoffe, dass es in der Zukunft eine Möglichkeit gibt, dass er weiterhin mit dem Verein in Verbindung steht, auch wenn es diese aber derzeit nicht gibt. Ebenso suchen wir keine Nachfolger, sondern diese Position ist nicht mehr existent, unser Organigramm wurde der neue Situation angepasst, somit hoffen wir diese Unstimmigkeiten, die es gab, auszuräumen“, erklärte der 64-Jährige spanische Bauunternehmer damals.
Hintergrund:
Pérez beendet Eiertanz - Valdano wird gehen
Gerade er war es, der Trainer Mourinho noch mehr Macht schenkte, als er sowieso schon hatte. Besonders deutlich wurde dies beim Machtkampf gegen Jorge Valdano. Ungeachtet der herausragenden Vita Valdanos im Verein, machte Florentino Pérez deutlich, was Mourinho für einen Stellenwert im neuen, erfolgreichen Real Madrid inne hat. Das was Mourinho sagt, ist Gesetz! Valdano sollte weg - Valdano wurde gefeuert. Ab jetzt ist der Portugiese also nicht nur Trainer, sondern zugleich Teammanager, ganz im Stile des englischen Modells. Auf der Insel ist es üblich, dass ein Trainer gleichzeitig als Manager und Sportdirektor die Fäden zieht.
Mourinho spricht Klartext:
„Wir brauchen einen neuen Stürmer“
Einer ist nicht in der neuen Struktur aufgelistet - Zinédine Zidane. Was ist mit dem ehemaligen Weltklasseakteur? Er ist nicht im neuen Organigramm vermerkt, hat so durch bis heute keine feste Position bei den Merengues. Es zeichnet sich aber ab, dass der Franzose die Rolle des Bindeglieds zwischen Präsident und Trainerteam einnimmt. Besonders in den letzten Tagen im Trainingslager in den USA konnte jeder Betrachter deutlich erkennen, dass sich Zidane nun aus seiner Hintergrundrolle der letzten Saison deutlich in den Vordergrund bewegt hat. Er befindet sich derzeit sehr viel bei der Mannschaft und in der Öffentlichkeit. Umso verwunderlicher ist es jetzt, dass der 39-Jährige auf dem Organigramm nicht aufzufinden ist. Anstelle seiner Person ist weiterhin Miguel Pardeza als Direktor Fussball geführt. In dieser Causa ist die Katze also immer noch nicht aus dem Sack. Bleibt also abzuwarten, welche Rolle er offiziell haben wird. Inoffiziell sind die Würfel bereits gefallen, so ist er sowohl Vorbild und Mentor für das Team, als auch Repräsentant und Gesicht des Vereins.
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