Er ist der sechste und laut Valdano letzte Neuzugang in diesem Sommer und somit ist er der letzte Spieler, der sich beweisen muss. Mesut Özil, in Deutschland ein bejubelter Star, in Spanien ein noch gänzlich unbeschriebenes Blatt. In einem Interview gegenüber Realmadrid.tv sprach der Linksfuß über seine Zeit in seinem Heimatland, sein Privatleben, dem Grund für seinen Wechsel und all dem, was er bisher in Madrid sehen durfte!
Er ist die ‚Nummer Sechs‘ und reiht sich hinter Canales, Di Maria, León, Sami Khedira und Carvalho in die Gruppe der Neu-Madridistas ein. Sechs Spieler wurden diesen Sommer verpflichtet und laut dem Generaldirektor soll diese Zahl nicht höher werden. Rund 80 Millionen Euro betragen die Transferausgaben von Pérez und Co., ein klarer Unterschied zur Einkaufstour 2009, wo man über 250 Millionen in neue Stars investierte und die Ära der „Galacticos 2.0“ einläutete. Bis auf ein paar Rohdiamanten sind ausschließlich Weltklassespieler an die Concha Espina gewechselt, allen voran Kaká und Cristiano Ronaldo, die beide schon den Titel des „Weltfußballers des Jahres“ in Empfang nehmen durften. Im Realmadrid.tv-Interview wurde Özil gefragt, was ihn als Spieler auszeichnet. Dabei zeigte er sich selbstbewusst und kündigt an, sein Können auf dem Platz zu untermalen: „Es ist schwer, auf diese Frage zu antworten. Ich bin schnell mit dem Ball, hab eine Menge Gefühl im Fuß und ich würde sagen, dass ich technisch gut bin. Alle, die meinen Spielstil kennen und mich gesehen haben, wissen, dass ich ein guter Fußballer bin. Dennoch will ich meinen Worten lieber Taten folgen lassen“. Mit seiner Unterschrift hat sich der Deutschen-Anteil im Team – verglichen mit der letzten Saison – verdoppelt. Metzelder ging, die zwei WM-Shootingstars kamen. Ein wichtiger Ausgangspunkt am Wechsel des Gelsenkircheners soll der Deutsch-Tunesier gewesen sein, denn laut Letzterem hat der „Sechser“ vom spanischen Rekordmeister geschwärmt und seinem Nationalmannschafts-kollegen Madrid ans Herz gelegt haben: „Wir haben vorher schonmal telefoniert. Er sagte, er wollte immer für Real spielen und versicherte mir, dass der Klub, das Wetter und die Teamkollegen fantastisch sind. Jetzt habe ich unterschrieben und darf das alles mit eigenen Augen sehen. Sami hat nicht gelogen und ich hatte in meinem ersten Training viel Spaß mit meinen neuen Mannschaftskameraden“.
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Danach wurde er zu seiner bisherigen Karriere gefragt. 2008 wechselte er aufgrund seines nicht verlängerten Vertrages von Schalke 04 in den Norden, um in Grün aufzulaufen. Als Bremer begann sein Höhenflug auf die Spitze des deutschen Fußballs, denn in 71 Spielen netzte er 13 Mal ein. An sich keine berauschende Quote. Doch bis zum Abgang Diegos spielte der „Regisseur“ ausnahmslos auf dem Flügel und beackerte die Seitenlinie. Doch seitdem der Brasilianer bei Juventus kickt, läuft es beim 21-jährigen rund wie noch nie. In der Hinrunde 09/10 war er Topscorer der ganzen Liga und rundete das alles mit einem gelungenen Endspurt ab. Bei der WM stand er nach tollen Leistungen und einem klasse Tor zur Auswahl des „adidas Golden Balls“, dem Preis für den besten Akteur des Tuniers, welchen aber Diego Forlan gewann. „Ich habe schöne Tore mit Werder und Deutschland erzielt. In den letzten Monaten und Jahren konnte ich in Europa unter Beweis stellen, was ich drauf habe. Bei einem internationalen Wettbewerb dabei zu sein, macht dich bekannter. Vor allem, wenn du bei einem Favoriten spielst und gute Leistungen zeigst. Wir wurden Dritter und ich genoss es, dabei zu sein!“, so der Offensiv-Allrounder und fuhr fort, dass das alles erst der Anfang gewesen sein soll: „Ich hoffe, dass ich auch hier weitere Erfolge sammeln kann. Wir haben tolle Spieler auf jeder Position und vom Material her sind wir vollkommen in der Lage, eine grandiose Saison zu spielen. Ich will die Champions League und ‚La Liga‘ gewinnen“, setzte er die Ziele für sich und sein Team enorm hoch.
Dennoch steht das Passgenie in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass der FC Barcelona, seines Zeichens verhasster Rivale der „Merengues“, zu seinen Lieblingsklub gehöre. Laut seiner eigenen Homepage hat er immer davon geträumt, mit Messi und Co. zu spielen, weswegen der Name seines neuen Arbeitgebers verwundert. Was verleitete den Deutsch-Türken dazu, zum Konkurrenten seines Lieblingsvereins zu wechseln, obwohl Letzterer an ihm dran war? „Real Madrid ist das Beste, was dir passieren kann. Tolle Spieler wie Ronaldo und Kaká sind hier unter Vertrag und ich fühle mich geehrt, eine Kabine mit ihnen zu teilen. Auch die Tatsache, dass Mourinho mich trainiert, macht mich stolz. Er ist der eigentliche Grund, warum ich hier bin, denn er ist der beste Coach der Welt. Es ist ein Privileg, mit diesen Leuten arbeiten zu dürfen. Ich kann den Saisonauftakt kaum erwarten.“
Das ist Mesut Özil, der neue Stern am deutschen Fussballhimmel!
Am Ende des ersten Teils wenden wir uns dem Privatleben und seinen bisherigen Eindrücken über seine neue Heimatstadt zu. Besonders verzaubert hat den Mittelfeldspieler das Stadion der „Blancos“. Er erwartet ein tolles Gefühl, während er vor solch einer Kulisse spielt: „Ich habe das Bernabéu von innen gesehen. Die Atmosphäre während den Pflichtspielen wird hier sicher klasse sein“, lächelte er in die Kamera. Anschließend wollte der Reporter wissen, wie der Alltag des Youngster aussieht, wenn er eine Verschnaufpause ohne Arbeit hat. Anhand der Antwort kann man sich Özil als einen Familienmenschen vorstellen, denn an freien Tagen „nehme ich mir Zeit für Verwandte und Freunde. Ich gehe gerne mit meiner Familie ins Kino oder mach mir einen schönen Abend mit meinen Eltern. Gerne nutze ich diese Arbeitspausen auch aus, um durchzuatmen und mich zu Hause zu erholen“, sagte das Riesentalent.
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Und morgen bei Realmadrid.de: Teil 2 des großen Özil-Interviews. Seine Ziele mit Madrid, seine Meinung über die spanische Liga, sein erstes Training unter der Regie Mourinhos und vieles mehr. Das darfst du dir nicht entgehen lassen!
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